LAMB OF GOD   SOLE METHOD   
03.06.2010 @ Orpheum, Graz

LAMB OF GOD, einer der zwei Big Player des New Wave Of American Heavy Metal (neben DEVILDRIVER) besuchten unser kleines, aber feines Österreich dieses Jahr bereits zum zweiten mal.

Wer den live Gig in Wien erleben durfte, konnte sich hier bereits ausmalen was auf ihn zukommt und, das sei bereits vorab erwähnt, wurde nicht enttäuscht.
Doch zuerst zu den Anheizern des Abends: die local Heroes SOLE METHOD aus Gleisdorf.

Mit ihrem kurzen, aber intensiven Programm aus 7 Tracks versuchten sie die Grazer Meute in Stimmung für die großen LAMB OF GOD zu bringen. Das anwesende Publikum im gut gefüllten Saal war auf jeden Fall bereit, ging sofort mit wenn es aufgefordert wurde, doch leider lag bühnenseitig eine Atmosphäre der Lustlosigkeit in der Luft. Es gab kaum Bewegung, alles wirkte statisch und in gewisser Art und Weise lieblos einstudiert. Die Songs, die durchaus musikalische Reize haben, verloren dadurch doch stark an Wirkung. Schade, denn in einer solch coolen Location wie dem Orpheum, mit glasklarem Sound und einem derartigen Kaliber als Headliner sollte man doch sein ganzes Potential, das bei SOLE METHOD durchaus vorhanden ist, abrufen können.





Tracklist SOLE METHOD:

Intro
Echoes Of The Dark
The New Brave
The Way Of The Descent
What It's Like To Be A Machine
Suicide Is Painless
All Or Nothing
Blasted And Broken


Nach ca. 35 Minuten war es dann auch vorbei und das Orpheum konnte für die Amis vorbereitet werden, was unter anderem eine Vergrößerung der Bühne sowie einen eigenen LoG Teppich darauf beinhaltete.

Losgelegt wurde nach der standesgemäßen Begrüßung mit den ersten drei Tracks inklusive Intro („The Passing“, „In Your Words“ und „Set To Fail“) des aktuellen Albums „Wrath“. Spätestens da war dann auch möglichen zufälligen aufs Konzert verirrten Besuchern klar, wer da eigentlich das Orpheum zu beben brachte. LAMB OF GOD gingen mit einer derartigen Energie und Spielfreude ans Werk, dass man gar nicht stillstehen konnte. Die architektonischen Gegebenheiten des Bodens (nach vorne hin alle 1,5 Meter abgetreppt) haben zwar ihren visuellen Reiz, sind aber für Metallkonzerte und deren Circle- und Moshpits fast gänzlich ungeeignet. Das erkannte auch Randy, bat um Vorsicht verlangte aber, dass wenngleich man schon nicht lustig im Kreis laufen kann, er zumindest unsere „heads banging“ sehen will. Und es gab so gut wie Niemanden. der diesem Aufruf nicht Folge leistete.





Bei den folgenden „Walk With Me In Hell“ und „Something To Die For“ bebte die Halle, die Refrains wurden mitgesungen, gebangt oder einfach nur die Luftgitarre ausgepackt. Generell wurde ein „Hit“ nach dem anderen präsentiert, Songs wie „Ruin“, „Laid to Rest“ oder „Omerta“ verschafften dem Publikum keinerlei Verschnaufpause. Bei letzterem nahmen einige Hartgesottene dann auch jegliches Verletzungsrisiko in Kauf und es entstand trotz der Bodenbeschaffenheit ein nicht mal all zu kleiner Circle, was auch für die Mannen von LAMB OF GOD schön anzuschauen war. Respekt.

Als Draufgabe waren dann noch die standardisierten 3 Zugabekracher „Vigil“, „Redneck“ und „Black Label“ ausschlaggebend dafür, dass sich kurzfristig Teile des rechten Lautsprecherturms zum versagen entschieden, was aber der sensationellen Stimmung keinen Abbruch tat, und ein kleiner 12jähriger, blonder Metalhead hatte sogar die Ehre mit den Lämmern Gottes den Abend nach in etwa 1,5 Stunden auf der Bühne ausklingen zu lassen.





Tracklist LAMB OF GOD:

In Your Words
Set To Fail
Walk With Me In Hell
Something To Die For
Ruin
Hourglass
Dead Seeds
Blacken The Cursed Sun
Descending
Contractor
Laid To Rest
Omerta
-
Vigil
Redneck
Black Label



Prädikat: Sehr empfehlenswert!


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Tomo16v
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Beitrag vom 15.06.2010
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