FINNTROLL   WINTERSUN   TURISAS   ALESTORM   DORNENREICH   ARKONA   TROLLFEST   TODTGELICHTER   SKALMÖLD  
02.10.2011 @
Tja, es muss ja nicht immer Österreich sein, deswegen kommt der Konzertbericht einfach mal aus Berlin. Die Spannung, wie wohl die Stimmung wird, war natürlich dementsprechend groß.

Irritierend war von Anfang an die Uhrzeit. Welcher Unmensch setzt ein Konzert um 14.30 Uhr an? Nun ja, mal sehn. Vor dem Postbahnhof sammeln sich schon seit 13.50 Uhr Leute an und oha, die Stimmung ist großartig! Eine Riesenschlange wartet in der brütenden Hitze darauf eingelassen zu werden.

Nachdem die Hürde des Einlasses überwunden ist, geht’s auch schon los und zwar mit der isländischen Band SKALMÖLD. Die Jungs geben richtig Stoff und lassen sich auch nicht von der Uhrzeit (15.15 Uhr) irrtieren. Mit Krawall und fettem Sound heizen sie die anfangs spärlich, gegen Ende gut gefüllte Halle für ihre Nachfolge richtig aufr. Nach dem heftigen Abschied und vielen "Zugabe"-Rufen muss gesagt werden: Die Isländer stehen ganz oben auf der "Ich muss die Alben haben!"-Liste!





Nach dem fulminanten Auftakt von SKALMÖLD folgt die Hamburger Band TODTGELICHTER. Die Frage ist nur, was genau soll das sein? Wenigstens sieht man auch im restlichen Publikum verwirrte Gesichter, trotzdem ist ein Teil richtig begeistert und lässt sich mitreißen. Stilmäßig ähneln die Hamburger den früheren Zeiten von SAMSAS TRAUM. Eine Überraschung war der Song "Neon", denn der Sänger kann richtig geil screamen.

TROLLFEST folgt den Hamburgern und hinfort sind die Zweifel des heutigen Line-Ups. Rotzfrech tritt der Sänger als Flasche verkleidet auf und bringt die gerammelt volle Halle zum Beben. Die Stimmung verleitet zum ersten Moshpit des Abends. Die Luft steht, doch glücklicherweise zaubert die Lüftung dem äußeren Rand der Menge eine Gänsehaut, oder ist es der Bombensound der Norweger? Ein weiterer Pluspunkt sind die ungewöhnlichen Instrumente wie Saxofon und Akkordeon. Die Menge tobt und schwitzt, bereit für die nächste Runde?





Schweißtreibend geht es weiter, denn ARKONA lässt dem Publikum keine ruhige Sekunde. Leider enthalten die Russen den Leuten den Großteil ihrer neuen Songs, doch "Stenka Na Stenku" und auch der wohlbekannt Song "Goi, Rode, Goi" sind mit am Start. Die Masse ist begeistert, ist doch die ganze Halle bis zum letzten Platz gestopft voll. Circlepits und Moshpits und Liter an Schweiß machen den Auftritt von ARKONA wieder einmal zu einem Highlight der besonderen Art. DORNENREICH steht nach dem Verlassen von ARKONA schon in den Startlöchern und machen eine recht gute Stimmung, doch leider folgen nicht alle Besucher dem Sound der Österreicher. Anfangs schien es wie ein Tiefpunkt des Abends, doch ein bisschen Entspannung tut dann doch ganz gut.





Schottischer Pirate-Metal voraus! Fett, fett, fett! ALESTORM fordern die Menge aufs Neue heraus und siehe da: Das Publikum hat noch immer genug Energie um mitzugrölen und fette Moshpits anzureißen. Alle Achtung! Auch die Schotten scheinen beeindruckt die Bühne zu verlassen und betonen immer wieder: Berlin ist eine super Stadt um Konzerte zu geben.

Es wird Abend und TURISAS stehen vor der Tür. Die Finnen halten nicht viel von Beleuchtung, was den Fotografen zwar sichtlich gegen den Strich geht, aber was soll's! Moshen und Headbangen ist angesagt, TURISAS bieten einen wunderbar genialen Auftritt und kaum Zeit zu verschnaufen.





Nun folgt der wohl am meisten erwartete Act des Abends: FINNTROLL. Moment haben sie heimlich die Bandmitglieder ausgetauscht? Nein, nein! Egal, das spielt keine Rolle. Zur Freude aller Fans stellt FINNTROLL zwei Songs vom kommenden Album vor und so viel sei gesagt: Uns erwartet eine echt geile neue Scheibe im typischen Stil!

Den Abschluss bilden WINTERSUN nach knapp neun Stunden Konzertdauer. Zahlenmäßig ist die Menge geschrumpft, doch einmal wird noch alles gegeben, auch wenn die Luft kaum mehr brauchbar ist und nur noch steht, vor allem durch den Nebel von WINTERSUN. Die gesamte Technik und wird noch mal richtig ausgenutzt. Fetter Epic-Metal zum Ende und hey, die sind richtig gut, auch wenn sie in knapp sieben Jahren nur ein Album rausgebracht haben.





Alles in allem war das Line-up dieses Heidenfests wohl das auspowernste seit langem. Großes Kompliment an die Organisatoren und an die Bands, die sich von der Uhrzeit nicht irritieren ließen.


FOTOS + E-CARDS
www.heidenfest.eu

Alexis
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Beitrag vom 13.10.2011
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