METAL OVERDOSE #36: SERGEANT STEEL   ECLIPTICA    DOCTOR ROCK   DRAGONY   SCAVENGER OF SOUL  
03.06.2011 @ Posthof

Das Metal Overdose ging in die 36. Runde und bot den perfekten Rahmen für die Releaseparty des Debüt-Albums „Lovers & Maniacs“ der Linzer Rockband SERGEANT STEEL. Passend dazu fiel das Band Line-Up etwas rockiger im Vergleich zu vergangenen Ausgaben des Metal Overdose aus. Die geladenen Bands an diesem Abend waren die etwas aus dem Rahmen fallenden Melodic Deather SCAVENGER OF SOULS, die Power Metal spielenden Wiener DRAGONY, DR. ROCK mit Heimvorteil und ECLIPTICA. Wem aller das Verpassen des Länderspiels egal war, stand also im Linzer Posthof und konnte sich über eine Show mit viel Gefühl, guter Stimmung, Power und Rock´N´Roll freuen.

Etwas verspätet eröffneten die jungen Death Metaller von SCAVENGER OF SOULS das Metal Overdose, die aufgrund ihres Musikgenres etwas aus dem Rahmen des rockigen Themas des Abends fielen. Trotz anfänglicher Tonschwierigkeiten, lieferten sie aber einen passablen Auftritt und es sammelten sich auch schon einige Zuschauer im Saal, um die junge Nachwuchs-Truppe zu bestaunen. Melodischer Death Metal mit technischen Spielereien und einer Vorliebe für schwedische Sounds, gepaart mit thrashigen Parts, machten auch den Power Metal Fans und Rockern viel Spaß.



Danach folgte die Power Metal Band DRAGONY (ehemals THE DRAGONSLAYER PROJECT), die einmal mehr eine wunderschöne Show ablieferten. Fulminant starteten DRAGONY mit dem Song „The Longest Night“ aus ihrem in Kürze erscheinenden Album „Legend“. Ein weiteres Highlight war das Ronnie James DIO Cover „Rainbow In The Dark“, bei dem einmal mehr die unglaubliche Stimme von Siegfried, die an Power Metal Vocals á la Tobias Sammet oder Fabio Lione erinnern lässt, begeistern konnte. Sein Gesangstalent passt somit wunderbar zum epischen Sound der Truppe. „Alcador“ und „Wings Of Night“ waren zwei weitere Songs ihres neuen Albums, die an diesem Abend vorgebracht wurden. Nach so einer fantastischen Show – im wahrsten Sinne des Wortes – kann man schon sehr gespannt sein auf das neue Album und um sich die Zeit bis dahin zu verkürzen, stehen bereits zwei Songs auf ihrer Homepage www.dragony.net gratis zum Download zur Verfügung.




Die Hard-Rocker von DOCTOR ROCK begaben sich kurz darauf auf die Bühne und wurden von einem bereits sehr gefüllten mittleren Posthofsaal begrüßt. Die Oberösterreichischen Rock´n´Roller feierten eine einzige Party mit dem Publikum. Songs wie „Always Remember“, der Partyknüller „The Bitch Is Back“ oder „Clock Strikes Midnight“ vom aktuellen Album „Foolz & Playboyz“ wurden lautstark mitgesungen und abgefeiert. Zum Abschluss hieß es dann noch „Doctor Rock (Will Come For You)“ und der Posthofsaal tobte. Dank des Heimvorteils und den unzähligen Live-Auftritten kannte natürlich so ziemlich jeder die Songs der sympathischen Truppe, was die Fans mit lautstarken Chören und einer ausgelassenen Stimmung dankten.




