EXTREMEFEST 2013 - TAG3: BEHEMOTH   THYRFING   EXHUMED   VADER  
25.05.2013 @ Flugplatz Schwarze Heide

Die Wettergötter haben uns leider nicht erhört und so wachten wir am dritten Tage schon etwas erschöpft, durchnässt und durchgefroren auf und entschieden uns etwas länger am Campingplatz zu verbleiben und erstmal zu chillen.





Wir begaben uns daher erst recht spät zu VADER wieder aufs Konzertareal, wo uns eine starke Show einer großartigen Band geboten wurde. Eine ordenltiche Ladung Death/Thrash schlug da auf uns ein und konnte auf fast allen Linien begeistern. Der Sound war hier mal ausnahmsweise auch wieder recht gut gemischt und die Setlist, die auch recht viele alte Scheiben beinhaltete, war wirklich gut gewählt. VADER sind es eben immmer wieder wert. Einzig und allein, der abrupte Abgang nach der noch nicht mal ganz verstrichenen Spielzeit hätte nicht sein müssen. Nach dem langem Warten endlich das polnische Urgestein wieder einmal live zu erleben zu können, hätte man da ein paar würdige Worte oder eine Zugabe schon raushauen können.





Da leider schon wieder der Regen fiel, entschied man sich auf einen Sprung in die Tentstage zu blicken, aber bei einem Sprung sollte es nicht bleiben, denn EXHUMED waren an der Reihe, und dieser Auftritt war für mich DAS Highlight am diesjährigen Extremefest. So ein tightes Set und solch coole Performance habe ich schon lange nicht mehr miterlebt, einfach nur der Wahnsinn. Die Amis spielten wohl ganz nach meinem Geschmack: Death und Thrash aus der San Francisco Bay Area und meine Set-List Wünsche wurden auch fast alle erfüllt: "As Hammer To Anvil", "Matter Of Splatter", "Through Cadaver Eyes" usw. Hinzukommt noch die witzige Live-Performance durch einen Irren mit Kettensäge und schleimig grüner Soße, die über den Köpfen der Zuseher in der ersten Reihe verteilt wurde. Humorvoll und musikalisch top, die Band werd ich mir beim nächsten Konzertgig sicher nicht entgehen lassen!





Auf ging es zur Hauptbühne, um sich das Deaht Metal Inferno alias die Herren THYRFING anzuhören. Musikalisch im Viking Bereich angesiedelt, passte der in Strömen gießende Regen wunderbar zur Performance. Vor dem Micro stand ja auch niemand geringeres als Jens Ryden (ex-NAGLFAR), der für mich der perfekte Frontman schlecht hin ist. Man kam sich wirklich vor wie auf rauer See und die Band gab alles, um die verbleibenden Zuseher bestens zu beschallen. Tragischerweise hatte die Band - außer gen den Regen - leider auch noch gegen das Champions League Finale zu kämpfen. Sehr viel Pech hatten die Jungs da wohl mit ihrem Slot, aber wer sich dafür entschied vor der Bühne zu stehen, bekam dafür eine wirklich tolle Show geboten.

Bei BEHEMOTH war man dann endgültig ein Eiszapfen und so war die Performance der Black/Deather zwar filmreif, aber schon recht ungemütlich zu verfolgen. Dafür konnten die Musiker natürlich nichts, die professionell ihr Set boten, welches wie gewohnt die immer gespielten Lieder "Ov Fire And The Void", "Lucifer", "Chant For Echnaton" etc. beinhaltete. Wäre es nicht so bitterkalt gewesen (Temperaturen unter Null), wäre dieser Auftritt aber einer der besten gewesen, denn der Sound war (zum ersten Mal auf der Open Stage) einfach nur genial und trotz allem passte ja das "Unwetter" irgendwie wieder recht gut zu BEHEMOTH und so beendeten die Polen extrem stark und fast schon post-apokalyptisch das diesjährige Extremefest.

Abschließend bleibt zu sagen: Das Extremefest hat sich heuer ihren Namen reichlich verdient, denn das Festival war in einem Wort einfach extrem. Extremes Wetter, extrem coole Location, extrem nette Leute und vor allem viel extreme Musik! Das mit dem Wetter sollte man ändern, der Rest sollte bleiben und dann freuen wir uns auch schon sehr auf nächstes Jahr! Ich sag zu diesem Open-Air auf jeden Fall "gerne wieder"!

Fazit:
+ Location
+ Line-Up
+ Organisation

o tighter Zeitplan (kaum Pausen zwischen den Acts, dafür fast zu vieles parallel)

- Wetter
- teilweise Soundprobleme auf der Mainstage


FOTOS + E-CARDS


Sunny
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Beitrag vom 20.06.2013
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