BLASTFEST TAG 2 - AT THE GATES   PARADISE LOST   DARK FUNERAL   CRYPTOPSY   BORKNAGAR   SATAN   DESTRÖYER 666   SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH   MORGOTH   BAPTISM   KEEP OF KALESSIN   ENDSTILLE    SARKOM   ALFAHANNE  
20.02.2015 @ Bergen / Norwegen

Allgemeine Infos zum Festival findet ihr beim Bericht von Tag 1!

Nach einer nicht allzu langen Nacht begannen um Punkt 12:00 Uhr wieder die Konzerte in der „Garage“.
Erste Band des Tages waren WYRUZ aus Norwegen, die sich musikalisch dem Death/Thrash Metal widmen und bisher nur ein Album produziert haben, obwohl sie seit 2002 aktiv sind. Trotz der frühen Uhrzeit hatten sich bereits einige eingefunden und sich von der dynamischen Spielweise mitreißen lassen.

Als nächste waren ALFAHANNE aus Schweden an der Reihe. Ihre Musik nennen sie selbst Alfapocalyptic Rock, sie sind seit 2010 aktiv und haben ein Album veröffentlicht. Ein düsteres Intro wurde von Feuerspielen des Drummers begleitet und danach kamen die einzelnen Musiker auf die Bühne, die auf verschiedene Weise dekoriert waren. Der Sänger hatte einen altertümlich wirkenden Hut auf und hat sich mit seinem tiefen Klargesang sehr gut in die dynamische Spielweise eingefügt, die beim mittlerweile zahlreicheren Publikum gut ankam.



(c)Jarle H. Moe | jarlehm.com


Mit einem extrem harten und scheppernden Intro kündigten sich die Norweger SARKOM an. Sie sind seit 2002 Vertreter des extrem harten Black Metal. Zusätzlich zum extremen Corpsepaint hatten sie noch Stachelarmbänder umgeschnallt, was auf der engen Bühne gar nicht so ungefährlich war. Sie haben variantenreichen Black Metal mit hartem und aggressivem Gesang geboten und das Publikum ging gut mit.



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Auch bei der nächsten Band des Nachmittags war die „Garage“ bis zum letzten Platz gefüllt. Die Deutsche Band ENDSTILLE stand auf dem Programm. Sie sind in unseren Breiten sehr bekannte Vertreter des Black Metal und konnten mit ihren Alben schon viele begeistern. Die Bandmitglieder traten teilweise mit Corpsepaint auf – besonders der Sänger war extrem schaurig angemalt. Sie haben dem Publikum ihren extrem harten Black Metal um die Ohren geschmissen und da gab es dann kein Halten mehr – trotz der Enge gab es einen ausgewachsenen Moshpit, der bis zum Ende ihres Auftrittes anhielt. Für ENDSTILLE war dieser Auftritt im Hohen Norden auf jeden Fall ein voller Erfolg.



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Nach dieser schweißtreibenden Angelegenheit wurde es vergleichsweise ruhig – die Norweger KEEP OF KALESSIN bildeten den Abschluss dieses Konzertnachmittags in der „Garage“. Sie haben sich dem Melodic Black/Death Metal verschrieben, beschreiten diesen Weg seit 1995 und auch kürzlich gab es einen neuen Longplayer. Einem sehr stimmungsvollen Intro folgten einige technische Probleme, aber danach konnten sie mit ihrer dynamischen Spielweise die zahlreichen Besucher in ihren Bann ziehen und haben einen tollen Auftritt hingelegt.



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Dann hab ich mich wieder auf den Weg zur „USF“ gemacht – mit einer Box Pommes in der Hand – irgendwann muss man halt trotz der geballten Musikfülle auch etwas essen.

Um Punkt 17:00 Uhr betraten die Norweger BORKNAGAR die Bühne der großen Halle. Sie stammen aus Bergen und haben beim Blastfest ihr 20jähriges Jubiläum gefeiert. Musikalisch widmen sie sich dem Progressive Viking/Folk Metal - also eher den ruhigen Klängen. Nach einem wunderbaren Intro haben sie dem zahlreich anwesenden Publikum einen sehr intensiven und klangvollen Auftritt geboten und alle waren von ihrer stimmungsvollen Spielweise gefangen genommen.



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Zwei Etagen höher betraten die Finnen BAPTISM bei einem bombastischen Intro die Bühne. Sie sind Vertreter des Black Metal, seit 1998 aktiv und haben mehrere Alben produziert. Bleich geschminkt und mit einem aufgemalten, umgedrehten Kreuz auf der Stirn hat sich der Sänger mit seinem düsteren Gesang perfekt in den harten, gleichförmigen und düsteren Black Metal eingefügt. Das zahlreich anwesende Publikum hat sich davon nur allzu gerne mitreißen lassen und für BAPTISM war es ein erfolgreicher Auftritt.



