EVERLAST  
10.05.2014 @ Posthof

Was kann es Schöneres geben, als an einem Samstagabend zu einem Konzert in seiner Heimatstadt zu geben? Recht viel will mir nicht einfallen und so flüchtete ich vor dem European Müll—Contest Getue in den Posthof um dem New Yorker Crossover-Urgestein EVERLAST zu lauschen. Da mein letztes Konzert nun schon ein paar Monate zurück liegt, war die Vorfreude natürlich groß und auch vor der Location traf man einige bekannte Gesichter. Ein Blick auf das Publikum zeigte, dass sich hier Fans aus mehreren Musikstilen einfanden, um einen netten Abend zu verbringen.

Ein prall gefüllter mittlerer Saal empfing unter großem Jubel das ehemalige Mitglied der Hip Hop-Formation HOUSE OF PAIN. Unter dem Titel "An Acoustic Evening - European Tour 2014" erwartete die Anwesenden ein chilliger Abend, bei dem das Gefühlvolle und die Nähe zu den Fans im Vordergrund stand. Wer laute Töne oder Gehüpfe zu „Jump Around“ erwartet, der war hier falsch. Eine schlichte Bühnendeko, die eher an einen Kabarett-Abend erinnerte, ein Keyboarder im Hintergrund und vorne der leicht ergraute US-Amerikaner an der Akustik-Gitarre der nicht mit Hits sparte.





Die erfolgreichen Songs wie das gefühlvolle „Ends“, das wunderschöne „What It's Like“, oder das kontroverse „Black Jesus“ kamen bei den Zuhörern richtig gut an, da diese Nummern auch jeder lautstark mitsingen konnte. Bei dem eingängigen Nachdenk-Song „Stone In My Hand“ wurde mit der Ukraine sympathisiert und kam auch in der gefühlvolleren Version gut an. Bei einer Best Off-Show des Grammy- Gewinners, durfte das softe „White Trash Beautiful“ genauso wenig fehlen wie „Put Your Lights On“. Kaum zu glauben wie viele Hits der Bursche am Start hat. Nach einem kurzen Verschwinden hinter der Bühne folgte die Zugabe, bei der mancher ein enttäuschtes Gesicht zeigte, da „Jump Around“ ebenfalls in einer Slow Down-Version zelebriert wurde. Doch nach kurzem Schock wurde schon lautstark mitgesungen. EVERLAST punktete durch kurze Jokes und suchte immer Kontakt mit den Fans, ehe mit „Folsom Prison Blues“ JOHNNY CASH gewürdigt wurde.





So bleibt nur noch zu sagen, starker musikalischer Auftritt von EVERLAST, der gekonnt die Stile Rap, Crossover, Rock, Country und Blues vereinte. Leider vergingen die 90 Minuten Spielzeit wie im Fluge, da man sich rundum wohl fühlte in dieser gemütlichen Atmosphäre. Erik Schrody alias EVERLAST in Linz? Jederzeit wieder!


FOTOS + E-CARDS
www.everlast.com

AndyVanHalen
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Beitrag vom 12.05.2014
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