Setlist DOCTOR ROCK:

Faster & Harder
Keep Coming
Always Remember
Bitch Is Back
Time For Everything
Dreaming of D-Land
Clock Strickes Midnight
Doctor Rock

Die Wiener Power Metal Band ECLIPTICA hatte leider keinen Heimvorteil wie die Linzer Rock-Ärzte und daher (oder auch vielleicht aufgrund des Länderspiels) leerte sich der Saal etwas. Völlig zu Unrecht, denn die fünf Herren plus Dame boten eine tolle Show mit viel Power, aber auch viel Gefühl. Los ging es mit Songs wie dem neuen „Fire: Burn“, das auf dem kommenden Album Platz finden wird und dem bereits bekannten „My Paradise“. Ein kleines kitschiges Highlight war das Duett von Sängerin Sandra Urbanek und Thomas Tieber mit dem Namen „Without You“. Dabei wurden zwei Akustikgitarren in Szene gesetzt. Trotz einiger Besetzungswechsel zeigte sich die Band als eingespielte Einheit und begeisterte die Dagebliebenen. Die Wiener schafften es somit wiedermal das Publikum in ihren Bann zu ziehen und sie verabschiedeten sich würdig mit einem Song aus ihrem letzten Album „Impetus“ mit dem Titel „Land of Silence“.




Setlist ECLIPTICA:

Fire: Burn
Dreamland
My Paradise
Blackened Day
Without You
Ready for a Ride
Love and Misery
Land of Silence

Dann wurde es Zeit für den Headliner des Abends: SERGEANT STEEL. Der Saal war wieder ordentlich voll und die Linzer rockten, was das Zeug hielt. Die junge Truppe, die aus der Asche von BLOOD STAINED hervorging, startete natürlich wieder mit viel Elan in ihr Set und ließen auch den typischen Glam Rock Kitsch nicht vermissen. Die Stammtruppe hat sich etwas verändert und so bediente an diesem Abend bereits der Neuzugang Ronny Roxxx den Bass. Auf der Bühne war viel Bewegung zu sehen und der mittlere Posthofsaal füllte sich auch wieder allmählich. Auch hier machte sich der Heimvorteil sehr bemerkbar. „Hammer Of Love“, „Chasing Love“ und die an QUEEN angelehnte Ballade stammen allesamt vom Debüt, das bereits im letzten Jahr in Eigenregie veröffentlicht wurde und dieser Tage nochmals über ihr Label erscheint und sind den Fans aufgrund dessen natürlich bereits bekannt. Aber mit „You Shook Me All Night Long“ von AC/DC, und ELVIS Klassiker “Jailhouse Rock” gab es natürlich auch fremdes Futter. Weiters lieferte die Truppe Songs, die es nicht auf dem Album zu bewundern gibt, die da „Mama Horney“ oder „Some Girls Are Ladies“, welches stark an „My Sharona“ erinnerte, heißen. Dank gefülltem Haus, viel Power und stimmkräftigen Zuschauern schafften es Phil Vanderkill, Jack Power und der Rest der Truppe es mühelos das Overdose zu headlinen und einen gelungenen Abend würdig abzuschließen. Dies taten die Jungs mit dem QUEEN Evergreen „We Will Rock You“, welches in Solo-Orgien ausuferte.




Setlist SERGEANT STEEL:

Cry Out Your Heart, Baby
Hammer Of Love
Chasing Love
Still in Love
Taker Of My Heart
Some Girls Are Ladies
You Shook Me All Night Long (AC/DC)
Give Me A Call
Mama Horny
Jailhouse Rock (ELVIS)
Nuts Of Steel
Looking For An Angel
We Will Rock You (QUEEN)

Ein rockiges bzw. Power Metal lastiges Metal Overdose gab es bisher selten, aber meiner Meinung nach sollte und darf das nicht das letzte Mal gewesen sein, denn neben der Death Metal Flut, gibt es in Österreich auch genügend aufstrebende Bands der klassischen Metal Ausrichtung.


FOTOS + E-CARDS
www.myspace.com/posthof_metal

Sunny
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Beitrag vom 13.06.2011
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