SONISPHERE PRAG: METALLICA   SLAYER   ALICE IN CHAINS   MEGADETH   ANTHRAX   STONE SOUR   FEAR FACTORY   VOLBEAT   DEVILDRIVER  
19.06.2010 @ Sonisphere, Prag

1968 - Militärgelände Milovice, ehemalige Tschechoslowakei: Es ist Nacht, eine Sirene ertönt, lautes Getöse und kurze Zeit später rocken 20 oder mehr sowjetische Kampfjets des Typ Mig-21 die Lüfte, verteidigen das Gelände oder führen eine Übung durch. Im genannten Jahr stand so etwas an diesem Ort an der Tagesordnung. Bis 1991 wurde die Stadt Milovice und dessen Umgebung von sowjetischen Truppen als Hauptstützpunkt verwendet.

2010 – Militärgelände Milovice, Republik Tschechien: Verlassene Gebäude, Ruinen, überall Müll – ein Areal wie eine Geisterstadt. Längst verlassen und ungenutzt, ließ man der Natur ihren freien Lauf, sich ihr Eigentum zurück zu holen.

2010 – der 19. Juni. Nun sollte hier nach unzähligen Besetzungen durch verschiedene Armeen erneut Geschichte geschrieben werden und Leben in diese Geisterstadt und dem dazugehörigen Flugfeld bringen. Das Sonisphere Festival öffnete ihre Pforten, knapp 45 Kilometer von Prag entfernt und lud niemand geringeres als die vier größten Thrash Metal Bands der BayArea als Hauptgäste ein. METALLICA, SLAYER, MEGADETH und ANTHRAX bildeten die sogenannten Big Four und stellen ein LineUp dar, von dem man nicht zu träumen gewagt hätte. Aber dem nicht genug, denn Namen wie VOLBEAT, DEVILDRIVER, ALICE IN CHAINS oder STONE SOUR tauchten noch in dem LineUp auf, was ein unvergessliches Festival versprach.

Aber erst musste die Earshot-Crew die Herausforderung bestehen, dorthin zu gelangen, was sich alles andere als einfach herausstellte. Laut Homepage durfte man sich auf ein gutes Verkehrskonzept freuen. Tja, falls es so ein Konzept gab, dann hat das ebenso wenig schnell nach Milovice gefunden, wie viele angereiste Metalheads. Milovice selbst war eigentlich gar nicht schwer zu finden. Ein paar wenige und ebenso winzige Schilder wiesen in eine Richtung, der wir folgten und bald sahen wir die Bühne und die Freude war riesig, doch zum Gelände waren es weitere 25 Minuten, die nicht hätten sein müssen, denn die gesperrten Straßen hätten direkt hingeführt.

Endlich am Flugfeld durften die ersten die letzten sein, denn wer am Freitagabend schon ankam, wurde kurzerhand ans letzte Ende der Area verfrachtet und durfte samt Sack und Pack einen Kilometer zum Zeltplatz zurücklegen. Ein weiterer Kilometer führte dann zu den Stages, wo schon fleißig gemampft, getrunken und gefeiert wurde. Zwar spielten noch keine Bands aber man konnte sich mi Autodrom oder beim Bungee-Ball austoben.


Die erste Nacht war überstanden und das Anreisechaos vergessen. Schnell mal die zwei Kilometer vom Auto zur Bühne, denn um 15:00 stand der erste Moshpit an. Einige Zeit vorher wurde ein Soundcheck, der über eine Stunde dauerte durchgeführt und strapazierte die Nerven, bis dann bei grauenhaftem Sound die Band PANIC CELL eröffnete.

Doch dann noch ein Fehler in der Matrix. Am Vorabend sahen wir an der Ticket-Kasse eine Wechselstube mit dem Kurs von Euro in Tschechische Kronen von 23,5 Kronen pro Euro, doch am Samstag war sowohl der Aushang als auch das Wissen darüber an der Kassa verschwunden.

Aber zurück zum Moshpit bzw. direkt rein, denn DEVILDRIVER fegten mit gewaltiger Brachialität aus den Boxen, leider aber auch mit recht dürftigem Sound. Bei der gewaltigen Anlage auf der Bühne, äußerst schade, aber das störte die Band ohnehin nicht und auch die Fans waren bei bester Laune und feierten im Sonnenschein fette Brecher wie „These Fighting Words“ oder „Pray For Villains“, ebenso wie die Klassiker „I Could Care Less“ und „Meet The Wretched“. Fronter Dez und seine Truppe waren bei bester Laune und leiteten das Festival für weitere grandiose Bands souverän ein.





