CROWBAR   LOWBAU    SUNDUST   
05.07.2010 @ Viper Room

Nach mehr als vier Jahren hat das Hardcore/Sludge/Doom Metal-Urgestein CROWBAR wieder seinen Weg aus den dampfenden Sümpfen von Louisiana in den leider ebenso dampfenden Viper Room gefunden. Trotz der tropischen Temperaturen, die Publikum und Bands einiges abverlangten, war es jedoch ein gelungener Abend.

Im Vorprogramm spielten zunächst die Kärntner SUNDUST auf, deren blubbernder Wüstenrock zwar stark an die seeligen KYUSS erinnerte, im Endeffekt jedoch aufgrund der an den richtigen Stellen punktgenau platzierten progressiv-noisigen Parts die nötige Eigenständigkeit erhielt. Kantiger psychedelischer Stonerrock mit Wiedererkennungswert made in Austria – eine Band, die man im Auge behalten sollte.

Danach lärmten LOWBAU, deren Auftritt zwar motiviert, sympathisch und vor allem handwerklich gut umgesetzt war, aber an der angestrebten Südstaaten-Sumpf-Attitüde sollten die Wiener noch ein wenig feilen, zu gewollt klingen manche Arrangements, zu unecht ist das Gepose des belgischen Sängers Deguyten - mit dicken Eiern wird man geboren, die borgt man sich nicht aus.





Dann endlich, das schwermütige Ding aus dem Sumpf: CROWBAR entern die Bühne und eröffnen ein schmerzhaft getragenes Dauerfeuer aus tonnenschweren Brachialriffs – groovender Doom vom Feinsten legt den Viper Room nahezu in Schutt und Asche.

Die Stimmung auf und vor der Bühne ist unbeschreiblich, das Publikum feiert die Band frenetisch ab.





Der alte Haudegen Kirk Windstein ist sichtlich ergriffen über die Resonanz, die die alles zermalmenden Nackenbrechersongs ("Planets Collide", "All I Had (I Gave)", "I Am Forever", "The Lasting Dose", "Self Inflicted", "New Dawn", "Burn Your World", ua) bei den Fans hervorrufen.

CROWBAR sind live und auf Platte eine Macht und bleibt zu hoffen, daß uns die Band bald mit neuem Material versorgen wird.


Bettina
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Beitrag vom 19.07.2010
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