EXTREMEFEST 2013 - TAG2: KATAKLYSM   TANKARD   GRAVE   SEPTICFLESH   FLESHGOD APOCALYPSE   KATALEPSY   HYPNOS   DESERTED FEAR   VIBRION  
24.05.2013 @ Flugplatz Schwarze Heide

Der zweite Tag startete wettertechnisch freundlicher, was die Stimmung am gesamten Festivalareal gleich deutlich hebte. Am Zeltplatz wurde gegrillt, gequatscht, getrunken und Musik gehört. So mancher nutzte auch die Zeit um sich im kleinen und sympathischen Städtchen Hünxe umzusehen. Nach dem Mittagessen - selbst zubereitet oder an einem der Essensständen erstanden - konnte man die erste Band des zweiten Tages bei strahlendem Sonnenschein direkt vor der Bühne oder gemütlich von den Bierbänken aus genießen.



VIBRION nannte sich die erste Formation des Tages - eine alte Death Metal Gewalt aus Argentinien, die sich aber zur Zeit in Belgien niedergelassen hat. Ihre Performance war zwar etwas zurückhaltend, da sie wohl schon einige Zeit nicht mehr auf der Bühne standen, dennoch war die Show sehr vielversprechend. Musikalisch energiegeladen und druckvoll spielten sie sich in die Herzen der - leider aufgrund der frühen Tageszeit noch sehr wenig vorhandenen - Zuhörer. VIBRION waren eine gelungene Abwechslung zu den nordisch- oder US-amerikanisch klingenden Bands des Vortages und läuteten einen Festivaltag, der abwechslungsreicher nicht sein konnte, würdig ein.





Die zweite Band des Tages war DESERTED FEAR aus Eisenberg/Thüringen. Die noch recht junge Truppe spielt einfach gestrickten Oldschool Death und konnte dadurch gleich von der ersten Sekunde an ihre Zuhörerschaft begeistern. Man kann schon gespannt sein, was uns von dieser jungen Band noch alles zu Ohren kommt in den nächsten Jahren. Mir hat das, was ich gehört habe, schon sehr gut gefallen.



Die Todesmetaller HYPNOS aus Tschechien waren der nächste Act auf der Hauptbühne und brachten uns mit ihrer Musik ein Stück weiter nach Nordosten. Insgesamt war die Performance zwar recht gelungen, konnten mich aber leider musikalisch nur stellenweise überzeugen.





Es ging noch ein bisschen weiter nach Osten und so durften die Jungs von KATALEPSY ran. Die Death Metal/Grindcore Band aus Moskau war sehr agil unterwegs auf der Bühne, musikalisch dafür nicht ganz so meins. Sound und Stimmung passten hier allerdings und so zockten die Russen so ziemlich alles was sie hatten, haben sie doch vor Kurzem erst ihr zweites Album "Autopsychosis" released und waren daher heiß darauf, die bangende Meute von ihrem neuen Werk zu überzeugen.





Jetzt war es aber wieder Zeit für Musik aus den südlicheren Breitengraden. Die technische Death Metal Formation FLESHGOD APOCALYPSE aus Rom betraten gegen 18:00 die Bühne. Wie für italienische Bands schon fast gewohnt, war hier der Dramafaktor ganz noch oben geschraubt. Bombastisch, fast schon melodiös ist ihr Set und sticht durch den Einsatz vieler Elemente der klassischen Musik auf so einem Festival natürlich besonders hervor. Die ganze Aufmachung war schon fast filmreich und das hohe Tempo in fast all ihren Stücken war ganz nach meinem Geschmack. Genau so muss man einen Festivalgig aufziehen!






Wir bleiben im Süden und wechseln auf der Mainstage das Banner. SEPTICFLESH aus Athen brachten nicht nur eine unglaubliche Stimmung, sondern auch den Sonnenschein mit auf die Bühne. Ihr ebenfalls sehr technischer Death Metal besticht zusätzlich auch durch den Einfluss andere Musikstile wie dem Bombastic Metal. Ein unglaublich athmosphärischer Auftritt und für Fans der Band eine wahre Glanzleistung.





Doch schön langsam zog nun Kälte und Regen wieder über das Geländ einher und es wurde etwas ungemütlich. Die Show von GRAVE ließ man sich aber dennoch auf keinen Fall entgehen. Die fast schon alten Hasen des Death Metal Business waren bei bester Laune und rifften um die Wette. Einfach nur stark! Geboten wurden Songs des aktuellen Longplayers "Amongst Marble And The Dead" und natürlich altbekanntes wie "Morbid Way to Die", "Extremely Rotten Flesh" oder "You'll Never See". Auf keinen Fall fehlen durfte natürlich ihr Paradesong "Into the Grave".






Bei nun schon Eiseskälte betraten die Thrasher TANKARD die Mainstage und konnten dank Mittanzmusik zum Glück etwas wärmende Energie ins Publikum tragen. Gere flitzte wie gewohnt von einem Bühnenrand zum anderen - vielleicht diesmal etwas öfter, denn Stillstehen bei diesen Temperaturen bedeutete fast schon den sicheren Tod. Unglaublich, dass hier viele so tapfer durchhielten und jeden Song lautstark mitgröhlten. Gere war wie immer für jeden Spaß zu haben und holte beispielsweise auch ein Mädl aus dem Publikum für eine kleine Tanzeinlage auf die Bühne. TANKARD garantieren eben immer für Spaß auf jedem Festival und funktionieren hervorragend als Biertrink-Motivatoren!






KATAKLYSM waren die Headliner des Abends und präsentierten den tapfersten Zuhörern bei prasselndem Regenfall, Windstärken jenseits von Gut und Böse und bitterer Kälte ihre Songs. Wäre es nicht so verdammt kalt gewesen, wäre die Stimmung sicher noch ausgelassener gewesen, denn KATAKLYSM boten eine recht gute Headlinershow. Die Setlist war wie immer buntgesmischt von "Shadows And Dust" über "Push The Venom" bis hin zu "The Awakener. Abermals zu bekriteln war der Sound, den hätte man ruhig noch eine Spur hochschrauben können.





Nach dem man sich danach im Partyzelt vergnügte, versuchte man mit sehr vielen Schichten Kleidung und Decken sich endlich zum Einschlafen zu bringen, und man konnte schon selig vom abschließenden Tag des Extremfestes träumen und auf besseres Wetter hoffen. Ob unsere Gebete erhört wurden, könnt ihr übrigens im dritten Teil des Berichtes lesen!


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Sunny
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Beitrag vom 20.06.2013
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