TUSKA 2014 - TAG 2 - ANTRHAX   SHINING   TANKARD   METAL CHURCH   TURMION KÄTILÖT   STONE   AMORAL   LOST SOCIETY   WE CAME AS ROMANS  
28.06.2014 @ Suvilahti, Helsinki

Ein sehr sonniger Samstag in Helsinki! Der zweite Festivaltag des Tuska stand hauptsächlich im Zeichen der traditionellen Metal Bands, die schon seit vielen Jahren musikalische Erfolge feiern. Aber auch ein paar junge Bands hatten die Gelegenheit ihr musikalisches Können zu demonstrieren. Es gab auch wieder einige Autogrammstunden und aus der Rock Radio-Königin des Vortages, war ein neuer König geworden.

Opener auf der Main Stage waren WE CAME AS ROMANS. Die US-Amerikaner aus Michigan sind musikalisch dem Metalcore zuzuordnen, aber auf der Bühne sind sie wie wild gewordene Hiphopper herumgehüpft, was für ein Metal Festival meiner Meinung nach nicht so gut gepasst hat. Die Band hatte zwei Sänger – einer war für das Growling zuständig und der andere für den Klargesang.
Und es hatten sich doch einige Leute vor der Bühne eingefunden die auch ganz gut mitgegangen sind.





Dann wurde es vor der kleineren Inferno Stage erstaunlich voll. Die junge Band mit dem Namen LOST SOCIETY enterte die Bühne und ihr Auftritt wurde gleich zu Beginn von Feuerfontänen begleitet. Diese Finnische Trash Metal Band besteht erst seit vier Jahren, hat aber eine sehr große Fangemeinde, wie man an den ordentlich abgehenden Massen deutlich erkennen konnte. Für sie war der Auftritt am Tuska sicher eine sehr positive Sache.





Und auch auf der Hauptbühne ging es rasant weiter. Die Finnischen Trash/Speed Metaller STONE waren an der Reihe und haben ihrem Publikum ordentlich eingeheizt. Diese Band ist vielleicht außerhalb Finnlands nicht so bekannt, hat aber hier scheinbar schon einen gewissen Kultstatus. Sogar der Sänger von ENSIFERUM lief mit einem STONE-Shirt herum. Sehr viele hatten sich vor der Bühne eingefunden um bei STONE so richtig abzugehen. Witzig war das Intro – eine Art Dixieland-Musik – ein riesiger Kontrast zu dem, was sie wirklich machen. Was mir noch aufgefallen ist bei dieser Band – ihren Gitarristen hatte ich auch schon bei CHILDREN OF BODOM gesehen – Roope Latvala durfte also gleich zwei Mal ran.





Setlist STONE:

Get Stoned
Real Delusion
Back to the Stone Age
Reached Out
White Worms
Small Tales
Brain Damage
The Day Of Death
Overtake
-
Finlandia
Sweet Dreams
No Commands

Dann wurde es total schräg auf der Inferno Stage – TURMION KÄTILÖT (auf Deutsch „Die Hebammen des Verderbens")waren an der Reihe! Wer TROLLFEST mag wird auch sicher diese Band mögen. Die Musik dieser finnischen Band ist ein Mischmasch aus Elektronischer Musik und Metal und die Bandmitglieder sind verschiedenfarbig bemalt. Sie sorgen gewaltig für Action und ihre Gestik reizt auch immer wieder zum Lachen. Um die Stimmung zusätzlich anzuheizen, haben sie auch Feuerfontänen eingesetzt und auf jeden Fall haben sie das zahlreich erschienene Publikum bestens unterhalten, wie man an den vielen grinsenden Gesichtern erkennen konnte.





Setlist TURMION KÄTILÖT:

Silmät Sumeat
Grand Ball
U.S.C.H!
Tirehtööri
Nimi Kivessä
Verta Ja Lihaa
Teurastaja
Minä Määrään
Pyhä Maa
Vedetäänkö Vai Ei?

Nach dieser spaßigen Einlage ging es zurück in die Ernsthaftigkeit des traditionellen Heavy Metal. Seit mehr als 30 Jahren sind die US-Amerikaner METAL CHURCH aktiv. Sie haben das Publikum eingeladen, mit ihnen eine Reise durch die Welt des „Old School Heavy Metal“ zu machen, was ihnen auch sehr gut gelungen ist. Viele waren bei ihrem Auftritt dabei und haben die Band kräftig unterstützt, sodass dieser Auftritt für die Band und das Publikum eine tolle Sache war.





