MASTERS OF ROCK 2012 - TAG1: WITHIN TEMPTATION   THIN LIZZY   KAMELOT   BLOODBOUND  
12.07.2012 @ Areál likérky Jelínek

Zum nunmehr sechsten Mal führte uns die Liebe zu Rock und Metal in das beschauliche Vizovice um am Masters of Rock vier Tage lang an die 40 Bands auf die Finger zu sehen und die Sau rauszulassen. Nachdem wieder allerhand Praktisches und mehr oder weniger Nützliches in unsere Autos verfrachtet wurde, ging es diesmal mit einem Wohnwagen auf die Reise. Im Dörfchen angekommen wimmelte es schon von schwarz gekleideten Menschen jeden Alters, bei denen man die Vorfreude förmlich schon riechen konnte. Ohne Problem wurde der übliche Platz gefunden, da man ja inzwischen schon als routiniert bezeichnet werden darf, und baute Zelt und Pavillon auf. Auch die Pressebändchen wurden blitzschnell abgeholt und der erste Weg auf das Gelände stand bevor.

Ein Lob an die Veranstalter, die jedes Jahr versuchen die eine oder andere Verbesserung herbeizuführen. So gab es diesmal einen Bankomat am Gelände und der Müllberg wurde dank neuem Pfandsystem deutlich verringert. Mit 50 Kronen fiel der zwar recht hoch aus, vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Bier je nach Marke zwischen 30 und 40 Kronen kostet, so wurden aber wenigsten keine Becher als Wurfgeschosse missbraucht.

Nachdem wir uns diesmal etwas mehr Zeit ließen bei der Anreise, konnten wir den tschechischen Bands LEGENDY SE VRACI und HORKYZE SLIZE, den deutschen von SALTATIO MORTIS und unseren Lands-Männern von THE SORROW leider nicht lauschen. Dank Berichten einiger Bekannter soll der Gig der Vorarlberger aber wie gewohnt souverän abgelaufen sein.
[Andy]

Rechtzeitig zum ersten Schmankerl des Tages standen wir gespannt vor der Bühne und warteten auf KAMELOT. Natürlich war die Spannung enorm, hatten KAMELOT ja auf diesem Festival eine Feuerprobe vor sich. Nachdem Roy Khan sich nach dem letzten Werk „The Great Pandemonium“ ins Burnout verabschiedete und Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE, VISION DIVINE) ihn auf der letzten Tour ersetzen musste, stellte man am Masters Of Rock zum allerersten Mal Tommy Karevik, der aus hunderten von Sängern ausgewählt werden musste, vor. Der junge Mann machte von Anfang an einen guten Eindruck und ließ keine Nervosität erkennen. Gesanglich steht Tommy seinem Vorgänger in fast nichts nach. „Rule The World“, der Gänsehautgarant „Ghost Opera“ oder das flotte „Center Of The Universe“ haben auch so nichts an Magie verloren und klingen dank seines guten Gesangstalents wie gewohnt. Wirkliche Unterschiede wird man aber wohl erst mit dem im September erscheinenden neuen Werk erkennen können.





Davon gab es mit „Sacrimony“ aber auch schon eine nette Kostprobe, die mir auf Anhieb gefiel, eine Kritik dazu traue ich mir aber noch nicht abzugeben. Natürlich hatte KAMELOT auch wieder weibliche Unterstützung im Hintergrund und so kamen wir auch in den Genuss eines wunderschönen Duetts in „The Haunting“. Mit „March Of Mephisto“ beendete man das Set souverän, aber viel zu früh. KAMELOT können auch ohne Roy überzeugen, auch wenn Tommy diese einzigartige Ausstrahlung seines Vorgängers nicht mit auf die Bühne nimmt.
[maxomer]





Setlist KAMELOT:

Rule The World
Ghost Opera
Center Of The Universe
The Human Stain
The Great Pandemonium
When The Lights Are Down
Necropolis
Sacrimony
The Haunting (Somewhere In Time)
Forever
Karma
March Of Mephisto

