METAL OVERDOSE #39: HORSE SKELETON   TOYHEAD   REAP    KAIN  
23.06.2012 @ Posthof

Das Metal Overdose bekommt ja in letzter Zeit nicht mehr so viele Termine vom Posthof spendiert und musste kurzzeitig sogar mal in´s Ann & Pat flüchten um doch noch oft genug durchgeführt werden zu können. So ist es schön, auch kurz vor der Sommerpause nochmal bei sommerlichen Temperaturen in den Posthof pilgern zu können, um vier aufstrebenden Bands aus Österreich auf die Finger schauen zu dürfen.

Als wir kurz vor Beginn des ersten Acts in den kleinen Saal marschierten, erwartete uns ein ungewöhnliches Bild, denn KAIN bauten ihre Instrumente und Mikro-Ständer nicht wie üblich auf der Bühne auf, sondern davor. Warum die Jungs von KAIN diese sogenannte Floor-Performance durchführten, verrieten sie uns nicht, lag es vielleicht an der Höhenangst oder Lichtscheue? Egal, denn so war das 39ste Metal Overdose noch intimer als sonst schon immer. Musikalisch lieferten KAIN zwar eine saubere Performance, doch ihr Sound war nicht ganz so einfach zu verdauen und noch weniger leicht zu kategorisieren. Ambiente Soundcollagen, viel Gebrüll, etwas Black Metal und auch Punkige Anleihen waren zu vernehmen. Der kleinen Schar an Besuchern hats aber ganz gut gefallen und so kann man definitiv von einem gelungenen Einstieg in den Abend sprechen.





Nach einer kurzen Pause durften dann die Stammgäste von REAP die Bühnen entern. Wer schon öfter am Overdose war oder generell gerne auf Konzerte in Oberösterreich geht, der kommt an REAP nicht vorbei. Wie immer lieferte das Quintett eine energische Show ab, die schon einige mehr Leute in den Saal lockte und diese auch perfekt zum Mitgehen animierte. Was soll man zu REAP noch großartig sagen? Die Jungs wissen mittlerweile einfach wie man eine Stage rockt, egal ob klein oder groß. Fronter Phil und seine Jungs gaben sich gut gelaunt und so scherzte man auch darüber, dass man auch gerne eine Floor-Performance durchgeführt hätte, die Gitarristen jedoch zu klein wären. Neben bekannten Songs aus dem Repertoire der Jungs gab es auch bereits neues Material vom kommenden noch unbetitelten Album zu hören. Stilistisch braucht man nicht viele Änderungen erwarten, jedoch könnte qualitativ ein Schritt nach vorne gemacht worden sein. Nach nur ein paar Live-Nummern ist das natürlich schwer zu sagen, aber man kann durchaus gespannt sein.





Mit TOYHEAD bot man an diesem schönen Abend einen Neuling am Metal Overdose. Die Truppe wurde erst 2009 gegründet und bietet seitdem sehr erwachsenen Progressive Rock, der, wenn man mit dem Material nicht wirklich vertraut ist, so wie es anscheinend nicht nur mir ging, etwas langatmig wirken kann. Technisch kann man der Band aber nichts vorwerfen. Die Songstrukturen sind durchacht, die Melodien gelungen und so manch Passage blieb auch im Kopf, doch nach dem energiegeladenen Auftritt von REAP taten sich die Herren von TOYHEAD schon sehr schwer.





Den Headliner machten an diesem Abend die Jungspunde von HORSE SKELETON, die in Kürze getrennte Wege gehen werden. Die Oberösterreicher standen somit zum vorletzten Mal auf der Bühne und gaben nochmal alles. Der klassische Heavy Metal der Band machte an diesem Abend Spaß wie eh und je und die Jungs gaben ebenso wie einige Zuschauer nochmal alles. Die Band musste zwar immer wieder darum bitten, dass die Fans etwas näher rücken, doch nach ein paar Versuchen klappte das auch ganz gut. Mit den bekannten Songs ihres Albums „Of Rise, Failure & Resurrection“ wie „Victory & Glory“ oder „Machine Made Of Steel“, bei dem man schön die Besucher im Gesang mit einband, wussten HORSE SKELETON auf Anhieb zu Gefallen. Zwischendurch gab es auch ein paar flache Witze und als kleine Draufgabe noch JUDAS PRIEST´s „Breaking The Law“, welches natürlich lautstark mitgesungen wurde. Einzige Kritik gilt ein paar kleine Verspieler und der eine oder andere Ton, der vom Sänger nicht getroffen wurde. Das sei ihnen aber bei dieser unterhaltsamen Performance mehr als verziehen.





Leider war der Besucherandrang beim Metal Overdose #39 nicht sonderlich groß, was aber auch an den Temperaturen und der laufenden EM liegen mag, aber wer nicht dort war hat wie immer was verpasst. Die Atmosphäre auf diesem Event war wie immer einzigartig und wir freuen uns auf die nächste Runde.


FOTOS + E-CARDS
www.posthof.at

maxomer
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Beitrag vom 02.07.2012
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