INFERNO FESTIVAL TAG 2 - BEHEMOTH   1349   SEPTICFLESH   EXECRATION   ENSIFERUM   ANTICHRIST   INNER SANCTUM   HAEMOPHAGUS  
02.04.2015 @ Oslo, Norwegen

Zweiter Tag des 15. Inferno Festivals in Oslo!
Am 2.4.2015 begann das Festival richtig in den Hauptlocations Rockefeller und John Dee. Die beiden sind durch einen Gang verbunden, so dass man leicht hin und her wechseln kann. Allerdings muss man unter Umständen frühzeitig ins John Dee gehen wenn man dort einen Auftritt erleben will, weil es doch deutlich kleiner ist und sobald es voll ist wird der Gang gesperrt.

Bei der ersten Band HAEMOPHAGUS im John Dee war das noch kein Problem – um 17.30 waren wohl viele noch müde, aber einige hatten sich doch schon eingefunden. Leider war die Musik bei ihnen viel zu laut – wie ich später festgestellt habe, war das bei allen Auftritten im John Dee der Fall - ohne Gehörschutz ging da gar nichts. HAEOMOPHAGUS stammen aus Italien und haben sich der ziemlich harten Mischung aus Death Metal und Grindcore verschrieben. Damit haben sie die Wände zum Erbeben gebracht und einen bleibenden Eindruck bei den Anwesenden hinterlassen.





Auf der Hauptbühne im Rockefeller wurde in der Zwischenzeit für EXECRATION aufgebaut. Beim Auftritt dieser Norwegischen Death Metal Band war die Halle schon sehr gut gefüllt. Es waren wohl auch viele Fans dieser Band aus Oslo anwesend und die Stimmung war bei ihrem Auftritt sehr gut. Sie haben eine dynamische Spielweise mit sehr hartem Gesang dargeboten und einen Mix aus ihrem 10-jährigen Schaffen präsentiert, was von den Fans begeistert aufgenommen wurde.





Das John Dee hatte als nächstes eine Besonderheit zu bieten – wie viele Bands aus Indien kennt man schon? INNER SANCTUM aus Bangalore waren mit ihrer Mischung aus Death und Thrash Metal angetreten, um dem Publikum zu beweisen, dass Metal auch in Indien überaus lebendig ist. Die Halle war sehr gut gefüllt und sie haben mit ihrer großen Spielfreude und dem harten Gesang alle schwerst begeistert und für INNER SANCTUM hat sich der sehr weite Weg nach Oslo auf jeden Fall gelohnt.





Einen nicht gar so weiten Anreiseweg hatten SEPTICFLESH aus Griechenland hinter sich. Ein tolles Bühnenbild hat die Mainstage geschmückt und nach einem kurzen Intro kamen sie auf die Bühne gestürmt. Sie haben dem Publikum eine betont düstere aber höchst stimmungsvolle Show dargeboten. SEPTICFLESH sind ja berühmt für ihren atmosphärischen Death Metal und haben im Verlauf ihres langen Bestehens damit viele Fans gewinnen können. So hat es nicht verwundert, dass die Halle voll und die Stimmung extrem gut war.





Im John Dee haben danach ANTICHRIST aus Schweden Aufstellung genommen. Auch wenn das Inferno Festival im Ruf steht, ein Black Metal Event zu sein, so haben sich die Veranstalter doch bemüht ein abwechslungsreiches Programm für alle Metalfans zu bieten. ANTICHRIST sind Vertreter des Thrash Metal und wie man am übervollen John Dee erkennen konnte, sind sie in Norwegen ziemlich beliebt. Sie haben von Anfang an Vollgas gegeben und die Stimmung war gewaltig. Neben mir stand ein Extrem-Fan der Band, der mir ein paar Mal fast die Kamera aus der Hand geschlagen hätte, weil er gar so abging, aber jeder soll seine Bands so abfeiern wie er möchte.





Setlist ANTICHRIST:

Dark Sorcery
Torment In Hell
Militia Of Death
Burned Beyond Recognition
Necropolis
Sign Of The Beast
Terror Dimension
Coven Of Evil

Auf der Hauptbühne wurde in der Zwischenzeit für die Norwegischen Black Metal Urgesteine 1349 umgebaut und man hat an der proppenvollen Halle gemerkt, wie sehr ihr Auftritt herbeigesehnt wurde. Zu Beginn kamen zwei Feuerspucker auf die Bühne, die in Richtung Publikum gespuckt haben und mir erfolgreich die Kamera versaut haben. Nach einigen Minuten putzen war sie aber wieder einsatzbereit und mit einem lauten Knall erschienen 1349 auf der Bühne und hatten das Publikum von Anfang an voll im Griff. Sie haben eine denkwürdige Show dargeboten die von Rauch und Feuer gekrönt wurde. Auf diese großartige Art und Weise kann man sie wohl nicht oft erleben und es war ein absolutes Erlebnis der feurigen und schaurigen Art.





Leider musste ich das Rockefeller frühzeitig verlassen um noch ins John Dee zu kommen, wo die Folk Metaller ENSIFERUM am Programm standen. Der Auftritt am Inferno war der Abschluss ihrer Tour und um auf einem Black Metal Event nicht so aufzufallen hatten sie sich zusätzlich zu den schwarzen Streifen weiß geschminkt – ein seltsamer Anblick aber eine sehr witzige Idee. Wieder war statt der Keyboarderin Emmy die Akkordeon-Spielerin Netta dabei, und nachdem ENSIFERUM Stimmungskanonen sind, gab es auch im John Dee bald kein Halten mehr unter den Fans und trotz der Enge entstand ein gewaltiger Moshpit. Obwohl das Inferno vielleicht nicht ganz ihr Standard-Publikum aufweist, haben sie auf der ganzen Linie überzeugt.





Den Abschluss des Abends bildeten die Polen BEHEMOTH. Sie haben es in letzter Zeit ganz an die Spitze unter den Black/Death Metal Bands geschafft und auch am Inferno gab es einen gewaltigen Bühnenaufbau mit einem riesigen Transparent und den toll designten Mikro-Ständern. Neben dem Drumset waren Feuerschalen aufgebaut und auch sonst wurde bei ihrem Auftritt nicht mit Feuer gespart. Am Beginn standen zwei Musiker direkt vor dem Transparent, sodass es aussah als ob sie Flügel hätten. Von Anfang an hatten sie das Publikum im übervollen Rockefeller voll in ihren Bann gezogen und mit ihrer Mischung aus hämmernden und melodischen Klängen eine Atmosphäre erzeugt, die ihresgleichen nicht so leicht findet. Auf der Bühne waren zwei verkehrte Kreuze aufgestellt, die während der Show entzündet wurden – Feuer war eines der dominierenden Elemente ihrer Show. BEHEMOTH haben an diesem Abend die beste Show geboten, die ich jemals von ihnen gesehen hatte und ich hab mich echt glücklich geschätzt sie erleben zu können.





Setlist BEHEMOTH:

Blow Your Trumpets Gabriel
Ora Pro Nobis Lucifer
Conquer All
Decade Of Therion
As Above So Below
Slaves Shall Serve
Christians To The Lions
Messe Noire
Ov Fire And The Void
Ben Sahar
Alas, Lord Is Upon Me
At The Left Hand Ov God
Chant For Eschaton 2000
-
O Father O Satan O Sun!

Für einige war danach der erste Festivaltag zu Ende, andere haben den Abend im „Revolver“ ausklingen lassen oder sonst einen der vielen Plätze für Nachtschwärmer aufgesucht. Alles war möglich!


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FOTOS + E-CARDS
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Beitrag vom 14.04.2015
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