AHAB   OMEGA MASSIF   VALBORG  
25.10.2013 @ KellerKlub, Stuttgart

Die Divnity of Mountains Tour ist definitiv ein Gustostück für alle Liebhaber des gepflegten Funeral Doom Metals. Da AHAB, OMEGA MASSIF und VALBORG diesmal leider nicht durch Österreich tourten, musste man den Weg nach Deutschland oder in die Schweiz auf sich nehmen. Für uns hat sich der Trip nach Stuttgart auf jeden Fall ausgezahlt. Denn auch wenn böse Zungen behaupten, Funeral Doom habe etwas einschläferndes, haben es vor allem OMEGA MASSIF und AHAB geschafft, den KellerKlub in der Baden-Württembergischen Hauptstadt zum Kochen zu bringen.


Die erste und definitiv die schnellste Band des Abends waren die Bonner von VALBORG. Den Stil der Jungs eindeutig einzuordnen fällt schwer. Es handelt sich wohl um eine gut gewählte Mischung aus Doom und Death Metal. Auf jeden Fall eine interessante Band.





Die zweite Band des Abends OMEGA MASSIF ist wohl der beste Beweis dafür, dass es auch ohne Gesang hart zur Sache gehen kann. Denn ganz ehrlich, diese Band ist ein Vorzeigeobjekt in Sachen rein instrumentaler Spitzenmusik. Mit Songs wie "Unter Null" und "In Der Miene" sorgten die Jungs aus Würzburg dafür, dass dem Publikum sicher nicht kalt wird. Schade nur, dass scheinbar der Lichttechniker des KellerKlubs gerade auf Urlaub war und die Band damit eine ganze dreiviertel Stunde nur durch zwei blaue Scheinwerfer belichtet war. Das war dann aber schon auch das einzige, was an diesem Gig noch zu bemängeln gewesen wäre. Musikalisch einwandfrei – Studioqualität auf der Bühne!





Von den Mienenarbeitern aus der Geisterstadt weiter zu den Seemännern von AHAB, die als Kinder wohl alle am Liebsten die Bücher von Moby Dick gelesen haben. Hätte ich als Kind schon gewusst, was man aus dieser Geschichte machen kann, hätte ich mich in der Schule wohl nicht so vehement gewehrt es zu lesen. Mit "Call of the Wretched Sea", "The Divnity Of Oceans" und "The Giant" haben AHAB in den letzten Jahren drei Meisterwerke auf den Markt gebracht, die ihresgleichen vergeblich suchen. Perfekt abgestimmte Gitarrensounds, schwerfällige Schlagzeug-Elemente und die unverkennbaren Vocals von Daniel Droste machen den maritimen Sound aus, für den AHAB bekannt ist. Das Tolle ist, dass sie die Power, die auf den CDs zu hören ist auch eins zu eins auf die Bühne bringen.





Wenn man noch nie auf einem Funeral Doom Konzert war, stellt man sich das ja immer sehr interessant vor. Nun ja, der Gig von AHAB war wohl wiedermal der beste Beweis, dass langsame Musik die Fans trotzdem ordentlich zum Bangen bringen kann. Mit Songs wie "Below The Sun" und "Antarctica" hat der bis oben hin gefüllte KellerKlub gebebt. Und das in einer Manier, die so manche Speed Metal Band erst einmal nachmachen soll.
Ein sehr sympathischer Daniel Droste war übrigens begeistert von unserer Reisefreudigkeit:„Ihr Österreicher seit wirklich ein sehr mobiles Völkchen. Da freut man sich natürlich sehr darüber!“





Setilist AHAB:

Below The Sun
Deliverance
Nickersons Theme
Antarctica
The Hunt

Einziges Manko der Show – die Jungs mussten nach eineinhalb Stunden Performance schon um halb elf aufhören zu spielen und das Feld räumen. Scheinbar wird der KellerKlub dann wieder mit so genannten Normalos befüllt. Gut, dass es schon wieder früher dunkel wird – denn wie Insider wissen, würden AHAB ja nie bei Tageslicht spielen...


FOTOS + E-CARDS


Nina
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Beitrag vom 31.10.2013
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