DARK TRANQUILLITY   ELUVEITIE   VARG   MERCENARY   GURD   OMNIUM GATHERUM  
04.11.2011 @ Messehalle 2, Klagenfurt

Der diesjährige Neckbreakers Ball machte auch in Klagenfurt Station. Mit OMINUM GATHERUM, GURD, MERCENARY, VARG, ELUVEITIE und natürlich DARK TRANQUILLITY wurde der geneigten Hörerschaft ein außerordentlich fettes Package geboten. Aufgrund dessen war der Beginn mit 17:30 auch relativ früh angesetzt und die Finnen OMNIUM GATHERUM hatten die etwas undankbare Aufgabe, das Konzert zu eröffnen. Aufgrund des sehr pünktlichen Beginns und einer Schlange am Eingang konnte ich leider nicht das ganze Set der sechs Herren verfolgen. Musikalisch wurde ziemlich ansprechender Melodic Death mit starkem Göteborg-Einschlag serviert und stimmte das Publikum schon einmal sehr gut auf den Hauptact ein. Die Messehalle in Klagenfurt war zwar noch nicht besonders gut gefüllt, bei denen die schon da waren, kamen OMNIUM GATHERUM aber recht gut an.

Als nächstes waren die Schweizer GURD an der Reihe. Schon geschätzte 100 Jahre aktiv, wurden ihre bisherigen Alben immer recht gut aufgenommen, der ganz große Durchbruch blieb ihnen bis jetzt jedoch verwährt. Nach wie vor hat man sich dem groovigen, etwas Crossover-lastigen Thrash Metal verschrieben und hob sich damit stilmäßig von den restlichen Bands des Abends ab. Die Truppe um den sympathischen Sänger und Gitarristen V.O. Pulver spielte einen Querschnitt durch ihre recht imposante Diskographie und sorgte zumindest bei mir als Besitzer der fünf ersten GURD-Alben für das eine oder andere Aha-Erlebnis.





Weiter ging es mit den Dänen MERCENARY. Obwohl die Truppe ebenfalls schon sehr lang aktiv ist, muss ich gestehen, dass ich bislang noch kein Album der Band zu hören bekam. Live spielten sie jedenfalls ein solides Set herunter, mehr aber nicht. Meiner Meinung nach klingt der Melodic Death Metal von MERCENARY einfach ein wenig unspektakulär.





Den Platz im Lineup direkt vor den beiden Headlinerbands hatten sich die Deutschen VARG gesichert. Man mag ja zu der Truppe stehen wie man will, Tatsache ist, dass es gerade im Pagan Metal viele anspruchsvollere und originellere Bands gibt, von daher ist der Hype um VARG meines Erachtens nicht wirklich nachvollziehbar. Viele sahen das anscheinend anders und deshalb war die Halle viel voller als bei den vorigen Bands. Der Auftritt selbst war sicher nicht schlecht, Frontman Freki machte Stimmung bei den Fans und an der musikalischen Leistung gibt es beileibe nichts auszusetzen. Trotzdem wurde meiner Meinung nach nur deutschsprachiger Pagan Metal-Standard geboten, aber den Minderjährigen in den vorderen Reihen gefiel es. (Notiz am Rande: Mein persönlicher Highlight war die rot-schwarze VARG-Schminke, welche ich am Merch-entdeckte. Nun, bei den Herrschaften aus der ersten Reihe wird diese wohl reißenden Absatz gefunden haben.)





Im Anschluss betraten ELUVEITIE die Bühne. Im Gegensatz zu vielen anderen Folk Metal-Bands ist der Sound von ELUVEITIE recht hart ausgefallen und tendiert eigentlich schon fast in die Melodic Death-Ecke. Diese Elemente werden jedoch durch Folkinstrumente angereichert, womit die Schweizer einen ziemlich originellen Sound erschaffen. Die Stimmung beim Auftritt der Herren und Damen war extrem gut, bei Hits wie „Inis Mona“ ging im Saal die Post ab.

Setlist ELUVEITIE:

Otherworld
Everything Remains As It Never Was
Nil
Inis Mona
Quoth the Raven
Tarvos
Calling the Rain
Thousandfold
The Song of Life
Kingdom Come Undone
(Do)Minion
Tegernakô





Kurz vor 23:00 Uhr war es dann soweit, die Schwedischen Melodic Death Metal-Pioniere DARK TRANQUILLITY erschienen auf der Bühne. Die Band zeigte sich energiegeladen und spielfreudig, der sympathische Frontman Mikael Stanne wirbelte wie ein Derwisch über die Bühne, während die Instrumentalfraktion das technisch doch nicht wirklich einfache Songmaterial mit einer Leichtigkeit perfekt darbot. Auch optisch hatten die Herren aus Schweden einiges zu bieten, so wurden Videoclips, Bilder und animierte Grafiken im DARK TRANQUILLITY-Design auf die Bühne projiziert, was für tolle Atmosphäre sorgte. Musikalisch bot man ein buntes Potpourri der Alben, lediglich die ganz frühen Werke wurden (leider) ausgelassen. Das heißt, von „Terminus“ über „Lost To Apathy“ bis zu „The Wonders At Your Feet“ um nur ein paar zu nennen, durfte keiner der Hits der Band fehlen. Auch bezüglich Zugabe ließen sich die Jungs nicht lumpen und verließen erst nach Mitternacht die Bühne wieder.





Setlist DARK TRANQUILLITY:

Terminus (Where Death Is Most Alive)
In My Absence
The Treason Wall
Lost To Apathy
The Wonders At Your Feet
The Mundane And The Magic
Blind At Heart
The Sun Fired Blanks
Inside The Particle Storm
Zero Distance
Dream Oblivion
Final Resistance
Misery's Crown
The Fatalist

Alles in allem war das ein außerordentlich gelungener Konzertabend. Die Bands überzeugten mit gelungenen Liveauftritten und aufgrund der stilistischen Vielfalt war bei diesem Package eigentlich für (fast) jeden etwas dabei.


FOTOS + E-CARDS
www.neckbreakersball.com/

Mike
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Beitrag vom 17.11.2011
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