METAL INVASION V - TAG1: AMON AMARTH   DIE APOKALYPTISCHEN REITER   SODOM   AS I LAY DYING   SEPTICFLESH   NOTHGARD  
14.10.2011 @ Eventhalle

Im letzten Jahr mussten wir mangels Zeit das Metal Invasion leider auslassen, was trotz des etwas schwächeren Line-Ups überaus schade war, denn für eines Stand dieser Fixtermin im Herbst immer, nämlich mordsmäßigen Spaß. Dabei sah es in den fünf ereignisreichen Jahren des Festivals nicht immer rosig aus. Man musste immer wieder die Halle bzw. sogar die Stadt ändern – von Passau nach Ruhstorf, wieder zurück und zuletzt nach Straubing – doch die Bayern ließen sich nicht unterkriegen und zelebrierten auch im Jahr 2011 wieder eine geniale Party – und wir natürlich mitten drin.

Als wir am Freitagnachmittag endlich in Straubing ankamen, waren schon große Schlangen vor der Bändchen Ausgabe und auch die Halle selbst war schon mit zahlreichen Besuchern gefüllt, denn die Wikinger von NOTHGARD standen bereits auf der Bühne, die die zuvor aufgetretenen BURN MY SHADOWS und den Opener ETERNAL TORTURE ablösten und sie spielten ihre spielfreudigen Songs vor begeisterten Zuschauern. Mehr als die letzten beiden Stücke bekamen wir aber nicht mehr mit.





Im Anschluss gab es für mich bereits das erste große Highlight des Festivals. Bereits auf der Tour mit VADER im Jahr 2008 konnten mich die Griechen von SEPTICFLESH mehr als nur begeistern. Die beiden letzten Releases „Communion“ und „The Great Mass“ waren sowieso Meisterwerke, die ihresgleichen suchten. Und die Truppe wurde ihrem Ruf auch mehr als nur gerecht. Bei richtig gutem Sound und mit einer fetten Show spielten sich die Südeuropäer gleich in die Herzen der Metal Invasion Headbanger, mit ihren epischen Death Metal Krachern wie „The Vampire From Nazareth“ oder dem Gänsehaut-Song „Pyramid God“. Abstriche gab es bei der Show dann leider doch, denn eigentlich sollten die vier Herren mehr Zeit als auf der Tour mit AMON AMARTH bekommen, was dann aber aufgrund der längeren Umbauzeit nicht der Fall war, außerdem verzichtete man komplett auf älteres Material und präsentierte ausschließlich Material der letzten beiden Alben. Fett war es aber trotzdem – gerne und vor allem sehr bald wieder!





Setlist SEPTICFLESH:

The Vampire From Nazareth
Communion
The Great Mass
Pyramid God
Persepolis
Five-Pointed Star


Eigentlich wäre das Metal Invasion ja schon im Vorfeld ausverkauft gewesen, doch gab es offensichtlich Probleme, das Festival in Passau zu veranstalten, so zog man eben kurzerhand nach Straubing, was sich als Glückstreffer erwies, denn die große Halle bot alles was man für eine Veranstaltung dieser Art brauchte und vor allem viel Platz für die Fans, eine fette Bühne, Bars, Fressstände und einen großen Metal-Market, den man in den Pausen ausgiebig begutachten konnte.

Doch weiter im Text. Es folgte ein weiterer Hochkaräter. AS I LAY DYING konnten zuletzt mit „The Powerless Rise“ zeigen, dass man mit den Amis noch fix rechnen kann. Die NWOAHM bzw. Metalcore Combo präsentierte mit fettem Sound ausgestattet ein brutales Set, bestehend aus ihren größten Hits und neuen Krachern, die sich nahtlos in die älteren Tracks einfügten. Erste Moshpits und Crowdsurfer wurden entdeckt und das Publikum in den ersten Reihen wurde deutlich jünger, jedoch umso energischer. Mit „Within Desctruction“ startete man gekonnt mit einem Hit des letzten Werkes „An Ocean Between Us“, das die Band schlussendlich auf die Ebene hievte, auf der sie nun agieren. Aber auch „Condemned“ oder „Upside Down Kingdom“ vom aktuellen Werk sorgten für viel Bewegung und eine richtig geile Stimmung in Straubing. Fronthüne Tim Lambesis, der in den letzten Jahren mit der AUSTRIAN DEATH MACHINE Kult schrieb, gab sich gut gelaunt und bei bester Stimme und heizte die Meute nochmal an. Kaum richtig warm geworden, war dann mit den beiden Hits „Forever“ und „94 Hours“ aber auch schon viel zu schnell Schluss.





