THORONDIR   ASENBLUT   DELIRIUM   VARUS   RAGING DEMONS  
19.04.2014 @ Club Inside, Ippesheim

Da das Angebot an Pagan Metal-Konzerten in Österreich ja etwas spärlich ist, muss man halt öfter einmal nach Deutschland ausweichen, wenn man Fan dieses Genres ist.

Ich hab mich deshalb am 19.4.2014 wieder einmal auf die Reise gemacht, um einige Bands zu sehen, die kaum einmal den Weg nach Österreich finden. Ippesheim ist ein kleines, idyllisches Dorf nahe Würzburg und man würde nie vermuten, dass es dort eine so coole Konzert-Location gibt.
Man muss da ein Stück weit den Hügel hinauf, dann beim Schild „Kindergarten“ abbiegen und schon steht man vor dem Club Inside, der tatsächlich direkt neben dem Kindergarten ist, was mich etwas erheitert hat. Allerdings ist der Club im Keller des Gebäudes untergebracht – was sicher gut für die Anrainer ist.
Der Konzertbeginn war für 20.50 angekündigt, aber leider begann es dann erst um 21.20, was bei fünf Bands eindeutig zu spät ist.

VARUS aus Bamberg betraten als erste die relativ kleine Bühne. Es hatten sich an diesem Abend doch einige Besucher im Club Inside eingefunden, die nach der langen Wartezeit froh waren, endlich Live-Musik zu hören. VARUS sind noch eine relativ neue Band, aber sie haben bereits eine umfangreiche Setlist und es wird demnächst auch eine CD von ihnen geben. Mit ihrer schnell gespielten Musik, die gelegentlich von melodiösen Keyboard-Klängen ergänzt wird, und dem druckvollen Gesang, konnten sie an diesem Abend ihre Fans begeistern.





Als nächstes waren die Lokalmatadore DELIRIUM an der Reihe, um dem Publikum mit ihrem „Frankonian Pagan Metal“ ordentlich einzuheizen. Sie waren in letzter Zeit sehr aktiv und bei mehren Veranstaltungen dabei und es gibt auch bereits eine CD und eine EP von ihnen. Leider war ihr Auftritt von einigen technischen Problemen begleitet, aber davon haben sie sich nicht unterkriegen lassen und auch ihre Fans haben sich davon die Stimmung nicht vermiesen lassen, sodass DELIRIUM jede Menge Beifall einheimsen konnten.





Da SASQUATCH leider absagen mussten sind ASENBLUT aus Göttingen an diesem Abend eingesprungen. Diese Band ist mittlerweile auch über die deutsche Grenze hinweg bekannt, da sie sehr oft live spielen und sie haben auch bereits zwei Alben veröffentlicht. Obwohl sie an diesem Abend einen sehr engagierten Auftritt hingelegt haben, wurden die Reihen vor der Bühne aufgrund der späten Stunde bereits lichter, aber diejenigen die geblieben waren, haben ordentlich zu dieser Band mitgebangt und sie abgefeiert.





Um 1.00 Nachts begannen dann endlich THORONDIR zu spielen. Sie waren eigentlich der Hauptgrund für mich, warum ich mich auf den weiten Weg gemacht habe, denn THORONDIR haben in letzter Zeit nicht sehr oft live gespielt. Auch von ihnen gibt es bereits zwei Alben und sie haben trotz der späten Stunde einen tollen Auftritt hingelegt, auch wenn leider kaum noch Besucher anwesend waren, was ich sehr schade fand. So etwas hat sich keine Band verdient – hätte alles zusammen früher begonnen, wären sicher noch mehr Leute da gewesen.





Ob bei RAGING DEMONS noch irgendwelche Besucher anwesend waren kann ich leider nicht sagen – da war ich leider nicht mehr dabei, denn die haben wohl erst nach 2.00 zu spielen begonnen.
Da ich am nächsten Tag wieder fast 600 km Rückfahrt hatte, lag ich um diese Zeit dann doch schon im Bett!

Ein dickes Plus an die auftretenden Bands! Sie haben wirklich engagiert gespielt und ihren Fans das geboten, was die sich erwartet hatten. Ein dickes Minus an diejenigen, die den späten Spielbeginn verbrochen haben, da sie den Bands das Publikum vorenthalten haben. Die meisten Besucher hatten ja doch noch einige Kilometer Heimreise zu bewältigen und da sind viele frühzeitig gegangen, was ich auch verstehen kann. Also wenn wieder einmal so ein Konzert stattfinden sollte, dann sollte es deutlich früher beginnen, um allen Bands einen Auftritt vor Publikum zu ermöglichen.


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Metalmama
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Beitrag vom 25.04.2014
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