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08.06.2012 @ Pannonia Fields II

Die Veranstalter des Nova Rock Festivals schafften es auch dieses Jahr ein dreitägiges Line Up der Meisterklasse zu organisieren, das mit wahren Größen aus der Rock und Metal Szene aufwarten konnte und auch mit einigen nicht besonders bekannte Namen die unter Insidern als Geheimtipps galten. Um den Ansturm der Besucher des restlos ausverkauften Festivals Stand zu halten, öffnete man die Pforten schon Donnerstags und dieses Angebot wurde von einem Großteil der Besucher gerne angenommen. Wer im Laufe des Tages schon angereist war und seine Zelte errichtet hatte, konnte als Belohnung am frühen Abend den Klängen der österreichischen Teene Punker von THIRTEEN DAYS und 3 FEET SMALLER lauschen. Gut gelaunt und verliebt in die Gedanken an die großen Namen die in den nächsten Tagen zu einem wahren Fest einluden ruhte man.





Freitag vormittags füllten sich die noch freien Park und Campingplätze und dann lud ROYAL REPUBLIC auf der Blue Stage zur Show, die gelungen ablief und eindeutig Lust auf mehr machte aber nur ein karges Publikum anzog. Sänger Adam Grahn animierte die Zuseher gut, die dann mit der Zeit auch mehr wurden und die alt eingesessenen Punk Rocker von LAGWAGON wussten dies zu schätzen und spielten ein gutes Set.






Zahlreich erschienen dann die Besucher vor der Red Stage um sich von der sex sells Show von STEEL PANTHER befriedigen zu lassen. Die vier Glamoure Rocker aus Amerika wissen wie man das macht, denn spätestens nachdem sich Gitarrist Satchel in kargen Deutsch mit „Muschi lecken!“ meldete, war alles klar. Dieser Befriedigung noch nicht zu Gute, forderte Sänger Michael Starr immer wieder die weiblichen Fans auf ihre Brüste zu zeigen was das Publikum zu Brunftschreien bewegte. Satchel gab dann zu, er sei auf Kokain und Bassist Lexxi Foxx verkündete stolz, dass er „Muschi lecken!“ und dabei Pizza essen könne. Lag aber auch vielleicht daran, dass sein XTC endlich wirkte. Nachdem Michael Starr noch Tipps bezüglich Sex auf einem Festival gab, war es klar, dass STEEL PANTHER das erste große Highlight des diesjährigen Festival war. Was schlussendlich auf Gegenseitigkeit beruht, da Satchel abschließend anmerkte:“ Ich habe einen Ständer!“





Setliste STEEL PANTHER:

In The Future
Supersonic Sex Machine
Tomorrow Night
Fat Girl (Thar She Blows)
Asian Hooker
Just Like Tiger Woods
Community Property
Eyes of a Panther
17 Girls In A Row
Death To All But Metal


Wer es dann geschafft hatte sein Blut wieder in die normalen Adern und Venen zu pumpen, pilgerte zur Blue Stage um bei THE BASEBALLS zu rocken. Die deutsche Coverband zeigte eine Show, die bis auf den letzten Tanzschritt perfekt einstudiert war. Mit einem Bühnenbild das theatralisch schön inszeniert und durch die Zugabe von vollbusigen Rockabellas einen in die 50er Jahre Traumwelt zurückversetzte. Sie überraschten musikalisch kaum mit etwas Neuem, doch für das Publikum war die Revue mit Sicherheit ein Hingucker.





