POWERWOLF   MAJESTY   DRAGONY  
28.12.2013 @ Szene

Ein aller letztes Mal im Jahr 2013 ließ man das Heavy Metal Banner flattern. Und wer könnte das besser machen als MAJESTY, die mit „Banners High“ aktuell ein mehr als dazu passendes Album im Gepäck haben. Die deutsche True Metal Institution präsentierte an diesem Abend in der Wiener Szene gemeinsam mit den headlinenenden Wölfen POWERWOLF und den Lokalhelden DRAGONY eine Show, die das Jahr wunderbar ausklingen ließ.

Begonnen wurde wie erwähnt von den in Wien mittlerweile mehr als bekannten Epic Metallern DRAGONY. Sigi Samer, der mittlerweile auch bei VISIONS OF ATLANTIS trällert, führte mit seinen Männern wieder mehr als souverän durch das Set. Ein anfangs sehr schwammiger Sound und der eine oder andere Verspieler brachte weder Publikum noch Band aus der Fassung und so füllte sich der Saal in der Szene bereits zur Prime-Time mehr als gut. Da wurde bereits fleißig mitgesungen, gefeiert und die Fäuste gereckt. Neben den bekannten Nummern des Debüt „Legends“ unter denen sich die Ohrwürmer „The Longest Night“ und „Alcador“ befanden, präsentierte man auch den KAMELOT Hit „Center Of The Universe“. Klar, Roy Khan hat eine ganz andere Stimmlage und die düstere Stimmung der US-Helden wurde nicht ganz erreicht, aber auch im DRAGONY-Soundgewand macht der Klassiker absolut Spaß. Wer DRAGONY kennt, weiß, dass er nicht enttäuscht wird – und so war es auch an jenem Abend.






Setlist DRAGONY:

Burning Skies
Heroes Return
The Longest Night
Center Of The Universe (KAMELOT Cover)
The Ride
Wings Of The Night
Alcador


Auf MAJESTY freute ich mich besonders, da sie auf der vorangegangenen Tour mit POWERWOLF, ASHES OF ARES und BATTLE BEAST bereits eine mehr als souveräne Show hinlegten. Leider verpasste ich da aber einen Teil des Konzertes, was ich hier aber unbedingt wieder ausgleichen wollte. Voller Energie und Elan wirbelten die Männer rund um Tarek MS Maghary über die Bühne und feuerten ihre Hits ab. Seit dem letzten Werk „Thunder Rider“ von dem der Titeltrack und „Metal Union“ geliefert wurde ist noch nicht mal ein Jahr vergangen, da bieten die Deutschen bereits mit „Banners High“ einen würdigen Nachfolger. Auch hier gab es den Titelsong und mit „Time For Revolution“ und „United By Freedom“ zwei weitere gelungene True Metal Brecher. Leider ging das aber auf Kosten der Klassiker denn die knappe Spielzeit von nur 45 Minuten ließ dann Hits wie „Sword & Sorcery“, „Heavy Metal“ oder „Keep It True“ durch den Rost fallen. Ich hoffe mal, dass das aber kommendes Jahr bei der Headliner-Tour nachgeholt wird. Dafür gab es aber „Heavy Metal Battlecry“, bei dem die Zuschauer fleißig mitbrüllen durften und das flotte „Metal Law“ zum Abfeiern. MAJESTY überzeugten an diesem Abend sowohl mit perfekt präsentiertem True Metal als auch mit einer enorm spielfreudigen Performance, die sofort ansteckte. Die Jungs machen live einfach Spaß und wissen was sie tun. Gerne wieder.





Setlist MAJESTY:

Metal Law
Time For Revolution
Thunder Rider
United By Freedom
Heavy Metal Battlecry
Banners High
Metal Union


POWERWOLF stiegen etwas später auf die Bühne und hatten von der ersten Sekunde an den mittlerweile komplett vollen Saal mehr als nur in der Hand. Es wurde gekreischt, gesungen, gerufen, getrunken, geheult und sogar gemosht. Bereits während des obligatorischen Openers „Sanctified With Dynamite“ hatten die Wölfe alle Trümpfe in der Hand. Die Stimmung war großartig und es wurde immer wärmer im Saal. Egal wie oft man die Power Metaller schon live erlebt hat, es wird nicht langweilig. Sowohl das ältere Material wie „Prayer In The Dark“, „Resurrection By Errection“, welches den „f*ckenden“ Männern, wie Attila Dorn charmant ankündigte, gewidmet wurde, oder „Lupus Dei“, als auch die neuen Hits überzeugten auf voller Linie. Gerade das kompromisslose „Amen & Attack“, das bombastische „Coleus Sanctus“ und das düstere „Kreuzfeuer“ zeigen die Vielseitigkeit der Band auf und sorgten für großartige Atmosphäre. Die Ansagen von Attila ähneln sich zwar bei den Shows recht, machen aber trotzdem Spaß, wenn er in gebrochenem Deutsch über Gänsehaut am Sack redet während er sein Weihrauch-Gefäß schwenkt und aus dem goldenen Kelch trinkt. Die Gebrüder Greywolf gaben an den Gitarren nebenbei nicht weniger Gas und schüttelten die Mähnen während Keyboarder Falk Maria Schlegl immer mal wieder in den Vordergrund stapfte um eine Fahne zu schwenken oder für Stimmung zu sorgen. Eine rundum gelungene Bühnenperformance die einfach Spaß macht. Natürlich gab es auch wieder fliegende Haare dank Ventilatoren und ein stimmiges Bühnenbild.





Die Stimmung steigerte sich von Song zu Song immer mehr, bis man dann die Bühne kurz verließ um sich für die Bandhymne „Raise Your Fist, Evangalist“, den Party-Kracher „Saturday Satan“ und „In The Name Of God (Deus Vult)“ wieder auf die Bühne bitten zu lassen. Danach verabschiedeten sich die Wölfe ausgiebig und wünschten allen eine schöne Wolfsnacht und ein gutes neues Jahr.






Setlist POWERWOLF:

Sanctified With Dynamite
Prayer In The Dark
Amen And Attack
All Wee Need Is Blood
Sacred And Wild
Resurrection By Erection
Coleus Sanctus
Kreuzfeuer
Werewolfs Of Armenia
Dead Boys Don´t Cry
We Drink Your Blood
Lupus Dei
-
Raise Your Fist Evangelist
Saturday Satan
In The Name Of God (Deus Vult)

Das wünschen wir den Wölfen natürlich auch und bedanken und bei ihnen, MAJESTY, DRAGONY und den Veranstaltern für diesen starken Konzertabend und für eine letzte fette Metal-Party 2013. Wir freuen uns auf weitere dieser Art.


FOTOS + E-CARDS


maxomer
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Beitrag vom 30.12.2013
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