BLACK LABEL SOCIETY   GODSIZED  
15.03.2011 @ Arena

Das Thermostat kletterte heuer das erste Mal auf angenehme 20 Grad und die ersten Frühlingsanbeter sah man schon in kurzen Hosen zur Arena pilgern. Grund für den Ausflug nach Wien war diesmal niemand geringeres als die Amerikaner von BLACK LABEL SOCIETY. Gleich bei der Ankunft wurde mir klar, dass der Konzertsaal heute zum bersten gefüllt sein wird, da vor der Kassa noch jede Menge Fans versuchten Karten zu bekommen. Obwohl ausverkauft, zeigten die Veranstalter ein Herz und ließen anscheinend die restlichen Metalheads auch noch in die Arena.

Nach einem kurzen staunenden Blick auf das Merchandise, wurde der Weg zur Bühne zum Spießrutenlauf, da anscheinend alle Anwesenden einen Blick auf die Vorband werfen wollten. Der Job des Anheizers gehörte an diesem Abend GODSIZED aus Großbritannien, bei denen der Großteil des Publikums eher annahm, es mit Amerikanern zu tun zu haben. Zelebrierten die vier bärtigen Jungs doch eher perfekte Südstaaten Rock. Auch optisch orientierte man sich ein wenig an ZZ Top und dem Hillbilly Style á la LYNYRD SKYNYRD. Starke Vorstellung von GODSIZED, die mit ihrem düsteren und verdammt schnellen Rock ziemlich gut bei der Meute ankamen. Erst im Jahr 2008 gegründet, konnte man schon auf den Zug von Mr. Zakk aufspringen um im Vorprogram Europa zu erobern. Weiter so, und man wird noch viel von den Briten hören.

Irgendwie kämpfte man sich doch in die vorderen Reihen, doch leider konnte man den Rodies diesmal nicht beim Bühnenaufbau zusehen, da ein gigantisches Band – Transparent die Sicht auf die Bühne verdeckte. Somit schien die Umbaupause endlos lange zu dauern. Kurz nach halb zehn fiel endlich der Vorhang und ohrenbetäubender Jubel verkündete die Ankunft von Zakk Wylde und seinen Jungs. Los ging es nach dem Intro mit The „Beginning... At Last“ vom 1999er Album 2Sonic Brew". Von Beginn an fetter Sound, eine verdammt gut gelaunte Band und ein stimmgewaltiges Publikum ließen sofort erahnen, dass man einen genialen Gig vor sich hatte.



Optisch gehört Zakk sicher zu den imposantesten Personen, die das Musikgeschäft zu bieten hat. Groß wie ein Bär, ein unglaublich langer Bart, langes wehendes blondes Haar, eine legendäre Lederjacke und gigantische Oberarme, die einem locker den Lebenssaft aus dem Körper pressen könnten, lassen die eine oder andere Person in Ehrfurcht erstarren. Stimmlich erwischte der Hüne einen perfekten Tag. Egal ob schnelle und harte Songs, oder romantische Balladen, jeder Ton saß.

Besonders gut kamen die Songs vom Album 2Mafia" an, das für mich der beste Silberling von BLACK LABEL SOCIETY ist. War die Stimmung sonst schon spitzenmäßig, stieg der Lautstärkenpegel bei „Suicide Messiah“, „Fire It Up“ oder „What's In You“ nochmal deutlich an, was bei ein paar Ohren sicher für erhebliches Sausen sorgte. Ohropax gehörten zur Grundausstattung, und ebenfalls ein gutes Zubehör wäre ein Regenponcho gewesen. Offenbar schmeckte einigen der Gerstensaft nicht, da er lieber über die feiernde Menge geschleudert wurde. Naja wer die Kohle über hat!



John DeServio am Bass, Nick Catanese an der Rhythmusgitarre und Drummer Martin William Hunt machten ihre Jobs sehr gut, spielten aber hinter Zakk nur die zweite Geige, und ließen ihrem Bandleader den Platz an der Sonne. Zwei weitere Highlights gab es auch noch. Das Zakk auch eine gefühlvolle Seite hat, zeigte er bei „In This River“, bei dem er am Keyboard brillierte. Super Song, der zum kurzen verschnaufen genutzt wurde, ehe es bei „Parade Of The Dead“ wieder richtig laut wurde. Widmete man den Titel niemand geringerem als dem 2004 verstorbenen Dimebag Darrell. Zwei Transparente mit dem Antlitz des Gitarrenhelden zierten die Rückseite der Bühne und rührte sicher ein paar Rocker zu Tränen. Respekt an diese wirklich coole Huldigung.

Die übliche Unterbrechung vor der Zugabe sparte man sich, und schoss „Stillborn“ als letzten Song in die Menge. Und so ging ein fantastischer Konzertabend zu Ende, bei dem einem durchgehend Glückshormone in die Rübe knallten.



Setlist BLACK LABEL SOCIETY:

1.The Beginning... At Last
2.Crazy Horse
3.What's in You
4.The Rose Petalled Garden
5.Funeral Bell
6.Overlord
7.Parade of the Dead
8.Keyboard Solo
9.In This River
10.Fire It Up
11.Guitar Solo
12.Godspeed Hell Bound
13.The Blessed Hellride
14.Suicide Messiah
15.Concrete Jungle
16.Stillborn

Fazit: BLACK LABEL SOCIETY sind gigantisch.


FOTOS + E-CARDS
www.blacklabelsociety.com

AndyVanHalen
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Beitrag vom 21.03.2011
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