DIE APOKALYPTISCHEN REITER   TURISAS   AKREA  
01.04.2011 @ Posthof

Dass Pagan Metal in Linz gut ankommt, ist nichts Neues. Alle paar Monate steht ein Heidenfest oder ein musikalisches Treffen diverser nordischer Bands im Posthof an. Diesmal wurden DIE APOKALYPTISCHEN REITER erwartet und im Gepäck hatten sie die Finnen von TURISAS und die Deutschen von AKREA.

Die Germanen durften an diesem Abend, im fast ausverkauften mittleren Saal die Show eröffnen. Eine gut gelaunte Meute feierte mit den Pfälzern von der ersten Minute an, und jeder war gut gelaunt. Die Mischung aus Melodic Death, Pagan und Viking Metal, gemischt mit ausschließlich deutschen Texten, ließen die Haare in Massen kreisen. Die Songs „Tribock“ und „Meteor“ seien hier besonders hervorgehoben, da sie bei den Zusehern am besten ankamen. Der Tanzstil von Sänger Sebastian Panzer sorgte für ein paar Lacher unter den Anwesenden. Nichts desto trotz eine aufstrebende sympathische und lustige Truppe.



Bei den 1997 gegründeten Nordmännern von TURISAS war der Weg vor die Bühne noch um eine Spur anstrengender, da sich die Anzahl der Besucher nun deutlich erhöhte. TURISAS steht übrigens für den Namen des finnischen Kriegsgottes. Da man nur eine Dreiviertelstunde Spielzeit hatte, konzentrierte man sich auf das Wesentliche. Und in diesem Fall stand das Wesentliche für Metal und Bier in Strömen. Und mit Aufforderungen an die Fans, örtliche „Bier gröl Lieder“ zu singen, und Ansagen wie: „This is fucking Lidl Beer“ machte man sich viele Freunde.

Kämpfte man zu Beginn noch mit ein paar Soundproblemen, waren diese spätestens beim stark geforderten „Rasputin“ vergessen. Weitere Schmankerl wurden mit der Schlachthymne „Battle Metal“ und „Stand Up And Fight“ serviert. Coole Nummern die das erste Mal den Circlepit starteten. Optisch kamen die Jungs rund um Frontmann Mathias „Warlord“ Nygård heutzutage im Mad Max Stil daher, wobei sich die Frage stellte, ob die rot-schwarze Schminke im Gesicht viel Sinn machte, da sie nach dem zweiten Song nicht mehr dort war wo sie hin gehörte. Beeindruckend sah es trotzdem aus. Absoluter Höhepunkt war aber an diesem Abend der Überhit „Rasputin“ der lautstark mitgesungen wurde. Geile Nummer, bei der das Publikum zeigte wie gut es gesanglich drauf war. Großes Lob auch an Geiger Olli Vänskä, der sein Instrument perfekt beherrscht und TURISAS unter den Epic Pagan Bands hervorheben lässt.



Um kurz nach Zehn war es endlich soweit, unter tosendem Applaus betraten DIE APOKALYPTISCHEN REITER die Bühne. Erster Hingucker, wie sonst auch, war natürlich wieder mal Keyboarder Dr. Pest. Sein Ganzkörperkostüm würde bestimmt auch bei dem einen oder anderen Erwachsenenfilmchen gut passen. Da erst vor Kurzem das neue Werk der Reiter erschien, stand der Auftritt im Zeichen von „Moral Und Wahnsinn“. Somit konzentrierte man sich eher auf das neue Material und mischte es mit den größten Hits aus den vergangenen Dekaden. Die neuen Songs wie „Gib Dich Hin“, „Die Boten“ oder „Hört Auf“ kamen bei den Fans genauso gut an, wie die Klassiker „Revolution“ oder „Der Teufel“.



Ein paar optische Einlagen wurden auch geliefert, so gab es jede Menge Konfetti und Rauch. Besonders eingenebelt wurde man bei „Moral Und Wahnsinn“, bei dem Gitarrist Adrian „Ady„ Vogel und Bassist Volkmar „Volk-Man“ Weber in Schutzanzügen und Schutzmasken auf die Bühne kamen. Nach der Atomkatastrophe in Japan, könnte man die Verkleidung vielleicht als Warnung verstehen. Sänger Daniel „Fuchs“ Täumel war gut bei Stimme, scherzte von Beginn an mit seinen Fans und das Dauergrinsen des Deutschen wirkte ansteckend. Und so sah man jede Menge gut gelaunte Menschen, die bei Titel wie „Wir Reiten“ oder „Der Adler“ freudig im Moshpit ihren Spaß hatten.

Nach kurzer Unterbrechung gab es noch zwei Zugaben, bei den unter anderem die Titel „Seemann“, „Riders On The Storm“ oder die geniale neue Ballade „Ein Liebes Lied“ gespielt wurden, bei dem brav die Feuerzeuge geschwenkt wurden.




Setlist DIE APOKALYPTISCHEN REITER:

Die Boten
Gib Dich Hin
Es Wird Schlimmer
Erwache
Revolution
Friede Sei Mit Dir
Hört auf
Der Teufel
Dr. Pest
Moral & Wahnsinn
Wir Reiten
Hammer Oder Amboss
Der Weg
Der Adler
Dir Gehört Nichts
Du Kleiner Wicht
-
Ein Liebes Lied
Seemann
Roll My Heart
-
Riders On The Storm
Die Sonne

Und so ging ein toller musikalischer Abend zu Ende, und voller Erwartung wird schon auf den nächsten Ritt DER APOKALYPTISCHEN REITER gewartet.



FOTOS + E-CARDS
www.reitermania.de

AndyVanHalen
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Beitrag vom 07.04.2011
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