ASTRAL DOORS   RIOTGOD  
28.02.2012 @ Viper Room

Im Rahmen der Dessert Forces Tour taten sich die schwedischen Heavy Metal Veteranen ASTRAL DOORS und die US-Amerikaner rund um die MONSTER MAGNET Rhythmiker Jim Baglino und Bob Pantella mit ihrer Truppe RIOTGOD zusammen um Europa unsicher zu machen. Auch im Wiener Viper Room sollte Halt gemacht werden. Mit dem kürzlich veröffentlichten „Jerusalem“ und einem richtig guten Backkatallog sollten die Schweden rund um Nils Patrik Johansson (LION´S SHARE, WUTHERING HEIGHTS) kein Problem haben einige Jünger zu locken.

Zuvor durften aber eben die Labelkollegen RIOTGOD die Bühne mit ihrem stark am Stoner Rock orientierten Sound rocken. Seit 2007 sind die beiden monströsen Magneten gemeinsam mit Gitarrist Garrett Sweeny und Fronter Mark Sunshine, der hier und da stark an LED ZEPELINs Robert Plant erinnert unterwegs. Leider war der Mann aber äußerst leise in den sowieso recht matschigen Sound gemischt, so dass man nicht vollends in den Genuss seiner Performance kam. Doch eine richtig schöne Stoner Rock Atmosphäre konnten sie mit ihrem eindringlichen Sound recht schnell erzeugen und begeisterten die überschaubare Schar an Zuschauern, die es ihnen mit großzügigem Applaus dankten. Geboten wurde ein zirka 70-Minütiger Mix aus den beiden Studioalben der Band und dabei erinnerte man an diverse Bands wie KYUSS oder auch SOUNDGARDEN. Genrefans sollten die Truppe auf jeden Fall im Auge behalten.





Setlist RIOTGOD:

Breed
Fool
Time Is Now
Crusader
Tomorrows Doday
9th Life
Slow Death
Rebirth
Collapsing Stars
Saving It Up
Hollow Mirror
High Time
Evil

Es sollte nicht allzu lange dauern, bis die ASTRAL DOORS die Bühne enterten und mit ihrer Mischung aus Metal und klassischem Rock Stimmung in die Bude brachten. Zwar vergrößerte sich die Besucherzahl nicht merklich, doch die Fans hatten sichtlich Spaß mit Songs wie „Seventh Crusade“ und „Child Of Rock“ vom aktuellen Werk und Klassikern wie „Evil Is Forever“ und „Of The Son And The Father“. Auch die ASTRAL DOORS lieferten einen bunten Mix aus ihren Studio-Alben, von denen dieser Tage auch vier neu aufgelegt wurden. Im Gegensatz zu Mark, richtete Nils Patrik Johansson auch öfter das Wort an die Zuschauer und versuchte die Stimmung im Viper Room noch etwas anzueheben, was ihm auch stellenweise ganz gut gelang. Was aber bei der vorherigen Band dem Sänger an Lautstärke vorenthalten blieb, das bekam Nils Patrik zusätzlich reingemischt. Erst nach ein paar Songs passte sich der Gesang dem restlichen Sound an. Etwas aus der Reihe fiel das moderne „Evil Is Forever“, bei dem nicht die Hammond Orgel regierte, sondern viel mehr in die Tasten des Yamaha Keyboards gehauen wurde, doch Klassiker zum Schluss wie das wunderbare „Cloudbraker“ oder „Bride Of Christ“, die dem klassischen Heavy Metal / Rock Sound frönten, war die Welt auf jeden Fall wieder in Ordnung.





Setlist ASTRAL DOORS

Seventh Crusade
Child Of Rock N Roll
Of The Son And The Father
With A Strangers Eye
Evil Is Forever
New Revelation
Pearl Harbor
Power And The Glory
Babylon Rise
The Battle Of Jacobs Ford
Time To Rock
Slay The Dragon
-
Bride Of Christ
Black Rain
Cloudbreaker

Die paar angereisten Musikfans bekamen an dem Abend zwei wirklich gute Live-Bands zu Gesicht, die definitiv mehr Zuschauer verdient hätten und sich in den nächsten Jahren sicher noch weiter nach oben arbeiten werden. Es lohnt sich auf jeden Fall beide Bands, so verschieden sie auch sind wenigstens einmal anzuchecken.



maxomer
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Beitrag vom 08.03.2012
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