STEVE HARRIS BRITISH LION   ZICO CHAIN  
07.03.2013 @ Aera

Steve Harris beehrt mit seinem Soloprojekt die Arena, was Grund genug ist unter der Woche nach Wien zu fahren und zu schauen wie der Großmeister am Bass mit seiner Band live rüberkommt. Auf CD war es ja etwas gewöhnungsbedürftig, da man dort ja sehr soft zu Werke geht und fast etwas poppig wirkt.

Als Opener fungierten die britischen Rocker ZICO CHAIN, die ihr aktuelles Album "The Devil In Your Heart" promoteten. Aufgrund des frühen Beginns sahen wir nur noch die letzten drei Songs. Die Musik des Trios liegt irgendwo zwischen Alternative Rock, NICKELBACK und MUSE und kommt live auch ganz gut rüber. Die Band wirkte durchaus motiviert und konnte das doch eher spärliche Publikum durchaus gut unterhalten. Technisch kann man den Jungs keinen Vorwurf machen, spielten sie doch ihre Songs ziemlich tight und präzise. Einziger Kritikpunkt wäre, dass die Londoner zu wenig Charisma und Eigenständigkeit besitzen.

Nach einer ca. 25 minütigen Umbaupause war es dann soweit. BRITISH LION und allem voran Steve Harris enterten die Bühne. Nach kurzem Intro ging es dann ziemlich rockig los. Kein Vergleich zur CD - Live kommt das Material, trotz dem nach wie vor sehr melodisch agierenden Sängers Richard Taylor, um ein gutes Stück härter und aggressiver rüber, aber allein das powervolle Drumming sorgt für mehr Schwung.

Die ersten drei Songs wurden dann ohne Pausen und Ansagen auf das immer noch spärliche Publikum losgelassen und sorgten von Anfang an für gute Stimmung, der das etwas höhere Tempo der Musik zu Gute kommt. Das darauf folgende "Father Lucifer" war dann der erste von vier neuen Songs und präsentierte sich, wie auch die anderen, etwas ausgereifter als die CD Tracks. Auch die Band taute nun langsam auf. Das Stageacting wurde langsam etwas dynamischer, Steve Harris ging zu seinen von Maiden her gewohnten Posen über und die beiden Gitarristen standen ihm in nichts nach. Auch wurde mittlerweile zwischen den Songs mit dem Publikum kommuniziert. Die Stimmung im Saal stieg noch weiter an und auch die Band spielte sich schon fast in einen Rausch. Verschwunden waren die doch ziemlich poppigen Einflüsse, die auf der CD auszumachen sind und der Abend ging extrem rockig weiter.





Absolute Höhepunkte waren "Guineas And Crowns", "Us Against The World" und "Judas", welches den regulären Set dann eigentlich viel zu bald beendete. Als erste Zugabe gab es das sehr gut interpretierte UFO-Cover "Let It Roll", das die Fans noch mal ordentlich zum Toben brachte. Als Rausschmeißer fungierte das ziemlich melodische aber sehr intensive "Eyes Of The Young" mit seinem coolen Akustikpart, bei dem Sänger Richard Taylor selbst zur Gitarre greift. Dann war nach sehr schnell vergangenen und unterhaltsamen 85 Minuten auch schon Schluss und ein echt netter, rockiger Abend ging zu Ende.





Man kann sagen, dass BRITISH LION live durchaus sehenswert sind, auch wenn die CD nicht der absolute Reißer ist, denn das Mehr an Härte macht die Songs zu richtig schönen, eingängigen Rockern, die alle zu begeistern wissen die auf Rockmusik made in Britain stehen. Außerdem ist es doch beeindruckend Steve Harris mal aus der Nähe spielen zu sehen, auch wenn er sich als Star der Band keineswegs in den Vordergrund drängt, sondern eher die Gitarristen die Show machen lässt.


Setlist:

This Is My God
Lost Worlds
Karma Killer
Father Lucifer
The Chosen Ones
These Are the Hands
Guineas And Crowns
The Burning
Last Chance
Us Against The World
A World Without Heaven
Do You Want It
Judas
-
Let It Roll
Eyes Of The Young
www.steveharrisbritishlion.com/

Tom
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Beitrag vom 13.04.2013
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