LORD OF THE LOST   LOST AREA  
19.04.2014 @ Backstage

Es ist Samstag, 19. April 2014 in München/Backstage und die Spannung steigt. Am Abend werden die Hamburger Darkrocker LORD OF THE LOST und ihr Support LOST AREA die Bühne betreten. Bereits Stunden zuvor finden sich die ersten Fans vor dem Ort des Geschehens ein und warten auf den Einlass.

Aufgrund eines Interviewtermins öffneten sich für mich bereits vorher die Tore und so durfte ich noch das Ende des Soundchecks miterleben und wie sich die Jungs von LORD OF THE LOST rührend um ihre jüngsten Fans kümmerten, die dem Soundcheck, mit Gehörschutz bewaffnet, beiwohnen durften.

Um ca. 20:00 startete der Auftritt von LOST AREA. Einer ihrer Letzten in dieser Formation und unter diesem Namen, bevor sich die Band endgültig auflösen wird. VDiva der Sänger, Chris Fuxal Fox der Schlagzeuger und Fede der Gitarrist, rockten dennoch gehörig die Halle des Backstage. Jan Bertram, der Keyboarder und Gründungsmitglied ist auf dieser Tour nicht mehr mit von der Partie. Offizielles, wohin genau die Wege der einzelnen Musiker führen werden, gibt es derzeit noch nicht, aber soviel sei an dieser Stelle gesagt, sie werden auf alle Fälle auch wieder auf die Bühne führen.

Wie auch immer, es fanden sich unter den LOTL-Fans auch jede Menge LOST AREA Fans, die sie ein letztes Mal sehen wollten und die teilweise stundenlangen Anfahrten wurden mit einer großartigen Darbietung belohnt. Vor ziemlich genau einem Jahr sah ich die Band zum ersten Mal live als Support von LETZTE INSTANZ in Steyr und sie waren gut. Jedoch hat sich in diesem letzten Jahr unfassbar viel getan und die Bühnenpräsenz von damals und jetzt ist kaum zu vergleichen. Der Sänger, vDiva, versteht es jetzt um ein Vielfaches besser, sich in Szene zu setzten und unterstreicht damit seine großartige, samtig-melancholische, tiefe Stimme. Fede, der Gitarrist, der bereits auf der Herbsttour mit von der Partie war, brachte ebenfalls Schwung auf die Bühne und zeigte neben seinem Können an der Gitarre, dass Musik machen einfach Spaß macht. Hinter den Drums und all dem Rauch war Fuxal kaum auszumachen, aber zu hören war er mit seinem kraftvollen, treibenden Schlagzeugspiel alle mal, und wie! Wirklich schade, dass es die Band bald nicht mehr gibt, aber ich freue mich bereits darauf von den einzelnen Mitgliedern und ihren neuen Projekten zu hören.





Um ca. 21:00 Uhr wurden dann LORD OF THE LOST unter dröhnendem Gekreische willkommen geheißen und es ging von Anfang an heiß her. Den Namen “Into The Fire” trägt die derzeitige Tour der Jungs und leitet perfekt über zu ihrem neuen Album “From The Flame Into The Fire”, das mit Ende Mai veröffentlicht wird. Doch LORD OF THE LOST lassen ihre Fans nicht warten und präsentieren bereits einige neue Songs jetzt auf der Tour. So auch an diesem Abend. Schneller, härter, treibender wirken sie, versprechen viel und machen Lust auf mehr. Gestartet wurde auch gleich mit einem neuen Song “Kill It With Fire” und die Flammen wurden entzündet. Nun gut, in den ersten zehn bis fünfzehn Reihen entzündeten sich die Flammen wahrscheinlich in den Herzen der Mädels, die nicht den Eindruck machten, als wäre die Musik das Wichtigste an diesem Konzert für sie, sondern eher die Jungs auf der Bühne. Zu ihrem Leidwesen nutzten auch ihre lauten Zurufe in Punkto ausziehen nichts, da Chris Harms, der Sänger daraufhin extra betonte, eben aus diesem Grund nicht die Hüllen fallen zu lassen. Schließlich ist die Musik das Wichtigste! Und damit hatte er absolut recht, wie viele Fans in den Reihen weiter hinten feststellten und auch mir sprach er mit diesen Worten aus der Seele. LORD OF THE LOST haben mehr zu bieten als nur ihr Aussehen, sie sind eine fabelhafte Liveband, großartige Musiker und bieten eine unglaubliche Show.

Der charismatische Fronter Chris Harms hatte auf der Bühne alles fest im Griff und zeigte einmal mehr, dass er mit seiner ausdrucksstarken, unglaublichen Stimme spielen kann, wie mit einem Ball. Ob Klargesang oder Growling, bei ihm klingt alles einfach fantastisch. Unterstützt an direkter Front wurde er von Bo Six an der Gitarre und von Class Grenayde am Bass. Neu in der LOTL-Formation ist der Schlagzeuger Tobias Mertens, der seinem Vorgänger in absolut nichts nachsteht und zeigte, dass er eine tolle Ergänzung im Team ist. Zu guter Letzt ist da noch Gared Dirge, das zweite Multitalent neben Chris Harms, bei LORD OF THE LOST. Ob am Keyboard, an der Gitarre, seiner Fusion aus diesen beiden Instrumenten, am Schlagzeug, oder mit dem Mikro in der Hand, er macht in allen Varianten eine gute Figur im musikalischen Sinne. Das Einzige was mich an diesem Gig gestört hat, war der Bühnenaufbau. Gared war zwar viel besser zu sehen und nicht im letzten Eck versteckt, aber es hat mir gefehlt, dass er kein einziges Mal nach vorne kam. Bei der letzten Tour hat dies für eine willkommene Abwechslung gesorgt.





Obwohl der ganze Abend ohnehin unglaublich viel Abwechslung bot. Es war ein schönes Spiel zwischen langsamen und schnellen Songs zu erkennen, Tempo wurde rausgenommen und wieder hochgefahren, sodass nie Langeweile aufkam. Gegen Ende des Konzertes wurde mit der Lautstärke aber etwas zu sehr raufgefahren. In den hintersten Reihen fiel, laut Publikum, auf, dass sich der Bass überschlug. Ich persönlich kann das nicht wirklich beurteilen, da ich vorne im Fotograben stand, aber ich konnte deutlich spüren, dass der Bass und das Schlagzeug stärker geworden waren. Ob sie tatsächlich lauter waren weiß ich nicht, da meine Ohren von den Schreien der unglaublich tollen Fans von den LOTLs zum Klingeln gebracht worden waren. Somit ging ein phantastischer Abend seinem Ende zu und mir bleibt nur noch zu sagen, LORD OF THE LOST kommt im Herbst nach Österreich, also ab zum Ticketkauf, es zahlt sich auf alle Fälle aus.





Am Ende möchte ich noch etwas festhalten, da ich das Murren einzelner FAns gehört habe: LORD OF THE LOST ist eine unglaublich fannahe Band, sie nehmen sich nach wie vor Zeit nach den Konzerten für euch. Die Fangemeinde ist zu ihrem Glück ungemein angewachsen und hoffentlich wird es auch weiterhin nach oben gehen, also habt Nachsehen, wenn sie nicht mehr so viel Zeit haben für euch wie früher. Es ist unmachbar ewig zu quatschen, jeder will einen kurzen Moment mit ihnen.



FOTOS + E-CARDS
www.lordofthelost.de

Scatoelfen
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Beitrag vom 25.04.2014
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