Setlist AS I LAY DYING:

Within Destruction
The Sound Of Truth
Upside Down Kingdom
Through Struggle
An Ocean Between us
Anodyne Sea
Condemned
Nothing Left
Forever
94 Hours


Nachdem nun die jüngere Generation ihren Spaß gehabt hat, lockte man mit dem Urgestein SODOM nun so manch älteren Kuttenträger in die vorderen Reihen, denn auch das Gelsenkirchner Trio Angelripper, Bernemann und Freiwald, der letztes Jahr den langjährigen Drummer Bobby ersetzte, machten reichlich Wirbel im Saal. Die Herren hatten sichtlich Spaß an ihrem Schaffen und ließen sich nicht anmerken, dass sie eigentlich schon zum „Alten Eisen“ gehören, feiern sie doch nächstes Jahr 30-jähriges Bestehen. Neben KREATOR und DESTRUCTION, die 2009 das Metal Invasion in Schutt und Asche legten, gehören SODOM ja zu den Big3 Deutschlands und mussten im Vorjahr wohl einen guten Eindruck hinterlassen haben, da sie nun im Folgejahr gleich wieder eingeladen wurden. Mit „Agent Orange“, „Ausgebombt“, „Sodomized“ oder „The Saw Is The Law“ hatte man sowieso mehr als nur ein paar Trümpfe in der Hand und konnte die Fans mühelos gewinnen.





Setlist SODOM:

In War And Pieces
Sodomy And Lust
M-16
Outbreak Of Evil
The Saw Is The Law
Proselytism
Feignd
The Art Of Killing Poetry
I Am The War
City Of God
Among The Weirdcong / The Vice Of Killing
Blasphemer
Eat Me!
Agent Orange
Sodomizted
Asgebombt
Wachtturm
Remember The Fallen
Bombenhagel

Nach diesem Thrash-Inferno ging es aber ganz in eine andere Richtung. Die APOKALYPTISCHEN REITER sind im deutschsprachigen Raum ein wahrer Publikumsmagnet und darum auch immer wieder eine passende Wahl für ein Festival dieser Art, und auch dieses Mal versammelten sich tausende Metalheads vor der Bühne. Mit „Moral & Wahsinn“ hat man auch ein erfolgreiches Album, das es bei uns auf Platz 41 und in ihrer Heimat sogar auf Platz 18 der Charts schaffte, mitgebracht. Mit einer aufwendigen Show, tollen Kostümen und Hits wie „Friede Sei Mit Dir“, „Der Adler“ und natürlich der unausweichlichen „Reitermania“ hatten die fünf Herren aus Weimar rund um Fronter Fuchs leichtestes Spiel und schnell machten die Zuschauer den Mann fast arbeitlos, so textsicher gaben sich die Bayern bei dem Auftritt der Reiter, welcher keine Wünsche offen ließ - rotes-Sternen Konfetti, Fackeln und Priesterkostüm inklusive.





Setlist DIE APOKALYPTISCHEN REITER:

Die Boten
Gib Dich Hin
Es Wird Schlimmer
Revultotion
Friede Sei Mit Dir
Hört Auf
Unter Der Asche
Moral & Wahnsinn
Nach Der Ebbe
Der Weg
We Will never Die
Der Kleine Wicht
Reitermania
Seemann
Ein Liebes Lied

Ein weiterer gern gesehener Gast und Publikumsliebling sind auch die Nordmänner von AMON AMARTH die natürlich die größte Crowd erzeugten und eine nicht minder fette Show ablieferten. Allem voran Frontbart (und –bauch) Johan Hegg ließ wieder beide Matten kreisen und grunzte über eine Stunde mit voller Inbrunst die nordischen Hymnen in den Saal. Egal ob „Pursuit Of The Vikings“, der Überhit „Death In Fire“ oder der Rausschmeisser “Guardians Of Asgaard” – die Wikinger, Heiden und ach die schlichten Metalheads hatten egal ob mit oder ohne deftigem Met-Rausch ihren Spaß. Auch wenn AMON AMARTH seit Jahren eigentlich das Gleiche machen, muss man ihnen zugestehen, dass sie das gut und mit vollem Elan tun, was man auch an diesem Abend spürte.





Setlist AMON AMARTH:

War Of The Gods
Runes To MY Memory
Destroyer Of The Universe
Live Without Regrets
Pursuit Of Vikings
For Victory Or Death
Slaves Of Fear
Ride For Vengeance
A Beast Am I
Embrace Of The Endless Ocean
Free Will Scrifice
Asator
Death In Fire
-
Twilight Of The Thunder Gods
Guardians Of Asgaard

Also konnten alle Metalheads zufrieden ins Hotel, den Schlafsaal oder einfach in die saukalte Nacht entschwinden und sich auf den zweiten Tag der Invasion freuen.


FOTOS + E-CARDS
www.metal-invasion-festival.de

maxomer
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Beitrag vom 22.10.2011
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