SUMMER BREEZE 2012 - TAG3: DARK TRANQUILLITY   WITHIN TEMPTATION   SIX FEET UNDER   JASTA   NILE   UNEARTH   CROWBAR   MYSTIC PROPHECY   DEW-SCENTED   ROTERFELD   MORGOTH   EISREGEN   BEFORE THE DAWN  
17.08.2012 @ Festivalgelände

Da die Nacht auf einem Festival sowieso nie länger als fünf bis sechs Stunden dauert und man somit nicht genug Zeit hat um seinen Rausch auszuschlafen, begann für viele Besucher der dritte Tag mit einem Bier, noch bevor die Zähne geputzt wurden. Kein Wunder, denn laute Nachbarn, Diesel-Aggregate und sengende Hitze holten einen recht früh aus den Federn. Somit konnte man gegen 11:00 Uhr auch gleich in Richtung Bühne pilgern. Den Auftakt machten dort nämlich THE FORESHADOWING.

Hymnisch und getragen schallten die Songs aus Rom aus der Anlage, jedoch konnte mich die Italiener nicht wirklich in den Bann ziehen, auch wenn Anders Nyström von KATATONIA diese Band in alle Himmel lobt, so kommen die doomigen Songs live nicht besonders spannend herüber. Vielleicht lag es noch an der frühen Stunde, oder dem geringen Bekanntheitsgrad der Band, aber recht viel tat sich vor der Painstage zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ähnlich ging es da unserem einzigen Export auf diesem Festival. Aaron ROTERFELD und seine Band spielten in der prallen Mittagshitze und lockten mit ihrem düsteren Rock nur wenig Fans vor die Bühne. Diese bekamen jedoch eine nette Show von dem charismatischen Österreicher zu sehen. Auch wenn die Band optisch etwas zusammengewürfelt wirkt, so klangen sie doch sehr gut eingespielt. Herr ROTERFELD ließ es sich auch nicht nehmen von zwei Damen, die sein Cape tragen durften auf die Bühne eskortieren zu lassen. Sein extravagantes Stageacting und das MakeUp haben auf jeden Fall auch etwas Außergewöhnliches. Die vorgetragenen Songs vom Debüt „Blood Diamond Romance“ funktionieren live auch ganz gut, könnten aber hier und da noch etwas mehr Pepp vertragen. „Don´t Be Afraid Of The Dark“ oder „Stop“ machten dennoch Freude und so manch Zuschauer fand sich im Laufe des 30-Minütigen Sets dann doch noch vor der Bühne ein.





Setlist ROTERFELD:

Sick Of Being Bored
Don’t Be Afraid Of The Dark
I Would Rather Ride Into Hell
Great New Life
Blood Diamond Romance
Stop

Einige Zeit später enterten Leif Jensen und seine ständig im Wechsel befindliche Truppe von DEW-SCENTED die Bühne. Von den ewigen Abgängen der Musiker merkte man aber nicht viel, denn die Thrash-Granten von der neuen Platte „Icarus“ sowie manch Klassiker wie „Soul Poison“ oder „Never To Return“ klingen auch im Jahr 2012 kompakt und eingespielt wie immer. Ohne Kompromisse oder gar Pausen knallten die Herren eine Granate nach der anderen aus den Boxen und sorgten für moshende Fans, in die Luft gereckte Fäuste und ausgelassene Stimmung und das trotz sengender Hitze und Sonnenbrandgefahr. Die vierzig Minuten Spielzeit voll purem Thrash vergingen wiedermal wie im Fluge. Aber man sieht den Herren sowieso immer wieder gern auf die thrashenden Finger. Die nächste Tour kann also kommen.





Setlist DEW-SCENTED:

Hubris
Sworn To Obey
Turn To Ash
Soul Poison
That's Why I Despise You
Storm Within
Cities Of The Dead
Never To Return
Thrown To The Lions
Acts Of Rage


