FIMBULVET   SURTURS LOHE   HELROTH   WOODSCREAM   WALDTRÄNE   IMMORTALIS  
08.11.2014 @ Club From Hell

Als Folk Metal Fan hat man es gar nicht so leicht in Österreich – das Angebot an Konzerten ist relativ gering und vielen Bands ist der Weg nach Österreich zu weit. Deshalb pendle ich immer wieder einmal nach Thüringen um Bands aus diesem Genre live erleben zu können – gerade in Thüringen gibt es viele Bands die sich dem Folk und Pagan Metal verschrieben haben. Auch am 8.11.2014 war es wieder einmal so weit – gleich vier Thüringer Bands waren für diesen Abend im Club From Hell in Erfurt engagiert worden und die wurden von je einer Gruppe aus Polen und Russland verstärkt.

Bereits um 17.45 ging es los und Opener waren die Thüringer IMMORTALIS, die nur aus zwei Bandmitgliedern bestehen und eine Mischung aus Pagan und Black Metal präsentiert haben. Sie sind bereits seit 2010 aktiv – ein Album haben sie bisher aber nicht veröffentlicht, es soll aber bald so weit sein. Der Hauptteil des Gesanges kam vom Drummer, der teilweise starkes Growling von sich gab, während sich der Gitarrist mit klarer Stimme beteiligte. Das Gesamtergebnis konnte sich wirklich hören lassen und im trotz der frühen Uhrzeit bereits gut gefüllten Saal ging das Publikum gut mit. Für IMMORTALIS war dies sicher eine sehr gute Gelegenheit sich einem breiteren Publikum zu präsentieren.





Danach wurde die Bühne mit Ranken, Schild und allerlei anderen Dingen dekoriert. Auch jetzt kamen nur zwei Personen auf die Bühne, aber die Thüringer Neo Folk Band WALDTRÄNE versteht es bestens, mit Flöte und Akustikgitarre und wechselweisem Gesang ihr Publikum auf das Beste zu unterhalten. In ihren Liedern beschäftigen sie sich mit Thüringer Geschichte und Nordischer Mythologie und dieser Tage erscheint ihr drittes Album mit dem Titel „Es Wussten Einst Die Alten“, aus dem sie an diesem Abend Einiges präsentiert haben. Bei ihren älteren Titeln haben viele der Anwesenden lautstark mitgesungen und die Stimmung unter den zahlreichen Besuchern war bestens.





Nach diesen beiden dort beheimateten Bands waren die Russen WOODSCREAM an der Reihe. Sie präsentierten sich in toller Lederkleidung und haben von Anfang an große Spielfreude gezeigt. Diese Folk Metal Band aus St. Petersburg ist seit 2008 aktiv und hat schon Einiges veröffentlicht. Leider ging bei ihrem Auftritt Vieles daneben – sie waren viel zu laut und der Gesang der Sängerin war etwas zu schrill. Wirklich schade, denn sie hätten tolle Musik geboten, deshalb war das Vergnügen nicht so groß, aber viele sind dann doch im Saal geblieben und haben ordentlich mitgefeiert.





Weiter ging es mit der Polnischen Band HELROTH. Sie haben sich dem Pagan/Folk Metal verschrieben und traten auch großteils mit Kilt und nacktem Oberkörper auf, der so wie die Gesichter mit schwarzen Streifen bemalt war. Die Band besteht aus sieben Mitgliedern, also war es ganz schön voll auf der Bühne. Der Gesang kam großteils von einem Mann, aber zwischendurch ließ auch die Flötistin ihre wunderbare Stimme erklingen. Sie hatten von Anfang an das Publikum fest im Griff, es wurde ordentlich mitgebangt und die Stimmung war sehr gut. Ich hab mir jedenfalls ihre EP „Wataha“ gekauft und hoffe sehr, diese Band wieder einmal live zu erleben – mich haben sie auf jeden Fall voll überzeugt.





Danach wurde wieder die Bühne dekoriert und Fackeln aufgestellt – SURTURS LOHE waren an der Reihe und viele waren wohl in erster Linie wegen ihnen gekommen, da sie nur sehr selten auftreten. Wie immer war auch dieser Gig von SURTURS LOHE ein tolles Erlebnis für alle Anwesenden, auch wenn sie ein bisschen mit Soundproblemen zu kämpfen hatten. Ihre Musik bezeichnen sie selbst als naturverbundenen Pagan Metal und genau das trifft es perfekt. Sie haben einen Sänger und eine Sängerin, die beide wunderbare Stimmen haben, aber vom Sänger kann man auch ganz schön heftig die Ohren vollgebrüllt bekommen! Die Mischung macht es – und SURTURS LOHE haben in ihren Liedern einen tollen Mix aus hartem und ruhigem Gesang – eingebettet in stimmungsvolle Melodien - und ihre Konzerte sind für mich noch jedes Mal etwas Besonderes! Ich würde mich sehr freuen, sie bald wieder einmal live erleben zu können.





Auch die letzte Band des Abends stammt aus Thüringen – die Pagan Metaller FIMBULVET haben an diesem Abend ihr neuestes Album „Frostbrand – Eines Bildnis Tracht“ vorgestellt und alle Titel daraus live präsentiert. Nur wenige ältere Titel fanden sich auf der Playlist. Wie immer traten sie in altertümlichen Gewändern auf und ihr Maskottchen – das Fuchsfell auf dem Mikro – durfte auch nicht fehlen. Trotz der späten Uhrzeit waren noch sehr viele Besucher anwesend und die Stimmung war wie immer sehr gut bei ihrem Auftritt. Diese Band hat sich auch schon gelegentlich nach Österreich verirrt und es ist gut möglich, dass sie wieder einmal zu uns kommen.





So ging ein langer Abend im From Hell zu Ende, der sich aber trotz der langen Anfahrt für mich voll gelohnt hat. Irgendwann werde ich mich sicher wieder einmal auf die weite Reise ins Thüringerland machen – die wissen eben am besten wie Pagen/Folk Metal geht!

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Beitrag vom 13.11.2014
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