Setlist DEVILDRIVER:

Pray For Villains
These Fighting Words
Before The Hangman's Noose
I Could Care Less
Clouds Over California
End Of The Line
Meet The Wretched


Ein weiterer Minuspunkt waren die Überschneidungen auf den zwei Bühnen und der völlig konfuse Weg, den man dazwischen anlegte und mit Essenständen und unsinnigen Zäunen zupflasterte, damit man die knappen 300 Meter nur schwer überwinden konnte. Dennoch hasteten wir kurz vor Ende von DEVILDRIVER zur sogenannten Saturn Stage auf der ebenso die Post abging, wenn auch in anderem Sinne, denn statt einer Mischung aus Brutalität, Technik und Melodie, herschte dort Metal, gepaart mit Hillbilly-Muke und einer großen Packung Spielfreude. VOLBEAT zeigten einmal mehr, dass sie souveräne Musiker mit einem einzigartigen Sound sind, die die Massen begeistern können. Auch wenn ich ein paar Songs verpasste aufgrund der Überschneidung, erfreute ich mich unter anderem an den Krachern „Halleluja Goat“ und „Pool Of Booze, …“. Michael Poulsen, charmant wie immer, suchte die Nähe zum Publikum und verlangte zu „The Garden’s Tale“ eine Wall Of Love in der sich die Leute nicht anrempeln, sondern umarmen sollten, was prompt erledigt wurde. Irgendwie süß, wenn sich unzählige, schwitzende Metalheads gegenseitig umarmen. Auch ein neuer Song wurde wieder dargeboten. Dieser wurde schon auf der letzten Tour gespielt und hat mittlerweile den Namen „A New Day“ erhalten. Anmerken möchte ich noch, dass auch die kleine Stage miserablen Sound mit sich brachte.





Setlist VOLBEAT:

The Human Instrument
Radio Girl
Sad Man's Tongue
Hallelujah Goat
Mary Ann's Place
A New Day
The Garden's Tale
I Only Want To Be With You
Boa [JDM]
Pool Of Booze, Booze, Booze
Guitar Gangsters & Cadillac Blood
Still Counting


Bereits um 16:15 standen die ersten Vertreter der Big Four in der prallen Sonne auf der Bühne. ANTHRAX wussten schon immer zu gefallen, vor allem mit John Bush hatte ich meine Freude an deren Alben und Auftritte, aber die echten Klassiker wurden schon zuvor mit Joey Belladonna aufgenommen. Aber was Bandchef Scott Ian in den letzten Jahren aufführte, ist nicht mehr ernst zu nehmen. Die Idee mit der kurzen Reunions-Tour war eine feine Sache, überzeugte mich aber nicht vollends. John Bush sollte wieder her, doch dieser fühlte sich vor den Kopf gestoßen, also Dan Nelson kam und neues Album aufnahm. Dann raus, John rein und neu aufgenommen – John raus, Joey rein und erstmals aufs Album scheißen und auf Tour gehen. Also im Vorfeld schon ein Kindergarten, der nur Kopfschütteln erzeugt.

Wenn man nun zu Hause sitzt, einen alten Plattenspieler auspackt und da ein Bootleg aus den 80ern auflegt, dann hat man genau den Sound, den ANTHRAX auf dem Sonisphere gemixt bekamen. Schauderhaft, was da aus den Boxen kam. Knacksende Gitarren, übersteuerter Bass und ein kreischender Joey Belladonna, der in den Ohren weh tat. Da halfen auch Überhits wie „Madhouse“, „Caught In A Mosh“ oder „I Am The Law“ nichts. Schade, dass eine einst so geniale Band, so tief sinken kann und sich ihr Grab selbst schaufelt. Bleibt zu hoffen, dass die Truppe dort nochmal raus hüpfen kann, bevor zugeschaufelt wird.