Zwar stand R.D. Liapakis bereits am Mittwoch auf den Brettern des Summer Breeze, aber anscheinend kann er von Dinkelsbühl nicht genug bekommen, oder Dinkelsbühl nicht genug von ihm. So durfte er am Freitag auch mit seiner Hauptband MYSTIC PROPHECY die Stage rocken. Nach der brutalen Einlage von DEW-SCENTED tat etwas Power Metal mit richtig gut. Die Band, allem voran die Gitarristen Markus Pohl und Laki Ragazas sprudelten nur so vor Elan und Spielfreude und zogen somit ihr Set mit einem durchgehenden Lächeln ab. Lia war bestens bei Stimme und intonierte Songs wie „Eyes Of The Devil“, „Endless Fire“ oder „Die Now“, die allesamt vom aktuellen Werk „Ravenlord“ stammen in perfekter Tonlage. Neben gleich vier neuen Songs durften wir aber auch Klassikern wie „Savage Souls“, „Satanic Curses“ oder dem Abschlusstrack „Evil Empires“ lauschen. Leider war die Zuschauermenge zu dieser heißen Mittagsstunde vor der Painstage sehr überschauber, aber die Anwesenden hatten sichtlich Spaß und bereuten es nicht sich der prallen Sonne für MYSTIC PROPHECY auszusetzen. Warum auch, die griechisch-deutsche Combo gab uns keinen Grund dazu.





Setlist MYSTIC PROPHECY:

Eyes Of The Devil
Savage Souls
Die Now
Sacrifice Me
Endless Fire
Ravenlord
We Kill, You Die
Satanic Curses
Evil Empires


Gespannt war auch auch schon auf Kirk Windstein und seine musikalische Brechstange CROWBAR. Leider konnten mich die Herren aus den USA aber nicht wirklich vom Hocker reißen. Zu langatmig und träge wirkte das Ganze nach den Fulminanten Shows, die wir an diesem Tag schon zu Gesicht bekamen. Wer mag es auch schon zur Mittagsstunde so schwermütig? Fans der Band hatten aber sichtlich Freude an dem Gebotenen. Kirk selbst, der ja auch noch DOWN und KINGDOM OF SORROW am Start hat, wirkte irgendwie etwas abwesend, oder vielleicht auch nur vertieft in die Musik, stimmlich und instrumentell machte er aber einen souveränen Eindruck und bot fetten Doomcore, Sludge und Heavy Metal in einer von ihm selbst gemixten Melange. Die Stimmung war gut der Sound verhältnismäßig sauber, was leider nicht immer der Fall an diesem Tag sein sollte. Wer nicht genug von dem bärtigen Glatzkopf bekommen konnte, der hatte Grund zur Freude, da Mr. Windstein gemeinsam mit Jamey Jasta von HATEBREED und KINGDOM OF SORROW noch einen Termin auf der Mainstage hatte.





Setlist CROWBAR:

Conquering
New Dawn
Lasting Dose
Sever The Wicked Hand
Self Inflicted
High Rate Extinction
All I Had I Gave
Planets Collide
The Cemetery Angels


MONO INC. waren schon seit dem ersten Tag des Summer Breeze allseits präsent. Im Festival-Überlebens Package, das alle Besucher bekamen fand man schon einen Bieröffner und die Information, dass die deutsche Band hier auf dem Festival ihre neun Songs premieren werden und auch ein Mitternachts Release des dazugehörigen Albums feiern wollen. Auf der Bühne machten MONO INC dank fettem Backprint, Pyros und Leds optisch eine richtig gute Figur und boten vor eine beachtlichen Zuschauerschar eine zufriedenstellende Performance.

Hat schon jemand etwas von ESKIMO CALLBOY gehört? Wir nicht, aber der Name interessierte uns und so schlenderten wir zur Party Stage um einer Band aus der Antarktis zu lauschen. Optisch wirkte das Gespann mit Frosch- und Hasenkostümen natürlich alles andere als seriös und Songtitel wie „5$ Bitchcore“ oder „Muffin Pupergurk“ trugen auch nicht viel dazu bei die Band ernst zu nehmen. Die Musik selbst, die auch nicht vor elektronischen Einsprengseln und einem penetranten Techno-Intro zurückschreckt überraschte dann doch mit Qualität. Metalcore, Deathcore oder wie man auch immer die Ausrichtung des ESKIMO CALLBOY bezeichnen will, wurde hier geboten. Abgesehen von den abgefahrenen Ausreißern in Richtung Techno, zwei Fronter und einigen Spielereien, kennt man den Sound schon von genügend anderen Bands, jedoch wissen es die Münsteraner wie man Party macht. Moshpits und Crowdsurfer gab es zur Genüge und auf der Bühne wurde auch fleißig gewuselt. Bei dieser Action war aber auch klar, dass da nicht alles so sauber klingt und man hier und da mehr auf die Performance achtete denn auf genaues Spiel. Machte aber nichts, denn die Show der bunten Hunde, die auch schon als „Lady Gaga des Metal“ beeichnet wurden, war einfach lustig und das wollten die Jungs sicherlich mit ihrem Auftritt bezwecken.






