DARKTROLL FESTIVAL TAG 3 - HEIDEVOLK   AGRYPNIE   BIFRÖST   STORMLORD   CELTACHOR   DELRIUM   KULTASIIPI   HARAKIRI FOR THE SKY   AHNENGRAB  
01.06.2014 @ Schweinsburg / Bornstedt (DE)

Nach einer ziemlich kalten Nacht war auch schon der letzte Tag des Darktroll Festivals angebrochen. Bei teilweise sonnigem, aber kühlem Wetter betrat um 14.00 die erste Band die Burgbühne. DELIRIUM, die sich selbst das Attribut „Franconian Pagan Metal“ verliehen haben, waren Opener des dritten Tages. Ich hatte diese Band schon mehrfach gesehen und sie haben bereits eine CD und eine EP veröffentlicht, aus denen sie einige Titel zum Besten gegeben haben und zuletzt haben sie sogar noch einen neuen Titel vorgestellt. Trotz der für einige Besucher doch sehr frühen Stunde, waren schon viele gekommen um ihre harten und druckvollen Pagan Metal zu hören und gebührend abzufeiern.





Danach wurde es urig auf der Bühne! Eine Harfe wurde aufgebaut und die Folk Metal Band KULTASIIPI aus Berlin betrat die Bühne. Gekleidet in altertümliche Gewänder waren sie auch durchaus etwas fürs Auge. Sie sind bereits seit 2006 aktiv und haben auch zwei Alben veröffentlicht. Die Bassistin der Band war die Gastsängerin bei AETHERNEUM am Vortag und auch hier war ihre schöne Stimme zu hören. In erster Linie kam der Gesang aber von einem stockschwingenden Mann in Fellstiefeln, die schöner als die eines gewissen Österreichers, der ebensolche als Markenzeichen trägt, waren. Mit ihrer schnellen aber sehr melodischen Spielweise haben sie auch einige im Publikum zum Tanzen gebracht.





CELTACHOR aus Irland/Dublin kamen auch altertümlich gekleidet auf die Bühne. Sie sind Vertreter des Celtic Folk/Black Metal und schon seit 2007 aktiv und es gibt auch bereits ein Album. Ich hatte sie bis dahin noch nie live gesehen, aber sie haben mir mit ihrer druckvollen Spielweise sehr gut gefallen. Der Sänger hat auch zwischendurch Flöte gespielt oder er kam an den Bühnenrand – mit grimmigem Blick und auffordernden Gesten das Publikum anstachelnd. Ihre Band hat auch etwas Besonderes an sich – sie haben eine ausgesprochen hübsche Drummerin – so etwas ist ja eher eine Seltenheit. CELTACHOR haben einen überzeugenden Auftritt hingelegt und das Publikum war von ihrer Darbietung begeistert.





Noch nie hatten so viele Österreicher den Weg nach Bornstedt gefunden, was aber diesmal daran lag, dass gleich zwei Österreichische Bands dort gespielt haben. Als erste waren HARAKIRI FOR THE SKY an der Reihe. Diese Black Metal/Post-Rock Band besteht seit 2010 und hat bereits zwei Alben veröffentlicht. Sie haben eher härtere Kost geboten, aber es waren doch viele vor der Bühne und haben sich begeistert gezeigt. Bei einem Titel war auch der Sänger Thorsten von AGRYPNIE dabei, was besonders gut ankam.





Danach wurde es wieder mystisch! Eine weiß gekleidete blonde Dame präsentierte einen güldenen Schild! Danach kamen die Italiener STORMLORD mit dämonischen Masken auf die Bühne. Ich hatte sie auch am Ragnarök gesehen und sie waren mir in guter Erinnerung geblieben. STORMLORD sind seit 1991 aktiv und es gibt auch mehrere Alben von ihnen. Nach dem ersten Titel haben sie die Masken aber wieder abgelegt und mit ihrem teils harten, teils melodischen Black Metal das Publikum begeistert.





Als nächstes kam die zweite Österreichische Band an die Reihe. BIFRÖST ist musikalisch dem Pagan/Folk Metal zuzuordnen. Die Besetzung hat in den letzten Jahren oft gewechselt, aber jetzt haben sie sich wieder zu einer stabilen Einheit zusammengefunden. Bei ihrem Auftritt wurde es zum ersten Mal richtig voll vor der Bühne, was mich einigermaßen erstaunt hat, da ich nicht davon ausgegangen war, dass sie in Deutschland so bekannt sind. Mit ihrer dynamischen Spielweise haben sie ihr Publikum restlos begeistert und einen sehr erfolgreichen Auftritt hingelegt, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe.





Danach wurde es wieder düster - AGRYPNIE betraten die Bühne – weiß und schwarz geschminkt! AGRYPNIE sind seit 2004 aktiv und es gibt auch mehrere Alben von ihnen. Der Sänger ist auch bei anderen Bands aktiv und musikalisch sind sie dem Progressive/Post-Black Metal zuzuordnen. Für ihre Fans besitzen sie Kult-Status und dementsprechend voll war es vor der Bühne. Mit ihrer intensiven Spielweise und dem druckvollen Gesang haben sie ihre Fans auch dieses Mal wieder vollauf zufrieden gestellt.





Nach vielen technischen Problemen konnten mit einiger Verspätung HEIDEVOLK loslegen. Diese Folk/Viking Metal Band aus den Niederlanden, genauer gesagt aus Gelderland, wie sie selbst immer wieder betonen, hatte kürzlich einen Sängerwechsel – sie haben ja immer zwei Sänger, was die besondere Intensität ihrer Songs ergibt. Sie sind seit 2002 aktiv, haben mehrere CDs veröffentlicht und an einer neuen wird gerade gearbeitet. Der neue Sänger hat noch etwas schüchtern gewirkt, aber stimmlich passt er wirklich gut dazu. Sie haben einen Querschnitt aus ihrem musikalischen Schaffen gespielt und teilweise wurde auch laut mitgesungen. Einen Song haben sie dem kürzlich verstorbenen Veranstalter Kai gewidmet, was wirklich eine sehr nette Geste war.





Mit leider sehr viel Verspätung konnten AHNENGRAB die Bühne betreten. Sie spielen Pagan/Black Metal und stammen aus Frankfurt/Oder. AHNENGRAB ist seit 2006 aktiv und es gibt auch zwei Alben von ihnen. Durch die späte Stunde waren nur noch sehr wenige Leute bei ihrem Auftritt, was wirklich schade war. Sie sind wirklich sehr gute Musiker und auch ihre Songs hätten mehr Aufmerksamkeit verdient, aber sie haben dennoch ihrem Publikum einen sehr guten Auftritt geboten!





Das war´s mit dem Darktroll Festival 2014 – es war wieder wunderschön und die ca. 800 Besucher haben ein tolles Festival erlebt.
Wer auf den Geschmack gekommen ist – 2015 gibt es eine Neuauflage von 14.-16.5. wird wieder die Burg gestürmt und die ersten beiden Bands sind auch schon angekündigt. XIV DARK CANTURIES und ODROERIR sind am Plan – allein diese beiden Bands lohnen den Besuch schon!


FOTOS + E-CARDS
www.darktroll-festival.de

Metalmama
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Beitrag vom 06.06.2014
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