SYN (UNF***ED)   PUSSY PILOTS  
10.05.2013 @ Volkshaus

Wie in den vergangenen Jahren präsentierte das MashUp Festival im Volkshaus Marchtrenk abwechslungsreiche Kost Genre-übergreifend aus Österreich. Da wurde nicht nur gerockt und gemosht, sondern auch Techno-Klänge, Pop und Punk geboten. Earshot hatte aber dennoch ein paar Gründe das Fest zu besuchen. Zum Einen ist die Location, wie wir letztes Jahr auf der Jam Night feststellen durften, sehr cool und zum anderen gab es mit den Nachwuchsrockern PUSSY PILOT und den Lokalmatadoren SYN, die eine ihrer seltenen „Unf***ed“ Shows gaben, gute Kost für jeden Rocker. Die Technoheads von DMVA oder die HipHop-Front TEXTA, die den Headliner gaben, sind da schon für uns weniger passende Vertreter.

Gegen 20:30 rockten PUSSY PILOT schon gewaltig den Saal und zeigten trotz ihres jungen Alters schon eine ausgesprochen gute Bühnenperformance mit viel Elan und sichtlich Spaß bei der Sache. Einer der Gitarristen musste es aber übertreiben und verletzte sich während eines Songs vor der Bühne. Mit Hilfe der Zuschauer wurde dieser aber bald wieder auf die Bühne gebracht und es konnte weiter gehen. Zwar ist der Sound, inspiriert von den großen Rockern wie AC/DC nichts Neues, doch die junge Truppe weiß wie man diesen präsentiert und erzeugte eine ausgesprochen gute Stimmung im Saal. Wenn die Jungs so weiter machen, erwartet uns hier noch so einiges.





Die nächste und für uns schon wieder letzte Station waren wie erwähnt SYN, die normalerweise mit ihrem aggressiven Alternative Sound die Bühnen rocken. An diesem Abend sollte aber alles anders kommen, denn anstatt fette Riffs auf die Zuschauer loszulassen, schnallte man sich die Akustik-Gitarre um und schlug ruhigere Töne an. Dafür holte man sich auch prominente Hilfe. Mit Jürgen am zweiten Mikro und Roque an der zweiten Gitarre durften die Kollegen von DARIUS MONDOP fleißig mitrocken. Ein ungeschriebenes Musik-Gesetz sagt anscheinend, dass man bei Akustik-Shows sitzen muss, so mussten Fronter Thomas und Gastsänger Jü für die Bewegung auf der Bühne sorgen, was sie auch ganz gut taten.





Mit den umgebauten eigenen Songs „Kiowas“ und „Tapewar Terror“ startete man schon gelungen ins Set. Im akustischen Gewand funktionieren die SYN-Songs eigentlich sehr gut, wobei leider der Gesang, an dem nur wenig bis gar nichts geändert wurde, hier und da nicht ganz harmonisch wirkte. Das machte aber gar nichts, denn SYN und die Jungs von DARIUS MONDOP wissen einfach wie man Party macht und so wurden mit dem Cover „Loser“ von BECK die Zuschauer umso lauter. Mit „Black Jesus“ von EVERLAST folgte später noch ein weiterer cooler Cover-Song. Die KID ROCK Schnulze „Cowboy“ hätte man aber meiner Meinung nach in der Kiste lassen können. Durch die Akustik-Gitarren klingen Songs sowieso immer nach Southern-Rock und so passten die gecoverten Tracks auch ganz gut ins Set. Mit „S.O.A.V.R.“ bot man noch einen Bandklassiker, ehe man mit dem neuen und mit Abstand härtesten Akustik-Song „Campfire Epiphany“ die überwältigend laute Zuschauerschar alleine dastehen ließ.





Setlist SYN:

Kiowas
Tapewar Terror
Loser (BECK)
A Review On Fundaments
Black Jesus (EVERLAST)
Cowboy (KID ROCK)
S.O.A.V.R.
Campfire Epiphany

Wie schon erwähnt, taten wir uns DMVA und TEXTA nicht mehr an, denn so konnten wir zwei wirklich talentierte Bands mit starken Auftritten in Erinnerung behalten. Sollten SYN in den nächsten Jahren wieder einmal einen „Unf***ed/Unplugged“ Gig vagen, so spreche ich eine uneingeschränkte Empfehlung aus.


FOTOS + E-CARDS
www.facebook.com/Mashup.Festival/events

maxomer
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Beitrag vom 12.05.2013
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