Setlist ESKIMO CALLBOY:

Is Anyone Up
5$ Bitchcore
Dramaqueen
Monsieur Moustache
Muffin Purpergurk
Wonderbra Boulevard
California Girls

Kurz darauf ging es auf der Mainstage im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Während der feurige Planet da oben immer noch fleißig die immer rötlicher werdenden Metalheads bruzelte, heizten uns UNEARTH gewaltig ein. Eine fette Soundwand, brutaler Metalcore und jede Menge Moshpits standen am Programm. So groß und wild die Moshpits auch waren, Frontschreihals Trevor Phipps konnte nicht genug bekommen und stachelte die Meute zwischen den Songs immer mehr zum Ausrasten an. Schweiß und Tränen flossen da in Strömen vor der Bühne. Aber auch die Band selbst schenkte sich trotz infernalen Temperaturen nichts. Die Gitarristen Ken und Buz jagten mit einem Elan über die Bühne, dass man sich schon Sorgen wegen eines Hitzeschlages oder Herzkasper machen musste. An der Qualität des brutalen Riffings änderte sich aber nichts, also alle Bedenken umsonst. Eine gelungene Songauswahl inklusive neuer Songs vom aktuellen Werk „Darkness In The Light“ gab es natürlich auch zu hören.

Setlist UNEARTH:

The Great Dividers
Watch It Burn
Arise The War Cry
This Lying World
Bloodlust Of The Human Condition
Zombie Autopilot
This Glorious Nightmware
Eyes of Black
Endless
Giles

Zwar senkte die Sonne sich mittlerweile endlich hinter der Stage, wirklich viel kühler oder ruhiger wurde es aber nicht wirklich. Zweiteres hatten wir den Death Metal Veteranen und Ägyptologen von NILE zu verdanken. Noch brutaler und roher als auf Platte klingen die Kompositionen von Karl Sanders und seinen Mannen, die bereits seit fast 20 Jahren aktiv sind und mit „At The Gate Of Sethu“ ihr aktuelles Werk präsentieren. Live funktionieren die technisch höchst anspruchsvollen Songs ebenso gut wie auf der Platte und Anstrengung merkte man der Band, allem voran Drum-Uhrwerk und Blastbeats-Monster George Kollias überhaupt nicht an. Der Mann prügelt locker als würde er gemütlich Zeitung lesen seine Highspeed Attacken runter, als wäre es nichts. Melodien gab es dank der ägyptischen Hintergrundgeschichte die NILE ja seit jeher verfolgen, um den Sound eine kleine Spur eingängiger zu machen. Wer diese heftige Stunde in Sachen Death Metal genossen hat, der darf auf die Tour mit KREATOR und MORBID ANGEL gespannt sein. Ein Pflichttermin für alle Freunde der harten Klänge.





Setlist NILE:

Sacrifice Unto Sebek
Defiling the Gates Of Ishtar
Ithyphallic
Supreme Humanism Of Megalomania
Permitting The Noble Dead To Descend To The Underworld
4th Arra of Dagon
Sarcophagus
Lashed to the Slave Stick
Black Seeds Of Vengeance

Mit JASTA VS. WINDSTEIN ließ man sich für das diesjährige Summer Breeze etwas spezielles einfallen, denn anstatt einfach KINGDOM OF SORROW auftreten zu lassen, engagierte man die zwei Legenden um ein Best Of ihrer Schaffensphasen zu bieten. Das Hauptaugenmerk lag dabei natürlich auf KINGDOM OF SORROW, aber auch einige HATEBREED Evergreens wie „I Will Be Heard“ begeisterten die Fans. Etwas Doom geb es dank Mr. Windstein, der im Gegensatz zu Energiebündel Jasta wie die Ruhe selbst wirkte, auch. Und natürlich belieferte uns Jamey auch mit aktuellem Material seiner aktuellen Solo Platte, die moderner denn je klingt. Bei so viel Hardcore, Metal und Energie waren Circle-Pits und Headbanger soweit das Auge reich natürlich Programm.