Setlist THE BASEBALLS:

No Diggity (BLACKSTREET Cover)
Hello (Martin Solveig & Dragonette Cover)
Bitch (MEREDITH BROOKS Cover)
Angels (ROBBIE WILLIAMS Cover)
Candy Shop (50 CENT cover)
The Look (ROXETTE cover)
Roll Thru The Night
Let's Get Loud (JENNIFER LOPEZ cover) (with "Hit The Road Jack")
Tik Tok (KE cover)
Hot N Cold (KATY PERRY Cover)
Chasing Cars (SNOW PATROL Cover)
Never Ever (ALL SAINTS cover)
Umbrella (RIHANNA cover)
Born This Way (LADY GAGA cover)

Härtere Klänge waren dann auf der Red Stage angesagt. LAMB OF GOD die gerade fleißig am touren sind, wollten es sich nicht nehmen lassen und beehrten dieses Jahr das Nova Rock. Die amerikanischen Metaler rund um Sänger Randy, der das Wort „fuck“ wohl in jedem Satz einbauen kann, lieferten ein solides Set wie man es gewohnt ist und das Publikum bedankte sich bei fast jedem Lied mit einem ausgelassenen Mosh Pit der von Drummer Chris Adlers peitschender Doublebass angetrieben viel Staub aufwirbelte. Aber auch die Jungs von KILLSWITCH ENGAGE mit dem heimgekehrten Frontsänger Jesse Leach gaben alles.





Setlist LAMB OF GOD:

Ghost Walking
Walk With Me in Hell
Set To Fail
Now You've Got Something To Die For
Ruin
Hourglass
The Undertow
The Number Six
Contractor
Laid to Rest
Redneck
Black Label





Nach diesem doch auch sehr verfrühten Highlight des Festivals, war nun auch der letzte Besucher auf den Beinen und erfrischte sich, shoppte auf der Shoppingmeile oder wanderte wie so oft von der Red Stage zur Blue Stage wo THE OFFSPRING zu guten altbekannten Punk Rock und dazugehörigen Soft-Pogen luden. Auch wenn nun alle Besucher in Partylaune waren, wollte das Wetter nicht mehr. THE OFFSPRING zeigten das sie wahre Punks sind und ließen sich von der Sturmwarnung nicht aufhalten und spielten ihr Set, das ausschließlich aus Klassikern bestand mühelos durch. Dann war es aber soweit und den Veranstaltern war es um die Gesundheit der Besucher zu gefährlich und beschlossen Blue und Red Stage zu schließen und nach dem Unwetter sollte es weiter gehen.

Tat es auch, doch leider nicht auf der Red Stage wo doch die Mehrheit an Besuchern auf den Auftritt von MARILYN MANSON wartete. Doch der Sturm war zu heftig und zog die Red Stage in Mittleidenschaft, so das der Auftritt abgesagt werden musste. Die die noch in Partylaune waren, zog es dann zur Blue Stage wo nach dem fiesen Wetterumbruch RISE AGAINST die Bühne betraten und nach dieser Unterbrechung die auf jeden Fall nicht dezimierte Masse mit einem perfekten Set unterhielten und zurück auf die richtige Spur des feucht fröhlichen Festivalfeeling brachten. Die Stimmung war gut, das Publikum begeistert und somit eine perfekte Einstimmung auf den letzten Act an diesem Tag.





Setliste RISE AGAINST:

Intro (Shameless Opportunist From Catch-22)
Survivor Guilt
Ready To Fall
Collapse (Post-Amerika)
The Good Left Undone
Help Is On The Way
Re-Education (Through Labor)
Satellite
Prayer Of The Refugee
Savior

Und das waren LINKIN PARK. Diese nutzten den Schwung und den Elan den RISE AGAINST den Besuchern zuvor auf den Weg gegeben hatten und zogen ihre Show durch aber mit weniger Motivation als RISE AGAINST. Aber dies ist nicht verwunderlich wenn man wegen Unwetter im Tourbus verweilte und schon im letzten Jahr das Nova Rock mit ein und der selben Show rockte Das führte zu keinem bombastischen aber doch souveränen Ende des ersten Tag und ließ alle Erwartungen für die nächsten Tage und den dementsprechenden Giganten des Rock und Metal offen.


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www.novarock.at

gast
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Beitrag vom 05.07.2012
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