Setlist ANTHRAX:

Caught In A Mosh
Got The Time
Madhouse
Indians
Be All, End All
Medusa
Antisocial
Only
Metal Thrashing Mad
I Am The Law





Und so wurschtelt man sich enttäuscht zurück zur kleinen Stage, um die endlich wiedergekehrten FEAR FACTORY zu sehen. Auch wenn das neue Album keine Offenbarung ist, so hat es doch seine Qualitäten und ich freute mich die Amis endlich einmal live erleben zu können. Burton, Dino und Co. gingen schon gewaltig ab, als wir ankamen. Vor allem Neo-Drummer Gene Hoglan (ZIMMERS HOLE, STRAPPING YOUNG LAD) bearbeitete seine Felle wie ein Berserker und gab den sowieso schon brutalen Songs „Shock“ oder dem genialen „Self Bias Resistor“ noch eine Spur mehr Schmackes. Optisch wirkte Sänger Burton C. Bell etwas eigenwillig mit nicht sehr modischer Regenjacke bei immer wieder kehrenden Sonnenschein, doch stimmlich, auch wenn anfangs vieles unterging, war der Mann bestens drauf und meisterte einen starken Gig, der nach mehr verlangte, denn viel zu kurz war der Auftritt der vier Männer aus LA.





Setlist FEAR FACTORY:

Mechanize
Shock
Edgecrusher
No One
Soul Of A New Machine
Demanufacture
Martyr
Self Bias Resistor
Replica


Viel zu früh schon musste Dave Mustaine mit seinen MEGADETH ran, denn schon um 17:45 enterten der Rotschopf, der zurückgekehrte Bassist David Ellefson, Chris Shredd-Meister Broderik und Drummer Shawn Drover die Bretter. Auch MEGADETH bekam ich noch nicht zu Gesicht und war sehr aufgeregt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Megadave legte nicht nur einen fantastischen Auftritt, vollgepackt mit genialen Klassikern hin, sondern entpuppte sich als sympathischer und extrem gut aufgelegter Frontmann. Neben dem einzigen neuen Thrasher „Headcrusher“ lieferte die Band spitzen Songs wie das furiose „Hangar 18“, das außergewöhnliche „Sweating Bullets“ oder das unumgängliche „Symphony Of Destruction“. Kein schwacher Song, keine Sekunde Langeweile, sondern nur "pure fuckin thrash" von MEGADETH, der die Massen begeisterte und dementsprechende Reatkionen hervorrief. Nach „Peace Sells“, das lautstark mitgesungen wurde, verabschiedete sich die Band ausgiebig mit Verbeugungen und Winken, während im Hintergrund das „Holy Wars“ Outro abgespielt wurde. Für mich auf jeden Fall die Gewinner des Festivals. Und wer hätte es jemals für möglich gehalten, dass Dave vor seinen Ex-Brötchengeber METALLICA auftreten würde. Ein Tag, der so oder so in die Geschichte eingehen wird.





Setlist MEGADETH:

Holy Wars... The Punishment Due
Hangar 18
Wake Up Dead
Headcrusher
In My Darkest Hour
Skin O' My Teeth
A Tout Le Monde
Hook In Mouth
Trust
Sweating Bullets
Symphony Of Destruction
Peace Sells
Holy Wars Outro


Sollte zwischendurch mal jemand der Hunger packen, so musste man doch recht viel Zeit mitbringen, denn die Schlangen vor sämtlichen Imbissständen waren lang und luden zum 20-Minütigen Anstellen ein. Den Durst konnte man dann doch schneller löschen und Bier füllt ja auch den Magen. Bei Plastikflaschen wurden einem die Deckel abgenommen und in den Golden-Cricle durfte man diese gar nicht mitnehmen. Merkwürdig, denn von Fahnenstangen, bis Campingsesseln fanden doch nicht ganz ungefähliche Gegenstände aufs Gelände. Pfand gab es keinen und somit verschwanden die wenigen Mistkübeln/Säcke recht schnell unter Tonnen von Müll. Selbiger bedeckte auch mitlerweile das komplette Areal.

Wenn man nun hoffte, die Hauptbühne würde gleich die nächste Thrash-Bombe zünden, dann hatte man sich getäuscht, denn aus unerfindlichen Gründen stopfte man die Grunge-Legende ALICE IN CHAINS daziwschen rein, anstatt diese die zweite Stage headlinen zu lassen. Die Band ist ohne Frage eine starke Live-Band, wie viele auch letztes Jahr in Wien erlebten, doch auf dem Sonisphere wirkte die Truppe unmotiviert, gelangweilt und starr. Ebenso reagierte auch der Großteil des Publikums und kam nur langsam in Fahrt. Da half auch der Vorteil, dass die Band neben MEGADETH den besten Sound bisher geliefert bekam, nichts. Ein Fall von kompletter Deplazierung seitens der Veranstalter, der weder der Band, noch den Zuschauern zugutekam. Eine Headlinershow in einem Club hätte auf jeden Fall mehr Stimmung erzeugt.