Setlist JASTA VS. WINDSTEIN:

Begging For The Truth
Free The Fallen
Enlightened To Extinction
Monuments Of Ash
Lead The Ghosts
Astray
Behind The Blackest Tears
Buried In Black
Leader Into Demise
Soldiers Of Hell
The Fearless Must Endure
Mourn The Illusion
Walk That Path Alone
Nothing They Say
Death Bestowed
Screams From The Sanctuary
Enslaved, Dead Or Depraved
I Will Be Heard


Die veröffentlichungswütigen Melodic Death Metaller von BEFORE THE DAWN beliefern uns regelmäßig mit anspruchsvollen Alben die Genregrößen wie DARK TRANQUILLITY, SCAR SYMMETRY oder SOILWORK Konkurrenz machen. Die nötige Anerkennung bekamen die Finnen aber leider noch nicht. Ihr düsterer Melo-Death Metal macht aber auch live mächtig Eindruck. Fronter Tuomas Saukkonen glänzte auch ohne die Zugabe von Lars Eikinds cleanen Vocals, der die Band im vergangenen Jahr verließ. Brachial und trotzdem mit genügend Gefühl platzierte er seine Growls in den Soundwand von BEFOR E THE DAWN. Natürlich konzentrierte sich die Band auf das aktuelle Album „Rise Of The Phoenix“, lieferte aber auch einige Klassiker aus den Anfangstagen und dementsprechend dem Debüt „My Daekness“, welches im nächsten Jahr das 10-jährige Jubiläum feiern wird.





Auch wenn ich WITHIN TEMPTATION erst wenige Wochen zuvor am Masters Of Rock 2012 bewundern durfte (genauso wie Sharons weißes Kleid – welches sie dieses Mal wieder trug), freute ich mich dennoch auf diesen Auftritt – und was soll ich sagen? Enttäuscht wurde man auf keinen Fall! WITHIN TEMPTATION waren sicher die Band die den meisten Aufwand beim Bühnenbild hatten, so war auch die große Videowall im Hintergrund wieder mit von der Partie.

Dass der Auftritt doch sehr auf dem neuen Album basiert ist unumstritten, doch sorgten alte Klassiker wie Angels oder Stand my Ground und das Finale mit Mother Earth (wie könnte es anders sein?) in der Setlist doch für einen gut gelungenen Mix. Ein besonderes "Zuckerl" war der Song "Never Ending Story" welchen Sharon dem SummerBreeze zum 15.Geburtstag sang. Gut gelungen war auch wieder die Wahl der Videowall-Szenen, egal ob romantisches Flair, epische Feuer oder offizielle Videos – alles war perfekt abgestimmt und sorgte dafür das dieser Auftritt nicht nur etwas für die Ohren zu bieten hatte. Wie auch beim letzten Mal war es ein starker Gig der einfach nur Lust auf mehr gemacht hat!





Setlist WITHIN TEMPTATION:

Shot In The Dark
In the Middle Of The Night
Faster
Fire And Ice
Ice Queen
Our Solemn Hour
Stand My Ground
Sinéad
What Have You Done
Iron
Angels
Jillian (I’d Give My Heart)
-
Never Ending Story
Mother Earth

Setlist BEFORE THE DAWN:

Im Anschluss daran durfte man sich über den Gig von INSOMNIUM und einer speziellen Überraschung freuen. Die Finnen passen perfekt zu den vorangegangen Landskollegen und liefern mit ihrem düsteren Death Metal, der mit vielen Melodien versehen wurde, eine tolle spätabendliche Show. Die Opener „Inertia“ und „Only One Who Waits“ knallten gewaltig und als hätte Niilo Sevänen nicht sowieso alles im Griff, preschte bei „Weather The Storm“ plötzlich DARK TRANQUILLITY Fronter Mikael Stanne auf die Bühne um dem Song noch das gewisse Etwas zu geben. Und das obwohl er eigentlich kurz vor seinem eigenen Auftritt auf der doch etwas entfernten Pain Stage stand. So schnell wie er gekommen ist, war er auch wieder weg und das Programm konnte weitergehen. INSOMNIUM hinterließen einen mehr als positiven Eindruck und dürfen somit gerne öfter in unsere Nähe kommen.





Setlist INSOMNIUM:

Inertia
Only One Who Waits
Weather The Storm
The Killjoy
Unsung
Through The Shadows
Mortal Share
One For Sorrow

Ebenso wie Mikael musste man sich sputen um zurück zur Pain Stage zu gelangen um DARK TRANQUILLITY zuzusehen. Mittlerweile habe ich die Band schon einige Male live erleben dürfen und kann mich einfach nicht satt sehen. Zuletzt auf dem Metalfest in Minning überzeugten die schwedischen Veteranen am späten Nachmittag mit ihrer professionellen Show, hier durften sie als waschechter Headliner agieren. Und das mit Recht. Es gibt kaum eine Band die es versteht Musik und Show zu so einer symbiotischen Einheit zu verpacken und dennoch nicht gekünstelt zu wirken. Während man Kracher wie „The Treason Wall“, „Into The Particle Storm“ oder „Monochromatic Stains“ bot, flimmerten im Hintergrund von Gitarrist Niklas Sundin erstellte Filme und Demos über den Beamer, was zur Stimmung sehr schön beitrug. Vor der Bühne war es gestopft voll und die Stimmung großartig. Mit Klassikern wie „The Sun Fired Blanks“ oder „ThereIn“ konnte man die Euphorie aber nochmals steigern. Weibliche Vocals vom Band und die einzigartigen cleanen Gesänge von Mikael gab es natürlich auch zu bewundern. DARK TRANQUILLITY liefern nicht nur regelmäßig grandiose Alben sondern sind eine feste Live-Macht die immer noch besser wird. Ein würdiger Headliner sind sie auf jeden Fall für ein Fest dieser Größenordnung.





