TUSKA 2010 - TAG2: NEVERMORE   BLOODBATH   KAMELOT   DEVIN TOWNSEND PROJECT   HYPORCISY   SOTAJUMALA  
03.07.2010 @ Kaisaniemi, Helsinki

Tag Nummer Zwei begann 10 Minuten zu spät für den Pit, aber zumindest rechtzeitig genug, um sich mit BLAKE in die richtige Stimmung zu bringen. Erdiger Rock mit der nötigen Eigenständigkeit und dem Charisma von Sänger Aaro Seppovaara – gepaart mit Sonnenschein und blauem Himmel – was will man mehr!
Etwas heftiger folgte der „Kriegsgott“ SOTAJUMALA – mit finnischem Deathmetal in der zweiten Variante – neben der melodiösen Form (INSOMNIUM & Co.) – hier in der "der Panzer überrollt euch alle"-Version.





Einen Overview über die bisherigen drei Alben bot die Setlist von SOTAJUMALA. Voll auf die Neune, geiles Stageacting und jede Menge Fun bevor es wieder auf die Mainstage ging, wo sich der Spaß in Grenzen und auf den Satz „Mein Freund Abbath würde jetzt Fuck The Sun sagen“ beschränkte.

Setlist SOTAJUMALA:

Syvyydessä
rkku Vailla Vainajaa
8:15
Luut Sinusta Muistuttaen
Sinun Virtesi
Kuolleet, Toinen Jae
Panssarikolonna
Kuolinjulistus
Paratiisin Kutsu





Ich glaube, ich kann es mittlerweile nicht mehr auf zwei Händen abzählen, wie oft ich Meister Tägtgren und HYPOCRISY bereits live gesehen habe und es müssen definitiv keine Male mehr dazu kommen und weiters bin ich so was von froh über die Entscheidung beim SWALLOW THE SUN Auftritt und nicht beim zeitgleichen PAIN Gig gewesen zu sein! Es regierte die Langeweile auf der Bühne – ja steinigt mich all ihr Tägtgren Jünger – der Mann war mal einer der ganz Großen – aber nur die wirklich Großen wissen, wann es Zeit ist aufzuhören bzw. schaffen es, sich nicht zu wiederholen und auch in acht Jahrzehnten die Leidenschaft auf die Bühne zu bringen, die ich sehr vermisste!





Apropos Leidenschaft, da war doch wer – genau DEVIN TOWNSEND enternte zum zweiten Mal in diesem Jahr die TUSKA Mainstage, diesmal mit seinem DEVIN TOWNSEND PROEJCT und mir gefiel die Show fast noch besser als der Headliner Gig des Vortages – so muss eine Show aussehen!

Setlist DEVON TOWNSEND BAND:

Addicted
Supercrush
Numbered
Truth
OM
Deadhead
Gaia
Earth Day
Seventh Wave
Life





Zwei Daumen nach oben für DEVIN TOWNSEND und die Organisatoren, die ihn hier aufs TUSKA geholt haben – ein wahrer Goldgriff.





Gehörig mit Feuer spielten sich KAMELOT, verbrannten sich dabei nicht die Finger und zeigten einmal mehr, dass man die Größe der Bühne ausnutzen kann und Sänger Roy Khan vollzog das mit bodenlangem Mantel und theatralischem Pathos, dazu eine Prise Feuer und Dampffontänen und fertig war das Rezept des Tages, bevor es wieder ein wenig einfacher zuging – back to the roots – und Humor der Marke Åkerfeldt – ja was kann sich ein Schwede in Finnland nicht verkneifen? – genau Anspielungen über die gewisse Hassliebe zwischen Finnen und Schweden, die sich zumindest auf musikalischem Terrain alle sehr lieb haben. Die Rede ist von BLOODBATH, die die Ursprünge des Deathmetal passenderweise auf die Inferno Stage zurückbrachten – inklusive Stagediving – zur Freude der Band – zum Leidwesen der Security und der Photografen – but thats Metal – in einer seiner schönsten Formen.





Bevor ich hier noch sentimental werde oder zu schwafeln beginne, ein kurzes und wenig erfreuliches Ende des zweiten Tages – NEVERMORE. Ja, da ist wieder einer der großen Namen, die im letzten Jahr ja achso so vermisst wurden und die was auf der Bühne machen? – genau – NICHTS! Ich weiß NEVERMORE haben ihren Status und die müssen nicht und bla bla bla. Vielleicht reicht anderen ein mit Kappe und Lederjacke bekleideter Warrel Dane der leidenschaftslos auf der Bühne umhergeht – mir leider nicht.





Hochsommer in Finnland, einer der schönsten der letzten Jahre, da ist eine Lederjacke halt nötig, um zumindest cool zu wirken – HEI FUCK oder besser VOI VITTU – ruht euch nicht auf euren Lorbeeren aus und hofft das die kleinen Kiddies und die Fans der ersten Tage (die wohl ebenso träge geworden sind) weiter eure Alben kaufen – irgendwann fällt ihnen vielleicht der Schleier von den Augen und spätestens dann sollte wieder ne ordentliche Show drin sein. Harte Worte, aber Konzerte und Festivals kosten mehr als dies vielleicht vor zehn Jahren der Fall war und dann sollte man erst recht etwas für sein Geld geboten bekommen!

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Harald
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Beitrag vom 25.07.2010
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