Setlist ALICE IN CHAINS:

Rain When I Die
Them Bones
Dam That River
Again
Lesson Lerned
We Die Young
Man In The Box
Would?
Rooster


Somit hatten wir auch keine Skrupel verfrüht und ein letztes Mal zur kleinen Stage zu pilgern, wo bereits das nächste Highlight, nämlich STONE SOUR wartete. Die zweite Spielwiese von SLIPKNOT Fronter Corey Taylor könnte als das erwachsene Projekt von ihm angesehen werden und dementsprechend gab er sich sowohl im musikalischen Bereich, als auch bei der Performance äußerst professionell. Der Mann ist eine einzige Stimmungskanone und brachte die Zuschauer sofort in beste Laune. Und die Songs „Made Of Scars“ oder das heftige „Get Inside“ trugen ihr Übriges dazu bei. Die Ballade „Bother“ widmete Corey kurzerhand seinem verstorbenen Bandkollegen Paul Gray, während er zu „Digital“ den Zuschauern einen, wie er selbst sagte: „Tanz, bei dem ihr vollkommen beschissen aussehen werdet“, beibrachte. STONE SOUR überraschten mich äußerst positiv und waren die einzigen, die einen angenehmen Sound auf der Second Stage gemixt bekamen.





Setlist STONE SOUR

Mission Statement
Reborn
Made Of Scars
The Bitter End
Blotter
Digital
Get Inside
Hell & Consequences
30/30-150


SLAYER, genauer gesagt Gitarrist Kerry King bezeichnete den Stil der Band einmal als Chaos, womit er nicht unrecht hat, aber so drastisch kann man das nicht sehen. Jedoch herrschte auch auf dem Festival grobes Chaos. Sei es aus Geldgier oder schlichter Unfähigkeit des Veranstalters, aber beim Beginn von SLAYER standen hunderte von Metalfans, die teueres Geld für Golden-Circle Tickets hinblätterten vor dem Eingang zu selbigen und durften nicht rein, da dieser randvoll war. "Sauerei", dachten die Fans und brachten die Scurity ins Schwitzen.

Tom, Kerry, Jeff und Dave bekamen davon nichts mit und entfachten auf der Bühne ungerührt ihr geordnetes Chaos in Form von fetten Thrashern unter denen die neuen "Jihad" und "World Painted Blood" gleich zu Anfang zu finden waren, aber auch "Disciple", "Hell Awaits" und natürlich "Raining Blood" durften natürlich nicht fehlen. In Wien schaute man kürzlich 2 Mal durch die Finger, da Tom Araya Probleme mit seinem Rücken hatte, doch davon war an diesem Tag, abgesehen davon, dass er sich beim Bangen etwas zurückhielt nicht viel zu merken und so brachten SLAYER Erinnerungen daran, dass wir uns auf einem einstigen Kriegsschauplatz befinden zurück. Headbanger, Bierwerfer, Mosher und Luftgitarristen so weit das Auge reichte und so feierte Milovice die mit abstand heftigste Band der Big Four gebührend.


Setlist SLAYER:

World Painted Blood
Jihad
War Ensemble
Hate Worldwide
Beauty Through Order
Disciple
Seasons in the Abyss
Hell Awaits
Mandatory Suicide
Chemical Warfare
Raining Blood
Aggressive Perfector
South Of Heaven
Silent Scream
Angel Of Death


Die Nacht ist schon über uns hereingebrochen und es kühlte extrem ab. Ein Grund mehr sich trotz Pullover oder Jacke in die Menge zu quetschen. Ein Plus war dann doch, dass der Golden-Circle definitiv nicht überfüllt war, zum Leid derer, die zu spät kamen. Ein ewig langer Soundcheck startete und machte die Besucher, die auf den Headliner METALLICA warteten schon sehr nervös. Endlich war es geschafft, das Licht ging aus und es konnte beginnen, tat es aber nicht. Stattdessen rührte sich auf der Bühne überhaupt nichts und OZZY und AC/DC dröhnten aus den Boxen. Sei es Aroganz seiten METALLICAs oder wieder ein Fehler in der Organisation, aber die Helden des Festivals traten eine halbe Stunde zu spät auf die Bühne, dies taten sie aber mit einem starken Beginn.