Setlist METAL CHURCH:

Ton Of Bricks
Start The Fire
Generation Nothing
A Light In The Dark
Fake Healer
Badlands
Gods Of Wrath
Beyond The Black
Metal Church

Ähnlich war es bei den Trash Metallern TANKARD aus Deutschland. Diese Band gibt es fast gleich lange wie METAL CHURCH und auch sie haben sich den traditionellen Klängen verschrieben. Allerdings spielen sie heftigen Trash Metal und der Sänger ist wie ein wilder über die Bühne gefetzt. Man hat bei dem Auftritt von TANKARD deutlich gemerkt, wie viel Freude es ihnen macht, live zu spielen und dieses Jahr findet man sie im Lineup vieler Festivals.





Setlist TANKARD:

Zombie Attack
The Morning After
Stay Thirsty!
Rules for Fools
Rectifier
R.I.B. (Rest In Beer)
Chemical Invasion
A Girl Called Cerveza
(Empty) Tankard

Auch an diesem Tag hab ich mich nur ein Mal in die Halle zu einem Auftritt begeben – AMORAL aus Finnland hatten dort ihren Auftritt und nachdem ich mit dem Bandboss Ben Varon ein Interview gemacht hatte, wollte ich ihren Auftritt natürlich nicht verpassen. Es war ein sehr gemischtes Programm, aber AMORAL haben im Verlauf ihrer fast 20jährigen Karriere immer wieder die Stile gewechselt, also war es nicht weiter verwunderlich. Die ersten Songs waren sehr ruhig, aber später kam ein zweiter Sänger auf die Bühne und da wurde die Musik heftiger und im Publikum entstand ein gewaltiger Moshpit. Es war auf jeden Fall ein gelungener Auftritt dieser Band.





Auf der Inferno Stage gab es ein ziemliches Kontrastprogramm zu den Bands dieses Tages. Nachdem DEVIL YOU KNOW kurzfristig abgesagt hatten, sind die Schwedischen Black Metaller SHINING eingesprungen, worüber ich mich sehr gefreut habe, weil ich die Musik dieser Band sehr schätze. Allerdings weiß man nie, was einen bei einem SHINING-Konzert erwartet. Der exzentrische Sänger Niklas Kvarforth erschien auch dieses Mal mit Whiskeyflasche und blutigen Armen auf der Bühne, aber das gehört wohl bei SHINING einfach dazu. Immerhin hat er dieses Mal die meiste Zeit stehend auf der Bühne verbracht – ich hab da auch schon anderes erlebt. Aber musikalisch haben mich SHINING auch dieses Mal wieder völlig überzeugt und den anderen Besuchern ist es wohl nicht anders ergangen.





Als Headliner dieses Abends waren die US-Amerikanischen Trash Metal Legenden ANTHRAX angekündigt und pünktlich um 20.30 stürmte der Sänger Joey Belladonna auf die Bühne, zog erst einmal ein paar Runden auf der Bühne und brachte so die Kameramänner zum Verzweifeln. Aber dann hat er doch seinen Platz eingenommen und zur temporeichen Musik seine kräftige Stimme erklingen lassen. Sie waren die längstdienende Band an diesem Festivaltag und haben sich im Verlauf der Jahre einen speziellen Status unter den größten Bands dieses Genres erarbeitet. Obwohl die meisten Musiker doch schon einige Jährchen auf dem Buckel haben, konnte man an der Intensität ihrer Spielweise keine Alterserscheinungen erkennen.





Setlist ANTHRAX:

Worship (Intro)
Among The Living
Caught In A Mosh
Got The Time
Indians
Hymn 1
In The End
Madhouse
Deathrider
Efilnikufesin (N.F.L.)
Fight Em Til You Cant
Medusa
T.N.T.
I Am The Law
-
Be All, End All
Antisocial

Fast alle Festivalbesucher waren bei ihrem Auftritt vor der Bühne um einen gelungenen zweiten Festivaltag gebührend zu feiern.


FOTOS + E-CARDS
www.tuska-festival.fi

Metalmama
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Beitrag vom 07.07.2014
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