Setlist DARK TRANQUILLITY:

Terminus (Where Death Is Most Alive)
In My Absence
The Treason Wall
The Wonders At Your Feet
The Mundane And The Magic
Inside The Particle Storm
Zero Distance
The Sun Fired Blanks
Misery's Crown
ThereIn
Final Resistance
The Fatalist

Über zehn Jahre ist es schon her seitdem die unsterblichen Black Metaller von IMMORTAL zuletzt das Summer Breeze beehrten. Vor tausenden Zuschauern feierten die Norweger eine Black Metal Orgie, die ihresgleichen sucht und boten alle Klassiker ihres Schaffens und eine authentische Show inklusive Gepose und Corpsepaint. Brutal, kompromisslos und ohne Umschweife prügelte man Songs wie „Sons Of Northern Darkness“, „Solarfall“ oder „All Shall Fall“ herunter. Black Metal Jünger kamen hier voll auf ihre Kosten.

Death Metal - korrigiere – Old-School Death Metal Fans mussten für ihr Hobby in das Partyzelt pilgern, denn da gastierte gegen Mitternacht die von den Toten auferstandene Legende MORGOTH. Dass da richtig Bewegung in das Zelt kam und der Lautstärkenpegel auch ohne die Songs von MORGOTH schon auf die maximal zugelassene Dezibel-Zahl anstieg, war zu erwarten. Anstatt, dass sich Marc Grewe, der eine anständige Growl-Leistung von sich gab, sich komplett auf diese konzentrierte, fiel er mit merkwürdigen Ansagen auf und erwähnte die Worte „Old-School Death Metal“ gefühlte 57 Mal, was aber anscheinend funktionierte, denn auf die Frage, ob denn jemand auf Old-School Death Metal steht, wurde es immer richtig laut und die Fäuste wurden in die Luft bzw. gen Zeltdecke gereckt. Zum Rübeabschrauben hatten MORGOTH natürlich mit „Body Count“, „Suffer Life“ oder „Isolated“ genau das richtige Material mit. Auffallend waren auch die grün leuchteten Augen des Fronters, die ihn noch aggressiver aussehen ließen. Abschrecken ließ sich davon aber keiner, denn vor der Bühne drängten sich die Fans dicht an dicht. Die Legende ist zurück und das ist gut so!





Setlist MORGOTH:

Body Count
Exit To Temptation
Unreal Imagination
Resistance
Suffer Life
Sold Baptism
Under The Surface
White Gallery
Pits Of Utumno
Isolated

Etwas spät durften EISREGEN am diesjährigen SummerBreeze auftreten und auch auf das Bühnenbild verzichteten sie wieder komplett. Die Setlist lies doch einige Wünsche offen – fiel sie mit sieben Songs auch nicht sonderlich lang aus, doch "Blutgeil" und "Elektro-Hexe" vermochten die Stimmung dennoch am brodeln zu halten. Von der Müdigkeit war zu dieser späten Stunde beim Publikum nicht mehr viel zu sehen auch wenn ich zugeben muss, dass die Begeisterung für die deutsche Band bei anderen Auftritten deutlich größer auffiel, was aber sicherlich auch an der Zeit des Gig und an der stark gefallenen Temperatur gelegen haben konnte. Es war ein Auftritt wie man es von Eisregen gewohnt war, wobei es schon bessere gab.





Setlist EISREGEN:

N8verzehr
Scharlachrotes Kleid
Das liebe Beil
Tod senkt sich herab
Blutgeil
Rostrot
Eisenkreuzkrieger
Elektrohexe

Zeit wieder Kraft für den letzten und vielleicht extremsten Tag des Festivals zu schöpfen. Auch wenn noch zwei Bands am Plan standen, wollte man doch für den letzten Tag fit sein. Nachtschwärmer freuten sich noch über AHAB und MENHIR.


FOTOS + E-CARDS
www.summer-breeze.de

maxomer
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Beitrag vom 24.08.2012
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