MASTODON   GOJIRA   KVELERTAK  
04.05.2014 @ House Of Blues, Las Vegas

Was in Vegas passiert, bleibt auch in Vegas heißt es, doch das erlebte Konzert mit den mächtigen MASTODON möchte ich dann doch mit euch teilen. Die Amerikaner scheinen ja zur Zeit vielbeschäftigt – nehmen sie doch gerade ihr neuestes Werk auf und Frontmann Troy Sanders sollte sich ja um seine KILLER BE KILLED-Promo kümmern. Die Herren aus Atlanta schoben trotzdem noch eine kleine US-Tour ein und machten auch im Sündenpfuhl Las Vegas Halt – da ich da zufällig gerade meinen Urlaub verbrachte, ließ ich mir das im Nebenhotel stattfindende Konzert natürlich nicht entgehen. Im Mandalay Bay Hotel bzw. im legendären House Of Blues starteten bereits um 19:00 Uhr die Norweger KVELERTAK.

Ich hatte bereits viel Gutes über KVELERTAK und deren Live-Qualitäten gehört, jedoch bisher noch nicht die Zeit gefunden mich mit den Norwegern näher zu beschäftigen. Im House Of Blues, das optisch wirklich einiges her macht und auch ganz gut besucht war, gaben die Herren von Anfang an Vollgas und gaben sich redlich Mühe die amerikanische Besucherschar zu begeistern, was aber nur bedingt gelang. Zum einen war der matschige Sound nicht sonderlich positiv hervorzuheben, zum anderen wirkte das US-Publikum ziemlich demotiviert und ging nur bedingt mit – in Europa wäre es da schon um einiges mehr rund gegangen. Dennoch – die Mischung aus Extreme- und Black-metallischen Elementen und eingängigen Rock-Riffs hatte ihre Momente und zeigte, dass KVELERTAK nicht umsonst einen guten Namen in der Szene haben. Frontmann Erlend Hjelvik gab sich was die Ansagen betraf sehr verhalten, fiel aber mit seinem Eulenkopf zu Beginn sehr auf. Nach nur 30 Minuten war dann aber auch schon wieder Ruhe.





Setlist KVELERTAK:

Åpenbaring
Spring Fra Livet
Bruane Brenn
Nekrokosmos
Ulvetid
Evig Vandrar
Blodtørst

Weiter ging es mit den Franzosen von GOJIRA. Auch von ihnen bekam ich bisher nur über Mundpropaganda zu hören. Die Death Metaller bekamen schon einen etwas saftigeren Sound spendiert und erinnerten mich sofort an eine sehr moderne Form von MORBID ANGEL, was sicherlich am Old School-Riffing und dem Gesangsstil von Frontmann Joe Dupantier, der sich sehr wortkarg gab, lag. Gut, ein Vergleich der Bands mag dem einen oder anderen schwer im Magen liegen, aber es geht hier rein ums Feeling. Die Stimmung war schon weit besser und der brutale Sound rüttelte schon heftig munter. GOJIRA sind live eine kleine Macht und wissen wie man brutale Songs schreibt, die trotzdem eine gewisse Eingängigkeit haben. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht – trotzdem war die Spannung auf den Headliner enorm.





Es ist schon ein paar Jährchen her, dass ich MASTODON live erleben durfte – doch damals war ich von der erste Sekunde an hin und weg. Leider schafften es Troy und seine Jungs dieses Mal nicht mich sofort zu bannen, denn mit dem überlangen und etwas zähen „Hearts Alive“ machten es sich die Amis selbst nicht sonderlich leicht, doch spätestens beim heftigen „Crusher Destroyer“ hatten die Männer das Publikum voll im Griff. Auch Troy gab sich wie seine Vorredner sehr wortkarg, zeigte sich aber wie gehabt als stimmgewaltig – und obwohl MASTODON den besten Sound des Abends hatten, war Gitarrist Brent Hinds mit seinen Growls nur sehr schwer zu hören. Neben einer schönen Tour durch die Diskografie trauten sich die Männer auch gegen Ende noch den neuen und die Geister scheiden lassenden Song „High Road“ live zu präsentieren. Doch live reiht sich der Track mühelos in die Diskografie ein und macht mehr als nur neugierig auf das kommende Werk „Once More ´Round The Sun“. Leider musste ich die letzten beiden Songs aber auslassen, da bereits das nächste Event anstand. Vegas schläft eben nie – und verwehrt somit seinen Besuchern auch die gewünschte Bettruhe.





Setlist MASTODON:

Hearts Alive
Divinations
Crusher Destroyer
Capillarian Crest
Black Tongue
Bladecatcher
Crystal Skull
Siberian Divide
Naked Burn
Megalodon
Oblivion
Blasteroid
The Hunter
Chimes At Midnight
High Road
Aqua Dementia
The Sparrow

MASTODON konnte an diesem Abend nicht zu 100% meinen Erwartungen gerecht werden. Das lag vielleicht am doch recht müde wirkenden amerikanischen Publikum, an meiner eigenen Schlaflosigkeit dank Jetlag und dem Dämon Vegas, aber irgendwo fehlte etwas. Ich freue mich dennoch auf eine neue Tour wenn das Album endlich draußen ist und MASTODON wieder auf Siegeszug durch Europa gehen – ein gelungener Abend, den ich absolut nicht missen möchte.


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maxomer
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Beitrag vom 14.05.2014
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