THE CARRIER   ALL TEETH   LANDSCAPES   BETWEEN THE BEASTS  
11.08.2011 @ B 72

Vom lokalen Support BETWEEN THE BEASTS konnte ich leider nur noch den letzten beiden Songs lauschen, was die österreichische Formation zum Besten gab war aber durchaus ansprechend und später wurde offensichtlich, dass die Band einen Haufen Fans mobilisiert zu haben schien. Denn eigentlich war das B72 bei BETWEEN THE BEASTS am besten gefüllt.

Die darauffolgenden LANDSCAPES aus dem Vereinten Königreich überzeugten dann mit feistem Hardcore, gewürzt mit einem tüchtigen Punch Rock’n’Roll und so gemahnten die Herrschaften in ihren besten Momenten, und von denen gab es doch einige, an Szenegrößen wie THE HOPE CONSPIRACY, MODERN LIFE IS WAR oder auch ALL PIGS MUST DIE. Das Publikum schon etwas ausgedünnt, strafte die Band allerdings mit einem gehörigen Respektsabstand und so verbrachte der Shouter Shaun, die meiste Zeit vor der Bühne als auf dieser und versuchte die Anwesenden zu mobilisieren.

Ob des straffen Zeitplans bei vier Bands, blieb auch zwischen den einzelnen Acts wenig Zeit im Schrebergarten des B72 gemütlich sein Bier zu trinken und so bolzten bald darauf ALL TEETH aus den USA munter drauflos. In der Tradition von AMERICAN NIGHTMARE oder BLACKLISTED werden musikalisch keine Gefangenen gemacht und großteils auf Breakdowns verzichtet. Zwar erreicht das Quintett nicht ganz die emotionale Tiefe der obengenannten Bands, dennoch legten ALL TEETH einen wuchtigen Auftritt hin und hinterließen den sehr positiven Eindruck den die EP „Young Love“ noch unterstreicht.





Der Headliner des Abends gaben THE CARRIER, beheimatet auf dem CONVERGE-Label Deathwish Records. Und die Band aus Boston steht für Karthasis, nicht umsonst heißt der letzte Release der Band „Blind To What Is Right“ und Brüllwürfel Anthony Traniello steigerte sich in Selbstzweifeltriaden, neigte dann allerdings des öfteren zu zuviel Pathos. So klopfte er sich während des einem oder andern Mid-Tempo Parts mit grimmiger Miene das Mikro gegen die Brust. Ging es die ersten Minuten des Auftritts im Publikum noch hochher, ebbte die Stimmung allerdings bald ab und es kam nur noch vereinzelt zu Bewegungsausbrüchen im Publikum, wie beim abschließenden „Hit“ der Band „Alcatraz“. Irgendwie wollte der Funken aber nicht so recht überspringen, ob es an der Location lag oder an der Band, der am Ende ihrer Tour es doch schon etwas an Motivation und Spielfreude fehlte? Schwer dies festzumachen.

Aufgrund der guten Lage und des doch annehmbaren Sounds im B72, mögen doch in Zukunft öfter kleinere HC-Konzerte dort stattfinden.


FOTOS + E-CARDS
www.myspace.com/thecarrierhc

tsunemoto
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Beitrag vom 15.08.2011
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