FUNERAL FOR A FRIEND   FROM DAWN TO FALL   SET YOUR GOALS   WE ARE THE OCEAN   THE BLACKOUT  
11.05.2011 @ Arena

In den letzten Jahren war das Give It A Name Festival fast immer ausverkauft, umso verwunderlicher waren daher die fast leere Halle und die nur wenigen Fans die sich wartend vor der Arena einfanden.

Die erste Band des Abends, THE BLACKOUT, spielte tatsächlich vor einer fast leeren Arena. Doch statt enttäuscht eine halbherzige Show zu liefern, nutzen die Waliser diese Umstände zu ihrem Vorteil. So verließ Sänger Sean Smith kurzerhand die Bühne und bildetet sich in mitten des Publikums seine eigene Bühne und sorgte mit seinem energiegeladenen Ein-Mann-Moshpit für Stimmung. Das perfekte Zusammenspiel der Stimmen von Sean Smith und Gavin Butler brachten sie auch live ohne Probleme herüber und belohnten so die wenigen doch treuen Fans mit einer Klasse-Show.



Schon etwas gefüllter war die Arena für den Auftritt von WE ARE THE OCEAN. Was bei dieser Band sofort auffiel, war die Stimmkraft von Sänger Liam Cromby, die seine Bandkollegen in den Schatten zu stellen drohte. Auch hier funktionierte das Abwechslungsspiel zwischen den Stimmen der zwei Sänger erstaunlich gut. Nachdem Shouter Dan Brown seinen Ausflug ins Publikum beendet hatte, entstand der erste Circlepit des Abends und beim Publikumsliebling „Confessions“ brüllten die Fans aus voller Kraft mit. Fast waren die anfänglichen Probleme mit der Snare-Drum und die daraus resultierende Wartezeit vergessen.



Zwar verringerte sich die Zuschauerzahl für SET YOUR GOALS wieder, doch die wenigen dagebliebenen Fans machten diesen Umstand mit ihrer Energie wett. Ihren Pop-Punk lieferten die Herren mit einer gewaltigen Ladung Partylaune ab und animierten das Publikum damit zu Moshpits und Bühnen-Invasionen. Die Sänger Jordan Brown und Matt Wilson wirkten wie aus einer Schülerband und zeigten sich teilweiße leicht überfordert mit ihren wilden Fans. Im Vergleich zu den bisherigen Bands schafften sie es auch nicht, ihren Gesang annähernd so gut wie auf ihren Alben abzuliefern.



Mit FROM DAWN TO FALL fand sich die einzige Heimische Band des Abends auf der Bühne wieder. Doch den internationalen Vergleich brauchten sie nicht zu scheuen und konnten mit den anderen Bands des Abends locker mithalten. Der Heimvorteil war deutlich zu spüren, denn FROM DAWN TO FALL spielten eindeutig vor dem größten Publikum des Abends. Gesanglich reihte sich Sänger Stefan Eckhard in die überragenden Performances des Abends ein und der mit elektronischen Klängen unterlegte Pop-Rock der Österreicher brachte die Arena zum Tanzen. Als sie auch noch ein Cover von OWL CITYs „Fireflies“ boten, sang (fast) die ganze Arena.



Als Headliner betraten FUNERAL FOR A FRIEND die Bühne und legten eine geniale Show hin. Der Saal leerte sich zwar von Song zu Song immer mehr, doch die Dagebliebenen genossen die Performance umso mehr. Sänger Matthew Davies-Kreye trumpft zwischen den Liedern mit seinen Deutschkenntnissen auf und während der Lieder mit seinem Gesang. Unterstützt wurde er von Drummer Ryan Richards, der es schaffte, trotz intensiven Schlagzeugspiels auch noch Shouts zu liefern. Eindeutiger Höhepunkt war der Klassiker „History“, bei dem das Publikum Arme-schwingend und mitsingend für Atmosphäre sorgte.



Trotz des geringen Publikum-Ansturmes war auch dieses Give It A Name Festival, zu mindest für das Publikum, ein Erfolg. Fünf Bands, die alle auf ihre eigene Weise überzeugen konnten, sieht man auch nicht alle Tage…


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Lena
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Beitrag vom 24.05.2011
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