Richtig gut angeheizt dank der starken Vorstellung von KAMELOT, folgte mit THIN LIZZY gleich der nächste Streich. Noch gut in Erinnerung ist der super Auftritt in Linz, bei dem man für niemand geringeren als JUDAS PRIEST den Anheizer machen durfte. Dass die Iren mehr drauf haben als die alten Reißer aller „The Boys Are Back In Town“ oder „Whisky In The Jar“, die natürlich wieder großartig ankamen, weiß man ja inzwischen. Besonders Sänger Ricky Warwick der seit zwei Jahren am Mikro steht weiß dank verdammt starker Stimme zu überzeugen. Er versucht nicht einen Phil Lynott zu kopieren, sondern bringt LIZZY glaubwürdig ins hier und heute. Die neuen Nummern machen ebenso Spaß und passen sich nahtlos ins Set ein. Leider konnte man die Energie des Hallen-Gigs mit den Priestern leider nicht ganz rekonstruieren und die Setlist wirkte etwas merkwürdig. Dafür gab es aber den Hit „Emerald“, den man damals ja leider ausließ. Zum alten Eisen gehören THIN LIZZY nach diesem dennoch sehr gelungenen Auftritt definitiv nicht.
[Andy]





Nun folgte das Hightlight des Abends, zumindest für die Meisten dem nun doch sehr vollgestopften Festivalgelände nach zu urteilen. WITHIN TEMPTATION gaben von Anfang an Gas und zeigten nicht nur den eindeutigen Spaß den die Band auf der Bühne hatte, sondern auch das sie durchaus wissen, wie man die große Menge begeistert.

Mit dem Eröffnungssong "Shot in the Dark" brachten sie nicht nur sofort Stimmung mit, sie machten damit richtig Lust auf mehr und so konnte man sich einen Auftritt bieten lassen, an dem es an nichts fehlte. Ein weiteres Highlight war auf jeden Fall das Duett "What Have You Done" und der allseits bekannte Klassiker "Angels" welcher durch das dazugehörige Video auf der Videowall unterstützt wurde, ein Video welches sicherlich jeder kennt der irgendwann einmal etwas von den sympathischen Niederländern gehört hat. Auch Sharon machte ihre Sache perfekt und sorge auch optisch wieder für einen Hingucker.





Die Show war nach WITHIN TEMPTATION Manier perfekt und danach konnte man nicht behaupten genug gesehen zu haben – es wurde nur Lust auf mehr gemacht.
[Tami]

Setlist WITHIN TEMPTATION:

Shot In The Dark
In The Middle Of The Night
Faster
Ice Queen
Fire And Ice
Our Solemn Hour
Stand My Ground
Sinéad
What Have You Done
Iron
Angels
Where Is The Edge
Hand Of Sorrow
The Heart Of Everything
Stairway To The Skies
-
Never-Ending Story
Mother Earth


Nachdem BLOODBOUND bei ihrem letzten Auftritt auf dem Masters Of Rock mit starkem Unwetter kämpfen mussten – ein Stehen vor der Bühne war fast ein Ding der Unmöglichkeit - hatten die Schweden dieses Mal beste Voraussetzungen für einen starken Gig. Nach zwei Songs des aktuellen Werkes „Unholy Cross“ wagte Fronter Patrik Johansson einen Blick gen Himmel und verkündete, dass es heute keinen Regen mehr geben werde, womit er auch Rech behalten sollte und machte ohne Umschweife weiter im Programm. Mit „Drop The Bomb“, „Sweet Dreams Of Madness“ und „Book Of The Dead“ spielte man sich solide durch das Set und lockte auch um 01:00 morgens noch tausende Fans vor die Ronnie James Dio Stage. Mit „Metalheads Unite“ feierte man auch gleich die Premiere eines neuen Songs, der auf dem im Herbst erscheinenden fünften Album zu finden sein wird. Eine Hymne mit Partyfaktor, wie es der Titel schon verrät. Auch der dritte Auftritt am Masters Of Rock war ein voller Erfolg für die Schweden, auch wenn man nach wie vor Gründungsmitglied Urban Breed nachtrauern darf, denn so gut Patrick auch singt, an ihn kommt er noch nicht ganz ran.
[maxomer]





Setlist BLOODBOUND:

Moria
The Ones Who Left Behind
Bless The Unholy
Drop The Bomb
Sanctuary
Book Of The Dead
Sweet Dreams Of Madness
Metalheads Unite
Metal Monster
Nosferatu

Der erste Tag am Masters Of Rock 2012 kann auf jeden Fall als gelungen bezeichnet werden. Die Stimmung war großartig, die Bandauswahl gut und das Ambiente in Vizovice ist sowieso einzigartig. Geschafft durch Anreise und den ersten Festivaltag fiel man dann gegen 03:00 in der Früh ins Zelt oder Bett um sich für drei weitere Tage voller Metal, Rock und Party auszuruhen. Es sollten ja noch einige weitere Highlights folgen.


FOTOS + E-CARDS
www.mastersofrock.cz

maxomer
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Beitrag vom 07.08.2012
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