APOCALYPTICA   LIVINGSTON  
19.10.2010 @ Planet Music

Nun ja, nach dem Kurzbesuch im August, der ausschließlich promotenden Charakter hatte, schafften es die Jungs aus Helsinki??? nun auch auf die Spielwiese Wien zurück..... Jahre hat es gedauert, seit ihrem letzten Gastpiel und diesmal mit im Gepäck der neue Longplayer „7th Symphony“, der auch namesgebend für diese Tour mit LIVINGSTON als Support ist. Kurz vor Konzertbeginn haben wir uns abermals Pavoo für ein kurzes Interview geholt und ein kleines Tourupdate durchgeführt, mehr davon an anderer Stelle auf dieser Seite.





Schon zu relativ früher Stunde scharten sich die ersten Groupies oder Hardcore Fans, wie man es auch immer nennen will, vor dem Eingang der Gasometer Halle und man lies sich auch nicht vom doch relativ kühlen und windigen Wetter abhalten – tja, so langhaarige Finnen ziehen halt die Leute an, erst recht wenn sie Cello spielne und das auf so einem qualitativ, hochwertigen Niveau.





Bereits zum Opener LIVINGSTON war die Halle recht ordentlich gefüllt und die Aufregung in so manchen Gesichtern zu sehen. Ein recht knapp bemessenes Set von 30 Minuten, wie es bei uns leider üblich geworden ist, gab einen recht guten Eindruck über die rockigen Songs der britischen Konstellation – an dieser Stelle sollte mal wirklich angedacht werden, Supportacts ihre 45 Minuten zu gönnen – sie haben es sich verdient; und sollte das nicht der Fall sein, stellt sich die Frage warum sie dann als Support engagiert wurden.





Nun zu APOCALYPTICA; über die Band oder deren Werdegang werde ich an dieser Stelle hier nichts mehr verlieren und dieser sollte jedem, der sich auf diese Seite verirrt hat auch soweit auch bekannt sein.
Wie schon von Pavoo im Interview angekündigt, startete der Gig sehr dramatisch in einem Zusammenspiel aus Musik und Licht mit dem passenden „ On the Rooftop With Quasimodo“, das die perfekte Einleitung mit seiner Melange aus ruhigen und dynamischen Passagen bildete und so einen perfekten Übergang in den ersten schnelleren Teil bot.





Nachdem man sich mit dem „Master Of Puppets“ Cover erstmal austoben konnte, wurde kurzerhand ein Gastsänger auf die Bühne geholt und es gab ein Intermezzo an gesanglich unterstützten Liedern mit „End Of ME“ und „I’m Not Jesus“ und nach einem kurzen aufbäumenden Refuse/Resist konnte ein Einblick in die zweite Seite der Saitenvirtuosen gegeben werden.
Was als nächstes kommen würde, konnte bereits bei der Einleitung von Eicca erahnt werden, der einen Einblick in seine feuchten Träume rund um Schlagwerker Mikko „Vittu Perkele“ Sirén gab. Tja so sind die Finnen, keinem hübschen Jungen abgeneigt – nein Scherz beiseite - vielmehr war es eine Anspielung an die Art und Weise wie sie das folgende „Beautiful“ einspielten – nackt, nur mit ihren Cellos (und einem Bass) bekleidet.





Das Package aus „Beautiful“, „Sacra“ und „Bittersweet“ konnte nicht einmal von den lyrischen Gesprächen der Zuschauer, die in etwa wie folgt abliegen, gestört werden: „...der Schwarzhaarige ist sooo geil, aber der Blonde ist auch nicht schlecht...“. Man muss halt Prioritäten setzen auf so einem Konzert und bei diesen Körpern auf der Bühne kann ich mich auch nur noch schwer auf die Musik konzentrieren...





„Bring Them To Light“ brachte dann nochmals den Gastsänger auf die Bühnen, in schickem Klitzeranzug und Sonnenbrille - der King wäre stolz gewesen - und was sich bei dem Song schon anzeichnete, konnte man beim folgenden Cover von Seek and Destroy“ entgültig sehen oder eigentlich besser hören; an Eicca ist ein Sänger verloren gegangen – das hat sich alles andere als schlecht angehört, was er da ins Mikro sang. Nachdem es mit dem folgenden „ Inquisition Symphony“ erstmal aus war, gab es noch einen Dreier als rausschmeißer, der in Edvard Griegs „ Hall of the Mountain King“ gipfelte.





Resümeeziehend muss man APOCALYPTICA einmal mehr zugestehen, eine mehr als grandiose Live Band zu sein; spätestens wenn die Jungs auf der Bühne stehen, zündet auch der letzte Song, der einen auf der Scheibe vielleicht nicht vollends überzeugt hatte - und die Dynamik, Spielfreude und ihre überaus sympathische Art tragen den Rest bei. Schön war auch die „Bühnendeko“ zur aktuellen Tour, die auf die Accessoires wie die pompösen Stühle und dergleichen verzichtete, dafür durch ein perfektes Spiel aus Licht und der Hintergrunddeko überzeugte und das Spektakel optisch abrundete.





Hier gibt zum Abschluss noch die Setlist, die natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit stellt (zu sehr war ich doch auch abgelenkt, ob jetzt der schwarzhaarige (Perttu) oder der blonde (Eicca) geiler war):

On the Rooftop With Quasimodo
2010
Grace
Master of Puppets – METALLICA Cover
End Of Me
I'm Not Jesus
Refuse/Resist – SEPULTURA Cover
Beautiful
Sacra
Bittersweet
Last Hope
Bring Them To Light
Seek & Destroy – METALLICA Cover
Inquisition Symphony
-
At the Gates Of Manala
I Don't Care
Hall Of The Mountain King - EDVARD GRIEG Cover


FOTOS + E-CARDS
www.apocalyptica.com

Harald
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Beitrag vom 04.11.2010
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