THE GREAT OLD ONES   FIDES INVERSA   THOU SHELL OF DEATH   ESCHATON    THE ONE   KULT   KRINGA  
15.11.2014 @ Spinnerei

Am 15.11.2014 wurde die Spinnerei in Traun von vielerlei schwarz gekleideten Gestalten heimgesucht – ein sicheres Zeichen dafür, dass ein tolles Event in der Form des Celebrare Noctem Fest für die Freunde des Black Metal auf dem Programm stand. Die Spinnerei ist nicht sehr oft Gastgeber für solche Konzerte, was schade ist, da Traun ja doch sehr nahe bei Linz ist und so sicher auch mit einigen Besuchern gerechnet werden kann.

Trotz der frühen Beginnzeit um 15.30 waren schon relativ viele Besucher da, als DYSTHEMIA aus Linz die Bühne betraten. Wie alle anderen Bands bei diesem Event haben auch sie sich dem Black Metal verschworen. Sie haben mit ihrer druckvollen Spielweise und teilweise intensivem Melodic Black Metal das anwesende Publikum aufs Beste unterhalten und einen sehr guten Eindruck hinterlassen.





Auch KRINGA stammen aus Österreich und sie haben dem Publikum okkulten Black Metal zu Gehör gebracht. Sie haben bereits zwei EPs veröffentlicht und sind schon seit mehreren Jahren aktiv. Um die Düsternis ihrer Musik zu unterstützen traten sie bleich geschminkt mit schwarz umrandeten Augen auf. Leider wurde ihr Auftritt von einigen seltsamen Geräuschen gestört, aber sie haben sich davon nicht irritieren lassen und dem mittlerweile angewachsenen Publikum mit dynamischer Spielweise und düsterem Gesang der beiden Sänger eine tolle Show geboten.





Nachdem der ursprüngliche Headliner GLORIOR BELLI seine Tour gecancelt hatte, haben die Veranstalter die Italienische Band KULT engagiert. Sie sind schon seit 2001 aktiv, haben in dieser Zeit auch einiges veröffentlicht, aber bisher kaum einmal in Österreich gespielt. Auch sie traten mit Corpsepaint auf und haben sehr variantenreichen Black Metal geboten – teilweise hämmernd und gleichförmig und dann wieder sehr melodisch. Ein wirklich guter Auftritt und man möchte diese Band sicher gerne wieder einmal live erleben.





Danach war es fast etwas leer auf der Bühne, da nur zwei Leute erschienen. Der Gitarrist war in eine Mönchskutte gehüllt, dekoriert mit umgedrehtem Kreuz und einigem Anderen und die ganze Szenerie war meist in Nebel gehüllt. Zusätzlich aufgestellte Räucherkegel wären aber verzichtbar gewesen.
THE ONE vereinen gleich zwei Nationen in sich – Griechenland und Großbritannien. Sie haben bereits einiges veröffentlicht und sind schon seit mehr als zehn Jahren aktiv. Sie haben eine Mischung aus gleichförmigem und melodischem Black Metal dargeboten, der durch tiefen und düsteren Gesang ergänzt wurde. Zwischendurch gab es auch eingespielte Mönchgesänge mit grausigem Gelächter. Also ein sehr stimmungsvoller Auftritt.





Danach folgte eine Band, die keine weite Anreise hatte - ESCHATON stammen aus Linz und können auch schon auf eine lange Bandgeschichte zurückblicken, in der sie zwei Alben veröffentlicht haben. Viele Besucher waren wegen ihnen gekommen, wie man an der Reaktion des zahlreich erschienenen Publikums deutlich ablesen konnte. Auch sie haben eine Mischung aus sehr hartem und melodischem Black Metal dargeboten und zwischendurch gab es auch ein sehr schönes Instrumentalstück. Sie haben ihre Fans an diesem Tag sicher voll zufriedengestellt.





Danach wurde es wieder mystischer – Transparente mit Landschaften im Nebel wurden aufgestellt und zwei Musiker in langen grauen Mönchskutten erschienen auf der Bühne, während der Drummer auf dieses Outfit verzichtet hat. THOU SHELL OF DEATH stammen aus Estland machen Atmospheric Black Metal und sie sind in unseren Breiten nicht so bekannt. Sie haben einen wirklich mitreißenden und stimmungsvollen Auftritt dargeboten und für mich waren sie die Entdeckung des Abends. Das einzige was ein bisschen störend war, war das Gestell mit dem Laptop vor dem Sänger – sie sollten dafür ein Kästchen oder so etwas bauen, um den optischen Eindruck perfekt zu machen. Ansonsten war ihr Auftritt eine rundum gelungene Sache.





FIDES INVERSA aus Italien haben vor einem Jahr schon einmal in Österreich gespielt und damals das anwesende Publikum sehr begeistert. Auch dieses Mal war es nicht anders und die Halle war bei ihrem Auftritt voll. Das Besondere an ihnen ist, dass der Schlagzeuger gleichzeitig der Sänger ist. Auch sie traten in Kutten auf und boten eine mitreißende Show, bei der sie ältere Titel aber auch welche von ihrer erst kürzlich erschienenen zweiten CD gespielt haben. Vor dem Schlagzeug war eine Art Altar aufgebaut und zu Beginn gab es ein Beschwörungsritual durch einen der Musiker, während im Hintergrund wunderbare Musik vom Band lief. Während ihres Auftrittes gab es auch jede Menge Headbanger und als sie nach 50 Minuten von der Bühne gingen, hinterließen sie ein vollauf zufriedenes Publikum.





Als letzte Band des Abends waren THE GREAT OLD ONES aus Frankreich an der Reihe. Sie machen eine Art Atmospheric Black Metal und ihr Auftritt fand großteils im wabernden Nebel statt und nur bei wenig Licht, was es mir fast unmöglich gemacht hat, ordentliche Fotos zu schießen. Trotz der späten Uhrzeit waren noch viele Leute anwesend und haben den tadellosen Auftritt genossen, an dem es nur eines zu bemängeln gab – sie waren einfach zu laut. Das war echt schade und wäre nicht nötig gewesen.





So ging ein sehr langes aber tolles Event zu Ende, das wohl fast alle Anwesenden zufrieden gestellt hat. Noch eine kleine Anekdote am Rande: Unter den Zuschauern befand sich auch ein ältere Dame mit Rollator, die bei den einzelnen Bands auch ordentlich mitgebangt hat – das fand ich wirklich genial! Aber so ist es in der Metalwelt – „Metal ist für alle da die ihn mögen“ – und das ist gut so!


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Beitrag vom 20.11.2014
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