AUSTROFRED  
31.01.2013 @ Posthof

Vielleicht mag der AUSTROFRED nicht ganz unser Metier sein, die von ihm gebotene Melange aus Kultur (Austropop) und Rock (QUEEN) sollte dann aber vielleicht auch bei uns geboten werden Seit dem Tod von QUEEN-Frontgott Freddy Mercury klafft ein riesiges Loch im Rock-Gefilde, denn auch wenn Brian May und Roger Taylor bis heute noch QUEEN immer mal wieder irgendwie aufleben lassen, so ist es einfach nicht mehr dasselbe. Der AUSTROFRED – Künstlername des Oberösterreichers Franz Adrian Wenzl hat es sich zur Aufgabe gemacht die Klassiker und Hits von QUEEN neu zu interpretieren und stattet diese mit bekannten Austropop-Texten aus. Der ausgeflippte Steyrer, der außerdem noch Bücher schreibt und die Band KREISKY frontet, tourte im Rahmen seiner „Fire, Light & Austrofred XXL“-Tour in Österreich und wählte den Linzer Posthof als Austragungsstätte für das Finale. Zwar steht in seinem Kalender noch ein Gig in Dornbirn, doch wie er selbst zu Protokoll gab, zählt Dornbirn ebenso wenig wie St. Pölten, da er Konzerte nur in echten Landeshauptstädten zählt. Da fühlte sich das Linzer Publikum natürlich höchst geehrt.





Auf der Bühne im großen Saal prangte ein fettes „Austrofred“ mit Neonröhren, das Licht ging aus und die Klänge vom QUEEN-Klassiker „Innuendo“ ertönten, während der Fred auf die Bühne stolzierte und gleich los poste, was das Zeug hält. Die Haare, die in den letzten Jahren immer etwas weniger wurden, wie gewohnt mit Gel zurückgekämmt, der Schnauzbart perfekt aufgeklebt und in einem Outfit zum Schreien, präsentierte sich der Oberösterreicher von seiner „besten“ Seite. Gesungen wurden natürlich nicht die Lyrics von Mercury/Taylor, sondern von „Hupf In Gatsch“ des leider schon verblichenen GEORG DANZER. Man mag von dieser Kombination halten was man will, aber irgendwie schafft es der Ösi-Fred, dass das zusammenpasst und sorgt damit auch für viel Spaß und Jubel im Publikum. Die Neonröhren leuchteten, blinkten und spielten hin und her, während das Stroboskop den halbwegs gut gefüllten Saal zum Erblinden brachte. Für die Ohren war das Ganze natürlich auch nicht immer ganz unanstrengend, da der AUSTROFRED nicht jeden Ton trifft, was man ihm bei dem unterhaltsamen und übertriebenen Stageacting, welches natürlich an Mr. Mercury angelehnt ist, aber verzeiht.





Zwischen den Songs sprach er munter mit dem Publikum und schuf eine sehr intime und persönliche Atmosphäre. Ein Star zum Angreifen eben – denn genau das ließ er auch zu und schüttelte fleißig die Hände, holte sogar einen Freund auf die Bühne und freute sich über die zahlreichen Doubles im Publikum. Mit seinem von Gott gegeben Körper prahlend leitete er über in weitere Songs wie seine Eigenintonation von „Weilst A Herz Host Wie A Bergwerk“ oder „Macho, Macho“, welches mit „Don´t Stop Me Now“ unterlegt wurde. Die großen Hits „The Show Must Go On“ mit STS´ „I Wü Wieder Ham“-Text oder das übermenschlich geniale „Bohemian Rhapsody“, vergewaltigt mit dem Text des EAV-Klassikers „Märchenprinz“ sollten aber erst im späteren Verlauf folgen. Zwischendurch gab es aber immer wieder viel zu lachen, denn der AUSTROFRED plauderte aus dem Nähkästchen, pries sein Merch an, witzelte mit den Zuschauern und stellte sich immer wieder als großen Star dar. Für Schmunzler sorgte auch „Eich Dodln Gib I Gas“ – ein Bastard aus eigenen Lyrics, AMBROS´ „Zwicks Me“ und QUEENs „Another One Bites The Dust“.

Zwischendurch kleidete sich der Fred auch immer mal wieder neu und spätestens da merkte man, dass der man sich für nichts zu schade ist und jeden Spaß mit macht. Seinen Bauch präsentierte er auch immer wieder gern. Als es Richtung Finale und dem eben erwähnten „Bohemian Rhapsody“ ging, präsentierte er seine eigens kreierte Laser-Orgel, die natürlich nur ein Gag war, dafür ein gelungener. Es folgte noch „Schifoahn“ in Kombi mit „We Will Rock You“, bei dem nochmal die Post abging und „Austrofred Is Da Champion“ mit Untermalung von – wie sollte es anders sein – „We Are The Champions“.





Man mag von dem AUSTROFRED halten, was man will, ob er singen kann ist fragwürdig, ob einem seine Witze gefallen ist Geschmackssache, doch der Mann ist einfach ein großartiger Entertainer und so kann man getrost von einem gelungenen Abend mit hohem Spaßfaktor sprechen. Gerne wieder.


Setlist:

1.Text: Hupf In Gatsch (Georg Danzer)
Musik Innuendo (QUEEN)

2.Text: Weilst A Herz Hast Wie A Bergwerk (Reinhard Fendrich)
Musik: (QUEEN)

3. Text: An Macho Hoit Nix Auf / Macho, Macho (Reinhard Fendrich)
Musik: Don´t Stop Me Now (QUEEN)

4. Text: Jö Schau (Georg Danzer)
Musik: Spread Your Wings (QUEEN)

5. Text: Eich Dodln Gib I Gas (Austrofred) / Zwickts Mi (Wolfgang Ambros)
Musik: Another One Bites The Dust (QUEEN)

6. Musik: Who Want´s To Live Forever (QUEEN)

7. Text: Amadeus (Austrofred) / Großvater (Wolfgang Ambros / STS)
Musik: Under Pressure(QUEEN)

8. Text: Florenz (Austrofred) / Sehnsucht Nach Florenz (Stefanie Werger)
Musik: Barcelona (QUEEN)

9. Text: I Am Se Austrofred (Austrofred)
Musik: Somebody To Love (QUEEN)

10. Text Computerhits (Austrofred)
Musik: The Invisible Man (QUEEN)

11. Text: A Mensch Mecht I Bleibn (Wolfgang Ambros)
Musik: One Vision(QUEEN)

12. Text: Märchenprinz (EAV)
Musik: Bohemian Rhapsody (QUEEN)

13. Text: I Wü Wieder Ham (STS)
Musik: The Show Must Go On (QUEEN)

14. Text: Schifoahn (Ambros)
Musik: We Will Rock You (QUEEN)

15. Text: Austrofred Is Da Champion (Austrofred)
Musik: We Are The Champions (QUEEN)


FOTOS + E-CARDS
www.austrofred.at

maxomer
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Beitrag vom 05.02.2013
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