ILLUMINATA   DAEDRIC TALES   BLOODLINER   CYNIC CIRCUS  
23.01.2015 @ Explosiv

Nachdem mich ILLUMINATA bereits zwei Wochen zuvor beim Pre-Listening zum neuen Album von ihrem Können absolut überzeugen konnten, war ich nun richtig gespannt wie sie live spielen. Vorweg schon mal, ich bin auch diesmal begeistert. Am 23.01.2015 präsentierten sie nun ihr neues Werk “Where Stories Unfold” im Rahmen eines Release-Konzertes der Öffentlichkeit im Explosiv in Graz und füllten damit den Konzertsaal.

Als Rahmenprogramm und Support hatten sie auch noch andere Bands im Gepäck und so eröffnete BLOODLINER um 19:30 Uhr den Abend und kam als Einstimmung durchaus sehr gut rüber. An ihrer Bühnenchoreographie müssen sie noch etwas arbeiten, da sie hin und wieder etwas chaotisch wirkt, aber musikalisch gab es auf den ersten Blick nichts auszusetzen. Es wagten sich sogar schon einige der ersten Konzertbesucher etwas mitzurocken.





Nach einer Viertelstunde Pause kamen dann um 20:15 Uhr die Wiener DAEDRIC TALES, die kurzfristig erst am Vortag für eine andere Band eingesprungen waren. Sie präsentierten guten soliden Symphonic Metal, der gut ankam und eine gute Einstimmung für ILLUMINATA im Anschluss war. Ihre Bühnenpräsenz und ihr musikalisches Zusammenspiel waren durchaus gut. Mir fehlte nur das kleine gewisse Etwas das sie von anderen Bands ihres Genres abhebt.





Nach einer 20-minütigen Umbaupause kamen dann die Headliner ILLUMINATA auf die Bühne und zeigten gleich von Beginn an, dass sie tatsächlich auch absolut großbühnenfähig sind. Abgesehen davon, dass sie viel, viel Freude mit auf die Bühne brachten, präsentierten sie sich absolut professionell und stellten sich perfekt gegenseitig ins Rampenlicht. Die Sängerin, Katarzyna, wirkt wunderbar charismatisch und ist eine richtiger Entertainerin, wie selten bei einer Frau auf der Bühne zu sehen ist. Ein Paket voller Leidenschaft und vor allem mit einer Stimme, die so richtig schön ins Blut übergeht.





Aber auch alle anderen, sei es Luki an der Gitarre, Sabrina am Keyboard, Christoph am Bass, oder Tom an den Drums, keiner geht unter, alle strahlen Professionalität und Freude aus und arbeiten hervorragend zusammen. Wenn kleine Fehler passiert sind, haben sie dies auf jeden Fall gut überspielt und dem begeisterten Publikum ist mit Sicherheit nichts aufgefallen, wenn sie nicht gerade danach gesucht haben.

Von der musikalischen Seite hat mich Tom an den Drums absolut überzeugt. Ein schönes abwechslungsreiches, treibendes Spiel, dem es sichtlich schwer gefallen ist in den langsamen Passagen Tempo rauszunehmen, weil er einfach Spaß daran hatte mit seinem Werkzeug zu arbeiten. Aber keine Frage, auch alle anderen verstehen mit ihren Instrumenten fantastisch zu arbeiten und das was dem Kopf von Luki, dem Gitarristen und Songwriter der Band, entsprungen ist, auf großartige Weise auf die Bühne zu bringen.





Das einzige Manko an der Vorstellung war das Licht. Leider war es immer wieder viel zu dunkel und neblig, sodass Sabrina oder auch Tom immer wieder im Dunkeln verschwanden und nur bedingt zu sehen waren. Auch direkt vorne am Bühnenrand war definitiv zu wenig Licht, um alles perfekt in Szene zu setzten.

Im Großen und Ganzen aber war das Publikum im sehr gut gefüllten Konzertsaal begeistert und aus allen Ecken und Enden war gute Stimmung zu spüren.

Setlist ILLUMINATA:

Arbitrary Asylum
Eternity Of Today
Violet’s Compass
Cold Hands Warm Hearts
Danse Macabre
White Heart
Phoenix
Brass Ring
Icechild
Entwined
Phantom Rickshaw
World Constructor
Story Unfolds
End My Agony

Nach ILLUMINATA, die geschätzt fast zwei Stunden auf der Bühne verbrachten, machten dann noch CYNIC CIRCUS den Abschluss des Abends. Manege frei hieß es bei ihnen und mit Clownskostümen, einem Zirkusdirektor und einer Zirkusdirektorin ließen sie noch mal gehörig das Explosiv erbeben. Leider hatten sich, trotz Ansage von Seiten ILLUMINATAs die meisten Konzertbesucher bereits nach draußen verabschiedet. Nun gut, zu deren Pech, CYNIC CIRCUS waren lustig, interessant, abwechslungsreich und richtig gut. Außerdem gaben sie bekannt, dass sie auf ihren Konzerten 2014, Spenden in der Höhe von insgesamt € 1.000,-- für die Organisation Rote Nasen Clowndoctors, sammeln konnten. Hut ab, eine tolle Idee, von einer tollen, hörenswerten Band!





Der Abend im Gesamten hat auf alle Fälle wieder einmal bewiesen, dass Österreich richtig gute Musiker aufzuweisen hat, die leider viel zu sehr im Underground versinken und von der die Öffentlichkeit noch viel zu wenig weiß.



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Scatoelfen
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Beitrag vom 02.02.2015
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