LEONS MASSACRE   DON GATTO   FOREVER IN DECAY   PASSING PARADISE  
05.03.2011 @ wakUum

Dicht gedrängt warteten viele Fans schon auf den Auftritt von PASSING PARADISE doch so wirklich in Schwung kamen die Jungs nicht. Schon nach dem ersten Lied riss eine Gitarrensaite und das folgende Neubespannen und Stimmen nahm unangenehm viel Zeit in Anspruch. Als sie dann endlich richtig loslegen konnten, boten sie dem geduldigen Publikum Metalcore mit viel Druck. Für sechs Leute war die Bühne etwas zu klein geraten, wobei sich teilweise die Frage stellte, wozu drei Gitarristen notwendig waren. Für das showmäßige Synchronheadbangen war es sicher jedoch sicher von Vorteil.



Eine musikalische Steigerung bildeten FOREVER IN DECAY. Der selbstbetitelte Smartcore brachte ordentlich Stimmung und auch auf der Bühne war mehr los als Synchronheadbangen. Unterstützung holte sich Sänger Andi schon im ersten Lied von einem befreundeten Sänger, der sich kurzerhand ins Publikum stürzte und einen kleinen Moshpit anstachelte. Auch ohne Unterstützung lieferten FOREVER IN DECAY eine gute Show ab und brachten das Publikum zum Schwitzen.



Etwas aus dem Rahmen fiel die ungarische Hardcore Truppe DON GATTO. Nichts glatt gebügeltes sondern einfach dreckigen Hardcore lieferten diese drei Herren ab. Gittarist Acélos wanderte lieber durch das Publikum als dass er auf der Bühne stehen würde. Doch genug Platz hatte er, da aus unerfindlichen Gründen der größte Teil des Publikums nach FOREVER IN DECAY verschwunden war. Da sich die Bassdrum auf Wanderschaft begab, fanden sich abwechselnd die Sänger von PASSING PARADISE und FOREVER IN DECAY sowie Leute aus dem Publikum auf der Bühne ein um sie auf ihrem Platz zu halten. DON GATTO war diese Kleinigkeiten eindeutig egal und sie lieferten unbeirrt ihre energiegeladene Show ab.



Den Abschluss bildeten LEONS MASSACRE, die sich vor allem durch ihren energischen Frontman auszeichneten. Wie aufgezogen tigerte er über die Bühne und durch das Publikum und vollbrachte dabei stimmliche Spagate zwischen tiefem Gegröhl und hohem Gequietsche, das unweigerlich an ein Schwein auf der Schlachtbank denken ließ. Ebenfalls eine Abneigung gegen Bühnen schien der Gitarrist zu haben, der sich nur selten auf der Bühne befand und lieber im Publikum herumlief. Musikalisch boten sie soliden Screamo der sich jedoch nicht wirklich von der Masse abheben kann. Als Liveerlebnis sind LEONS MASSACRE jedoch jeder Zeit zu empfehlen.



Trotz, oder gerade wegen der vielen technischen Probleme hatte dieser Konzertabend seinen eigenen Charme und brachte doch eine große Palette von Musikgenres unter einen Hut.


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Lena
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Beitrag vom 16.03.2011
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