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Die nächste Band auf der Mainstage war CRYPTOPSY aus Kanada. Sie präsentierten Deathcore und ich hatte diese Band bis zu diesem Tag noch nicht gekannt und war sehr erstaunt darüber, was ich da zu hören bekam. Der Gesang bestand aus seltsam quietschenden, hohen Lauten und nur zwischendurch war eine normale Stimme zu hören. Sie haben eine rasante Spielweise an den Tag gelegt und dem Publikum hat es offenbar gefallen.



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Auf der zweiten Bühne waren MORGOTH aus Deutschland an der Reihe. In musikalischer Hinsicht widmen sie sich dem Death Metal, nach einer langen Pause sind sie seit 2010 wieder aktiv und demnächst werden sie ein neues Album veröffentlichen. Erst kam ein pompöses Intro und dann wurde voll losgebrettert was das Zeug hält. Sie haben sehr große Spielfreude gezeigt und das Publikum ging von Anfang an voll mit. MORGOTH haben an diesem Abend einen überzeugenden Auftritt hingelegt und sicher einige neue Fans dazugewonnen.



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Danach stand ein erstes Highlight auf der Mainstage auf dem Programm. Die Black Metal Band DARK FUNERAL aus Schweden ist bereits seit 1993 aktiv und hatten sich in letzter Zeit etwas rar gemacht. Ein gewaltiger Bühnenaufbau mit Pentagramm usw. diente als Kulisse für den schaurigen Aufritt. DARK FUNERAL konnten von Anfang an das Publikum mit ihrem harten aber stimmungsvollen Black Metal mitreißen und haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Da den meisten Österreichischen Fans der Weg nach Norwegen zu weit war, kann ich ihnen jetzt schon versprechen, dass sie sich auf ihren Auftritt am Kaltenbach Open Air wirklich freuen können.



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Aber auch eine Österreichische Band war beim Blastfest dabei: SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH nennt sich dieses Projekt. Martin Schirenc spielt aus alten Alben der ehemaligen Death Metal Band PUNGENT STENCH. Sie hatten ihren Auftritt auf der zweiten Bühne und viele waren gekommen um ihnen zuzuhören. Einige konnten sich das Grinsen angesichts des Elvis-Styles eines Bandmitgliedes nicht verkneifen. Sie haben von vornherein voll darauflosgebrettert aber leider war es viel zu laut. Musikalisch hätten sie voll überzeugen können, aber durch die extreme Lautstärke sind viele vorzeitig geflüchtet – auch ich.



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Deutlich ruhiger ging es danach auf der Mainstage zu. Die Britische Gothic Rock/Metal Band PARADISE LOST ist ja weithin bekannt, was wenig verwundert, da sie schon seit 1988 aktiv sind und sehr viele Alben veröffentlicht haben. Auf ein episches Intro folgten sehr angenehme Klänge und stimmungsvoller Gesang und das alles wurde von der großen Besucheranzahl in vollen Zügen genossen. Auch wenn sie vielleicht deutlich ruhigere Musik als die anderen Bands dargeboten haben, so haben sie doch sehr gut zu diesem Festival gepasst.



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Auf der kleineren Bühne wurden danach wieder härtere Klänge geboten. DESTRÖYER 666 stammen aus Australien, sind nun aber in den Niederlanden zu Hause. Sie widmen sich einer Kombination aus Black und Thrash Metal. Auch bei ihnen war der Saal voll und sie haben von Anfang an Vollgas gegeben. Großteils haben sie wahrhaft zerstörerische Musik geboten, aber auch immer wieder melodische Parts eingestreut. Das Publikum ging von Anfang an voll mit und die Stimmung war bestens – ein gelungener Auftritt!



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Letzte Band auf der Mainstage war die Melodic Death Metal-Band AT THE GATES aus Schweden. Sie haben kürzlich einen neuen Longplayer auf den Markt gebracht, woraus sie an diesem Abend auch einiges präsentiert haben. Es gab eine tolle Bühnendeko und von Anfang an haben sie eine rasante Spielweise mit eher schreiendem Gesang geboten. Trotz der späten Stunde war die Halle gut gefüllt und das Publikum genoss das Spektakel sichtlich.



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Die letzte Band auf der zweiten Bühne waren die Briten SATAN. Sie sind Vertreter des NWOBHM bzw. Heavy Metal. Sie hatten in ihrer bereits über 30-jährigen Karriere andere Bandnamen, sind aber nun zu ihren Ursprüngen zurückgekehrt. Obwohl es schon nach 1:00 Uhr war hatten doch noch viele ausgeharrt um bei ihrem Auftritt dabei zu sein.

Dieser Festivaltag hatte viel Abwechslung geboten und müde aber zufrieden machten sich die Besucher auf dem Weg zu ihrem Quartier.


Alle Fotos zum Blastfest 2015 von:
Jarle H. Moe



FOTOS + E-CARDS
blastfest.no

Metalmama
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Beitrag vom 15.03.2015
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