ONSLAUGHT   SUIDAKRA   FINAL DEPRAVITY   DEATH MENTALITY   BIRTH OF HORUS  
15.04.2011 @ ESCAPE Metalcorner

Schon vor einigen Jahren wollte ich zu den reunierten UK-Thrashern von ONSLAUGHT nach Wien pilgern, jedoch fiel die Tour ins Wasser und ich konnte mich erst auf einem Festival-Gig von den Live-Qualitäten der Truppe überzeugen. Die deutschen Labelkollegen SUIDAKRA durfte ich hingegen schon des Öfteren bewundern und war jedes Mal wieder begeistert von deren Performance und der Stimmung, die diese hervorriefen. Die dritte Combo im Bunde wäre eigentlich DEBAUCHERY gewesen. Leider sagte die Band kurz vor Tourstart, aus nicht näher bekannten Gründen, ab. Schade, denn das aktuelle Album knallt richtig schön.

Eröffnen durften an diesem Abend im Keller des Escape die Österreichischen Musiker von BIRTH OF HORUS. Thrash meets Death mit brutalen Shouts, modern angehauchten Riffs und guten Melodien, wurde ungefähr 25 Minuten lang geboten, der trotz des noch nicht ganz sauberen Sounds den Zuschauern gefiel. Es sollte die erst 2007 gegründete Truppe DEATH MENTALITY folgen, jedoch waren da die Interviews mit den Hauptbands angesagt.

So enterten wir erst zu FINAL DEPRAVITY aus dem Ruhrpot, die für DEBAUCHERY in dei Bresche gesprungen sind, wieder den Keller. Im letzten Jahr veröffentlichten die Thrasher ihr Debüt „Nightmare 13“, das natürlich ausgiebig vorgestellt wird. Sofort hört man den Jungs an, dass sie aus der Heimat von KREATOR und SODOM kommen. Schneller, bruatler Thrash Metal, der aber auch mit passenden Gitarrenleads nicht geizt. Technisch auf hohem Niveau, mit gutem Sound und viel Energie zeigten sich die Deutschen als guter Ersatz für die Death´N`Roller DEBAUCHERY. Einzig der Gesang von Frontkehle Dennis wollte mir persönlich nicht so gefallen, aber das ist auf jeden Fall Geschmackssache.

Nach kurzer Pause starteten die Celitc Death Metal Pioniere SUIDAKRA ihr Set mit dem neuen Brocken „Dowth 2059“ und dem dazugehörigen Intro „Over Nine Waves“, und schon war die Stimmung großartig.



Die Band war bei bester Laune und vollgepumpt mit Energie, die sie sogleich auf die Zuschauer übertrugen. Danach starteten die Jungs eine Reise durch die Diskografie. Egal ob Klassiker wie „Pendragons Fall“ und „Gates Of Nevermore“ oder neuere Kracher wie „The IXth Legion“, die Songs wurden perfekt inszeniert und machten mächtig Spaß. Arkadius, Marcus, Lars und Tour-Gitarrist Marius, der richtig gut zur Band passt, scherzten und quatschten zwischendurch immer wieder mit den Fans, was die Stimmung umso mehr hob. Richtig abgefeiert wurde auch das starke Instrumental „Dead Man´s Reel“ und auch „Darkane Times“ hat nach fast zehn Jahren nichts an seiner Genialität verloren.

Kleinigkeiten, wie eine zu kleine Bühne oder ein rausgeflutschtes Gitarrenkabel, überspielte die Band einfach mit einem Lächeln und lieferte einen mehr als souveränen Auftritt, mit dem sie ONSLAUGHT sogar den Posten als Headliner streitig machen konnten.



Setlist SUIDAKRA:

Over Nine Waves
Dowth 2059
Pendragon´s Fall
The IXth Legion
Dead Man´s Reel
Isle Of Skye
Stone Of The Seven Suns
Shattering Swords
Gates Of Nevermore
Darkane Times
Fury Fomoraigh
Balór
Wartunes

Das durften die UK-Thrasher natürlich nicht auf sich sitzen lassen und enterten nach nur knapp zehn Minuten die Bühne, um ein fettes Thrash-Feuerwerk zu zünden. Mit dem Knaller „Killing Peace“ vom gleichnamigen Comeback Album. „Rest In Pieces“ war nicht minder brachial und lockte noch mehr Fans vor die Bühne. Man merkte schon, dass sich das Publikum in den ersten Reihen etwas veränderte. Der Alterschnitt stieg leicht an und Lederjacken und Kutten wurden vermehrt entdeckt. Auch ONSLAUGHT, die ihr halbes Equipment im Bus lassen mussten, nahmen die kleine Bühne locker und zeigten, dass sie richtig gut drauf waren. Fronter Sy Keeler bei bester Laune und guter Stimme, brüllte die Songs sauber ins Micro und traf auch die hohen Töne, die es bei ONSLAUGHT immer mal wieder gibt. Respekt auch an den neuen Drummer Michael Hourihan (DESECRATION), der sich innerhalb weniger Tage die Nummern in die Birne holzte.




Auch wenn mit dem Titeltrack von „Sounds Of Violence“, „Code Black“ oder dem groovenden „Burn“ viele neuere Nummern gespielt wurden, gab es in dem Set so manch Überraschung. Klar "(Onslaught) Power From Hell“ musste gespielt werden – ist ja schon Kult das Teil, aber auch die Heavy Metal Nummer „Metal Forces“ oder das punkig-rumpelnde „Angels Of Death“ sorgten für viel Stimmung, fliegende Matten und einen kleinen aber feinen Moshpit. Man verabschiedete sich kurz und kam nach kurzer Zeit wieder zur Tür rein, um den MOTÖRHEAD Klassiker "Bomber" abzufeuern, dass man damit frenetischen Jubel als Gegenleistung bekam, war klar. ONSLAUGHT beendet den Abend dann energiegeladen wie er angefangen hat mit „Thermonuclear“ und versprachen, sich mit den Fans an der Bar zu treffen.




Setlist ONSLAUGHT:

Killing Peace
Rest In Pieces
Let There Be Death
Sound Of Violence
Angels Of Death
Seeds Of Hate
Metal Forces
Code Black
Burn
Born For War
(Onslaught) Power From Hell
-
Bomber
Thermonuclear


Auch wenn es schade ist, dass DEBAUCHERY sich nicht blicken ließen, gab es was die Stimmung und die Qualität des musikalischen Abends betrifft keine Abstriche, denn neben den aufstrebenden Supporten machen SUIDAKRA und ONSLAUGHT mit vollem Einsatz das Konzert zu etwas Besonderem. Beide Truppen sind ihr Geld allemal wert.

www.suidakra.com
www.myspace.com/onslaughtuk


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Beitrag vom 20.04.2011
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