Ein Knall und endlich startete das genialste Intro, das jemals live präsentiert wurde. Das Meisterwerk des legendären Enio Morricone aus „The Good, The Bad & The Ugly“ erzeugte sofort Gänsehaut und sofort spurteten METALLICA auf die Bühne, um mit „Creeping Death“ gleich heftig loszulegen. Optisch waren die Amis eine Augenweide. Robert hüpfte und kletterte über die Bühne, Hetfield und Hammet mimten die coolen Schweine und Ulrich zog Grimassen, während er sein Drumset bearbeitete. Neben den üblichen Leinwänden, wurde kurzerhand die komplette Rückwand der fetten Bühne als Videoübertragung verwendet, wodurch man sämtliche Details sehen konnte.





Abgesehen von dem Song und „Disposable Heroes“ war das Set komplett absehbar. Aber wie sollte ein METALLICA Abend ohne „Battery“, „Master Of Puppets“, „One“, „Sad But True“ oder „Enter Sandman“ funktionieren? Die Truppe hat so viele Klassiker, die live nicht fehlen dürfen und zwei Stunden alleine schon füllen können. Da verwunderte es mich schon, dass man gleich drei Songs des durchwachsenen „Death Magnetic“ spielte, bei denen der Funke nur beschwerlich übersprang und sich etwas holprig ins Set integrierten. Aber egal, denn die fetten Pyros, Feuerwerke und Knalleffekt, die rund um einen vonstatten gingen, versöhnten einen doch sehr. METALLICA hatten den besten Sound des Festivals, doch von Perfektion keine Rede, aber damit hat man sich auf diesem Fest schon abgefunden.

Bei „Nothing Else Matters“ ging am Ende Hetfield auf die Knie und die Kamera war direkt auf seine Finger und das Pick darin gerichtet. Normalerweise dreht er in diesem Moment das Pick um und man jubelt beim Anblick des METALLICA Logos. Dieses Mal sollte es aber anders kommen. Es gab kein einzelnes Logo, sondern gleich vier! ANTHRAX, SLAYER, MEGADETH und METALLICA prangten auf der Rückseite, während vorne „Big Four“ stand. Einfach nur fett, egal ob man Fan der Band ist oder nicht, dieser Auftritt hätte jeden mitgerissen. Einzige kleine Kritik ist die Perfektion der Show, die an manchen Stellen doch eine Spur aufgesetzt und unehrlich wirkte. Aber James, Lars, Robert und Kirk gaben alles, um die Fans zu begeistern. Als Zugabe huldigten sie noch DIAMOND HEAD und schossen das unvermeidbare „Seek & Destroy“ in die Menge.





Setlist METALLICA:

Creeping Death
For Whom The Bell Tolls
Disposable Heroes
Harvester Of Sorrow
Fade To Black
That Was Just Your Life
Cyanide
Sad But True
Welcome Home (Sanitarium)
My Apocalypse
One
Master Of Puppets
Battery
Nothing Else Matters
Enter Sandman
-
Helpless (DIAMOND HEAD)
Hit The Lights
Seek & Destroy


Ein Fazit fällt schwer, denn man hatte auf der einen Seite zwar ein unschlagbares LineUp, bei dem es, abgesehen von der enttäuschenden ANTHRAX Darbietung, keine Ausfälle gab und natürlich das enizigartige Ambiente auf dem Militärgelände, aber auf der anderen Seite eine komplett chaotische Ausführung des Festivals mit unzähligen Kleinigkeiten, die nicht hätten sein müssen. Dazu kommt noch die Dreistheit zu viele Tickets für den Golden-Circle zu verkaufen, die Überschneidungen und das nicht vorhandene Anfahrtskonzept. Ich für meinen Teil werde die positiven Aspekte im Kopf behalten und im nächsten Jahr überlegen, ob ich nicht ein anderes Sonisphere in Angriff nehme, anstatt nach Prag zu fahren.


FOTOS + E-CARDS
www.sonispherefestivals.com

maxomer
Weitere Beiträge von maxomer


Zurück

Beitrag vom 24.06.2010
War dieser Bericht
interessant?

344 Stimme(n)
Durchschnitt: 5.35
Diesen Beitrag bewerten:
  
Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: