HEATHEN FORAY   KNAAT   INTERREGNUM    ODRAEDIR  
16.09.2013 @ Explosiv

Obwohl es ein eher trüber Abend in Graz ist, haben sich die ersten Besucher schon um 19.00 beim Explosiv eingefunden. Nach und nach finden sich doch noch mehr Leute ein und kurz nach 20.00 beginnen ODRAEDIR mit ihrem Auftritt. Leider finden am Beginn noch sehr wenige Leute in die Halle aber zum Glück füllt sie sich doch nach und nach mit Besuchern, die dem flotten Pagan/Folkmetal der sehr engagierten Tschechen lauschen. Das haben sich ODRAEDIR auch mehr als verdient. Sie machen wirklich tolle Musik und ein Reinhören in ihre EP ist es auf jeden Fall wert.





Als ich nach einer kurzen Pause wieder in die Halle kam, spürte ich auf einmal ein Schwert auf meinem Rücken (zum Glück nicht IM Rücken) – eine Reihe Männer und Frauen in altertümlichen Gewändern, bewehrt mit Schwertern und Schilden „enterte“ das Explosiv. NINO – der wohl bekannteste steirische Metalfan - führte mit seinen Leuten eine Kampfshow auf und das Klirren der Schwerter war die perfekte Ergänzung zum Thema dieses Abends.








Nach diesem Intermezzo kamen INTERREGNUM aus Graz auf die Bühne. Ich habe diese Band schon drei Mal gesehen und jedes Mal hatten sie einen anderen Sänger. Die große Anzahl der Besucher in der Halle zeugte jedoch von der großen Beliebtheit dieser Band. Ihre Musik ist deutlich härter als die ihrer Vorgänger und mit einem Titel wie „Die Steiermark“ bringen sie das Publikum endgültig auf ihre Seite.





Nach der Umbaupause ging es mit KNAAT aus München weiter. Leider hatten sie ein ähnliches Schicksal wie die erste Band – es waren am Anfang kaum Besucher in der Halle. Aber sie haben sich davon nicht beirren lassen und haben ihr Bestes gegeben. Und was man zu hören bekam war Pagan Metal vom Feinsten, der eindeutig mehr Zuhörer verdient hätte. Die druckvolle Stimme des Sängers passte sehr gut zu den von der Band gespielten Melodien, die wirklich sehr angenehm anzuhören waren. Für mich waren sie die Entdeckung des Abends und ich werde sie mir sicher wieder gerne anschauen, wenn sich die Gelegenheit bieten sollte.





Danach war ein weiterer Schwertkampf am Programm, der an dem mit freiem Oberkörper kämpfenden NINO einige Spuren hinterließ. Zu späterer Stunde war es dann so weit – HEATHEN FORAY betraten die Bühne und die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Gleich von Anfang an hatten sie das Publikum fest im Griff und trotz der späten Stunde an einem Arbeitstag, sind doch die meisten bis zum Schluss geblieben. Man hat aber auch deutlich gemerkt, dass es ihnen großen Spaß gemacht hat wieder auf der Bühne zu stehen, nachdem sie sich doch eine Weile rar gemacht hatten. Schön, dass sie wieder da sind! Und bei den beiden letzten Titeln stand auch noch der Sänger von INTERREGNUM auf der Bühne.





Setlist – HEATHEN FORAY:
Intro
Wolkenbruch
Armored Bards
Inner Force
Winterkrieg
Mei Laund
Drachenaugen (Fading Tree)
Ragnaröck
The Blight
Bifrost
Hopfen und Malz

Ein toller Musikabend, der wohl mehr Besucher verdient hätte. Aber es ist halt immer ein Problem, wenn Konzerte unter der Woche stattfinden. Die meisten müssen ja doch am nächsten Tag arbeiten. Da wäre es zu überlegen, die Beginnzeit bei Konzerten an Wochentagen vorzuverlegen.
www.heathenforay.com

Metalmama
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Beitrag vom 26.09.2013
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