BOON    MUDFUZZ   DROWN A FISH    ONE - EIGHT SEVEN  
04.06.2000 @ Zu-Ga-Be

Als erste Band des Abends betraten ONE - EIGHT - SEVEN die Bühne. Nach einem langen Intro gings dann los. Und wie. Der 1. Song war wie ein Schlag ins Gesicht, die volle Power und ein Wahnsinnsdruck. Man merkte es den Burschen an, daß sie keinesfalls eine Softie - Band sind. Der Gesang war ausgezeichnet, agressiv, bissig und ab und zu ein paar Growls, und das alles nicht nur vom Frontmann gesungen/geschrien,
sondern auch von den anderen Bandmitgliedern (bis auf dem Drummer).
Auch in Punkto Musik tat sich bei dieser Band Einiges: Gitarrensolos zwischendurch, mächtige Riffs, der Bass hing den Gitarren um Nichts nach und der Drummer hat regelmäßig die "Beherrschung" verloren und wie wild um sich herum geschlagen. Keinen einzigen Patzer während dem ganzen Set, gute Aufteilung der Vocals unter den drei Saitenwürgern, man merkte, daß diese Musiker perfekt aufeinander eingespielt waren und volle "Freude" beim Spielen hatten. Sie wirkten aber agressiv und zornig, was Ihnen, glaube ich, recht war.
Gegen Ende des Sets kam ein etwas anderer Song, etwas "milder" und mit einem "richtigen" Gesang. Auch bei diesem Song bewiesen die Herrschaften ihr Können und ihr musikalisches Spektrum. Am Ende kam dann die Erklärung zu ihrem Bandnamen: §187 beiinhaltet die Todesstafe des US Starfgesetzes, und dagegen sind die Herren aus Niederösterreich. Der Titel der letzten Nummer war auch folglich 'Fuck capital punishment'. Eine ultra schnelle Hard - Metal - Core Nummer. Was soll man zu den Jungs noch sagen außer: WAHNSINN.

Die nächste Band war MUDFUZZ. Sie hatten es natürlich nicht leicht nach so einer perfekten Show der Vorband. Ich muss leider zugeben, daß ich nur die Hälfte des Gigs gesehen habe, aber das was ich gesehen habe war gut. Die Musik und die Musiker wirkten nicht so agressiv wie die Vorband, sondern eher gelassen. Die Musik war leicht zu "verdauen", und zu spielen glaube ich auch. Es wurde mehr auf die Effektgeräte als auf übliche Gitarren - Griffbrettarbeit gesetzt. Der tiefe Gitarrensound und das Drum & Bass Zusammenspiel waren recht nett anzuhören. Der Gesang war meiner Meinung auch o.k.
Gesamteindruck: netter Sound aber für mich nicht irgendwie was Besonderes.

Marin


Die nächsten an der Reihe waren BOON, welche meiner Meinung nach den besten Sound des Abends produziert haben. Sie hatten Power und den nötigen Druck und man merkte Ihnen die Freude am Spielen an. Auch die mitgereisten Fans waren sehr gut drauf, was viel zur Atmosphäre beigetragen hat... Soundmäßig tat sich auch bei dieser Band einiges: Druckvolle Riffs, kombiniert mit einem mächtigen Bass und einem wirklich guten Drummer + die Stimme des Frontmannes ergaben ... BOONCORE vom feinsten. Nicht zu schnell und auch nicht zu langsam, einfach genau richtig gemixt. Immer wieder langsamere Parts in den Liedern, zur allgemeinen Erholung dienend, dann wieder "volle Pulle". BOON muss man live gesehen haben, deshalb auch meine Empfehlung: Donauinselfest, Planet Music, 17.15, Samstag den. 24.06.00. Nachträglich bleibt nur noch zu sagen, daß BOON verdienter Sieger des Austrian Band Contest ist.

Kommen wir zum Schluss des Abends, den DROWN A FISH bestritten hat... die meiner Meinung nach soundmäßig klingen, wie sie heißen: DROWN A FISH spielt New Electric Crossover, der mir z.B. überhaupt nicht liegt. Der Sound hatte keinen Druck, man hörte die Gitarren kaum und es waren viel zu viele elektronische Elemente dabei (für meinen Geschmack). Andererseits kann es durchaus sein, dass ihnen schon die Motivation gefehlt hat (Auftreten nach Boon, als letzte Band, und ziemlich leer war es auch schon).

Kommen wir zur Wertung des Abends:
1. BOON
2. 187
3. Mudfuzz
4. Drown a fish





Dennis

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Beitrag vom 09.07.2000
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