OLEMUS    ALASTOR    DARIUS MONDOP   NIHILIUS  
16.02.2013 @ Kikas

20 Jahre OLEMUS – Grund zum Feiern! Ein Wermutstropfen bleibt aber, denn nicht nur, dass der letzte Auftritt der oberösterreichischen Formation bereits vier Jahre zurückliegt – damals gastierten sie im Posthof – dieser Gig im Kikas Aigen soll anscheinend auch der einzige und somit letzte der Bandgeschichte sein. Als Supporter holte man sich einen bunt gemischten Reigen. Die Black Metaller ALASTOR, die groovenden Stoner Metaller DARIUS MONDOP und den blutjungen Opener NIHILIUS, die uns besonders überraschten, aber dazu gleich mehr. Klar ist Aigen für uns Stadtmenschen am A**** der Welt, jedoch hatten die Veranstalter des Art Of Noise hier eine gute Idee und schickten einen Reisebus quer durch Oberösterreich, den wir natürlich gerne nutzten. Mit Bier und anderen alkoholischen Genüssen ausgerüstet machten sich also einige Metalheads munter und gut gelaunt mit dem Bus auf den Weg zum Kikas.

Pünktlich, bzw. eine Spur zu früh angekommen, tummelten sich schon ein paar Menschen vor bzw. im Kikas und warteten auf den Einlass. Es sollte dann immer noch einige Zeit dauern bis die Jungs von NIHILIUS den Abend eröffneten. Bei dem Bandnamen kam bei mir die Vermutung auf, es mit einer Black Metal oder eine Art Dark Metal Band zu tun zu haben. Das traf es aber nicht wirklich zwar überraschten die Burschen mit dem EURYTHMIX Cover „Sweet Dreams (Are Made Of This)“, welches aber stark an die MARILYN MANSON Version angelehnt wurde. Außerdem bot man noch den Party-Rausschmeißer „Breaking The Law“ von JUDAS PRIEST. Das eigene Material war aber eigentlich viel interessanter, denn alleine schon die Aufmachung war interessant. Einige der Bandmitglieder waren geschminkt und der Fronter, mit Strapsen, Lederoutfit, Militärhut und Posen, die irgendwo zwischen Till Lindemann (RAMMSTEIN), Whiplasher (DEATHSTARS) und dem Manson schwankten, war sich für nichts zu schade. Auch musikalisch bewegte man sich in ähnlichen Regionen, von einer Kopie kann aber keineswegs die Rede sein. Die Stimmung im gut gefüllten Kikas war von Anfang bis Ende großartig. Die Jungs haben jedenfalls was drauf.





DARIUS MONDOP verpasste ich aufgrund eines eingehenden Gesprächs mit OLEMUS – ein Video-Interview folgt noch – doch wie ich hörte, gaben die Jungs wie immer alles und zogen eine ähnlich solide und energiegeladene Show ab wie schon im Vorprogramm von THE SORROW oder am Gig auf der der Jam Night, wo sie mit MILKING THE GOATMACHINE, REPLICA, SYN und Co. Leider blieb auch die Setlist komplett gleich, doch merkte man schon, dass die Jungs sich noch besser mit ihrem neuen Drummer eingespielt haben und somit kompakt und präzise wie nie agierten, wie mir zu Ohren kam.

Es folgten ALASTOR. Mag sein, dass die Jungs mit ihrem typischen Black Metal mancherorts gut ankommen, doch hier waren sie mehr als deplatziert. Eher gelangweilt, als wirklich energiegeladen knüppelten die Jungs ihre Songs herunter und verjagten somit so manch gelangweilten Zuseher, denn der Saal leerte sich merklich im Gegensatz zu den zuvor gebotenen Performances, was nicht für eine Band, die bereits seit 1996 aktiv ist spricht.





Zu Glück war der Spuk aber bald vorbei und man freute sich auf den Headliner des Abends. OLEMUS zeigten einmal mehr, dass sie mehr als nur ein Geheimtipp in Österreich sind bzw. leider nun waren. Im Gegensatz zum Auftritt im Posthof hat sich das LineUp zwar wieder etwas geändert, jedoch waren alle Mitglieder zuvor schon mal in der Band aktiv. So fehlten aber Wolfgang Rothbauer (IN SLUMBER, THIRDMOON, GODHATECODE, ZOMBIE INC, DISBELIEF) oder Markus Pointner (IN SLUMBER, LEGACY OF HATE, EDENBRIDGE). Machte aber nichts, denn präsentiert wurden bei wirklich gutem Sound und einer tollen Atmosphäre einige ihrer Hits aus der kompletten Schaffensphase wie von den Alben „Passionfall“ (2001), „Living Your Hell“ (2005) oder „Bitter Tears“ (1996).





Mittlerweile wurde es richtig voll und somit auch gut warm im Saale und das tat der Stimmung sichtlich gut. Da waren auch ein paar schiefe Töne von Sänger Rhobsy schnell verziehen. Den Stil von OLEMUS kann man schwer definieren, denn hier wird so einiges geboten, deshalb sollte man sich vielleicht selber ein Bild machen, denn die Alben der Band sind es auf jeden Fall wert. Als Überraschung brachte man noch ehemalige Mitglieder zum Einsatz. So übernahm Markus Koblbauer, der mittlerweile leider im Rollstuhl sitzt kurzzeitig den Bass in die Hand und auch Veranstalter Gernot wurde auf die Bühne gebeten. Zudem wurde Robert noch stimmkräftig von einer Dame unterstützt, so dass er auch mal zur Gitarre greifen durfte.





So feierten also OLEMUS gebührend ihr 20-Jähriges und leider wohl auch ihren Abschied. Doch so viel kann ich verraten – im Interview mit den Herren konnte man ein „sag niemals nie“ heraushören. Seien wir also gespannt, ob es die All-Star Truppe nicht doch nochmals im Finger juckt. Wir würden uns auf jeden Fall freuen.




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maxomer
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Beitrag vom 20.02.2013
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