ALKALINE TRIO   7 YEARS BAD LUCK  
11.05.2010 @ Arena

Unter einem wirklich guten Stern stand das heurige ALKALINE TRIO-Konzert ja nicht unbedingt. Das neue Album „This Addiction“ ist in der großartigen Diskografie der Band wohl eher als Fußnote anzusehen und das Konzert zu Beginn des vergangenen Jahres im Wiener Flex fiel eher in die Kategorien verzichtbar bis miserabel.

Trotzdem tat man gut daran, dem Düsterpunk-Trio noch eine Chance zu geben. Zuerst durften aber die im nachhinein ziemlich egalen 7 YEARS BAD LUCK aus Salzburg den Abend in der locker gefüllten großen Halle der Arena eröffnen.

Kurz nach 21.00 Uhr betrat das Trio bestehend aus Matt Skiba (Gitarre, Gesang), Dan Adriano (Bass, Gesang) und Derek Grant (Drums und ein bißchen Gesang) die Bühne und klopfte mal gleich die neue Single „This Addiction“ herunter. Eines war vom ersten Ton an klar, in der Arena können sie wenigstens eine Rockband vernünftig abmischen und so war der Sound um Welten besser als im Donaukanallokal.



Wenig später folgte auch schon der erste große Hit „This Could Be Love“, der nachfolgende Textauszug zeigt auch warum ALKALINE Trio bei earshot nicht gänzlich fehl am Platz sind: „Step one -- slit my throat, Step two -- play in my blood, Step three -- cover me in dirty sheets and run laughing out of the house, Step four -- stop off at Edgebrook Creek and rinse your crimson hands“ Damit steht das Trio vielen Lyrics der düster bis dunklen Sorte in nichts nach. Nur beherrschen es die drei Herren Texte solcher Natur mit eingängigen Power-Pop-Punk zu vermengen, und ermöglichen so dass auch Freunde der härteren Gangart, die bessere Hälfte zu einem feinen Konzertabend ausführen können.

Die Band spielte ein tightes Set, mit auffallend vielen neuen Nummern, ob der wie eingangs erwähnten großartigen Alben der Band könnten ALKALINE TRIO ja eigentlich das gesamte Konzert lang einen Hit an den anderen Reihen. Aber ganz so leicht machen es sich die Herren dann doch nicht, und siehe da die eine oder andere Song von „This Addiction“ zündet dann live doch deutlich mehr als aus der Dose.



Natürlich ließ das durchwegs begeisterte Publikum die Band nicht ohne Zugabe von Dannen ziehen und so kehrten die 3 auf die Bühne zurück und tauschten mal munter die Instrumente; Und so bewies Schlagwerker Derek Grant bei „Skulls“ von den MISFITS, dass er sich definitiv besser als Bassist und Sänger anstellte als Matt Skiba hinter der Schießbude. Nach „Radio“ war dann aber endgültig Schluss. Ein gelungener Konzertabend, ALKALINE TRIO gehören definitv wieder zu den Guten.
www.alkalinetrio.com

tsunemoto
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Beitrag vom 30.05.2010
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