INFERNO FESTIVAL TAG 4 - BLOODBATH   DØDHEIMSGARD   KAMPFAR   SECRETS OF THE MOON   MORTUARY DRAPE   SLAGMAUR   DEATHCULT   IXXI  
04.04.2015 @ Oslo, Norwegen

Nach einem Ausflug zum Holmenkollen bin ich wieder um 17.30 beim John Dee gewesen um den letzten Festivaltag zu beginnen. Die erste Band trug den seltsam wirkenden Namen IXXI, aber der Sänger hat erklärt, dass das für „Nine Eleven“ steht. Die Schweden haben sehr harten Black Metal präsentiert und zwischendurch gab es eine Deutsche Ansage: „Ihr seid auserwählt worden weil ihr die Besten seid!“ Was es damit auf sich hat konnte ich nicht herausfinden, aber die bereits zahlreichen Besucher konnten wohl mehr damit anfangen und sind sehr gut mitgegangen bei ihren harten Sounds.

Opener auf der Mainstage waren SECRETS OF THE MOON. Sie waren die einzige Deutsche Band am Inferno Festival und sind in den 20 Jahren ihres Bestehens zu einer fixen Größe im Melodic Black Metal geworden. Gleich von Anfang an konnten sie mit ihrer intensiven und stimmungsvollen Spielweise alle in ihren Bann ziehen. Anders als die anderen Bands hatten sie eine Dame am Bass – sonst gab es keine weiblichen Bandmitglieder bei diesem Festival. Das Licht war bei ihrem Auftritt besonders düster aber so hat alles perfekt zusammen gepasst.





Und wieder ein absolutes Kontrastprogramm. Als nächste im John Dee waren die Schweizer DEATHCULT am der Reihe. Sie machen sehr harten Death Metal und der Sänger hatte das Mikro extrem in die Höhe gestellt, so dass seine Stimme noch kehliger klang. Und aufgrund dieser eigenartigen Haltung konnte ich auch kein gutes Foto von ihm bekommen. Generell war im John Dee das Fotografieren sehr schwer, weil man permanent Gegenlicht hatte. Dem Publikum war das aber egal und sie sind gut bei den harten Sounds mitgegangen.





Auf der Mainstage wurden Vorrichtungen für eine Pyro-Show aufgebaut, Flammenkelche aufgestellt und ein großes Transparent verkündete, dass KAMPFAR bald die Bühne entern würden. Diese Pagan Black Metal Band aus Norwegen hab ich schon öfter live erlebt aber noch nie in dieser Form. Es war einfach ein Wahnsinn – die Pyroshow vom Feinsten und auch die Musiker voll motiviert. Sänger Dolk ist über die Bühne gestürmt und hat vollen Einsatz gezeigt. Etwas Neues gab es auch – ein Mann in Kutte hat in ein langes Horn geblasen – auch das wurde vom begeisterten Publikum heftig bejubelt. Es war ein rundum perfekter Auftritt von KAMPFAR und man würde sich wünschen, sie bald wieder einmal in ähnlicher Weise zu erleben.





Im John Dee stand als nächstes eine Reise in die Düsternis am Programm. SLAGMAUR stammen aus Norwegen, sind seit einigen Jahren aktiv und haben auch einiges veröffentlicht. Die vier Musiker traten mit Masken auf – einer sah nach Frankensteins Monster aus, einer trug eine Schweinemaske und Drummer und Sänger standen mit Pestmasken auf der Bühne. Alle hatten lange Kutten an und der Sänger hatte immer wieder ein Buch in der Hand, als ob er daraus vorlesen würde. Ihr Intro war sehr ruhig und dazu gab es eine Art Ansprache. Musikalisch haben sie atmosphärischen Black Metal mit schaurigem Gesang geboten und die Wirkung auf die zahlreichen Besuchern war gewaltig. Eine Band die ich sicher weiterverfolgen werde.





Auch die Mainstage stand danach im Zeichen der Norwegischen Musik. DØDHEIMSGARD sind bereits seit mehr als 20 Jahren aktiv und widmen sich dem experimentellen Black Metal. Sie sind wirklich in musikalischer Hinsicht sehr extravagant und bieten nicht unbedingt leichte Kost. Der Anfang war sehr ruhig aber später wurden sie deutlich härter. Sie haben ungewohnte Klangfolgen präsentiert, aber an den vielen Leuten in der Halle konnte man erkennen, dass sie in Norwegen viele Fans haben. Ist halt Geschmackssache - meinen haben sie nicht so ganz getroffen.





Die letzte Band im John Dee kam aus Italien. Ich hatte MORTUARY DRAPE bereits vor ein paar Jahren in Italien live erlebt und sie hatten mir damals gut gefallen. Deshalb war ich so wie viele andere schon sehr gespannt auf ihren Auftritt. Nach dem schaurigen Intro kamen sie mit Kutten und Corpsepaint auf die Bühne. Der Sänger stand an einer Kanzel und sah deshalb fast wie ein Prediger aus – allerdings war seine Predigt deutlich härter als üblich – und sie haben mit ihrem beinharten Black Metal die übervolle Halle zum Brodeln gebracht. Sie haben an diesem Abend eine großartige Show abgeliefert und ein rundum zufriedenes Publikum zurückgelassen.





Die letzte Band auf der Mainstage waren BLOODBATH aus Schweden. Lange Zeit waren sie ein reines Studioprojekt aber nach dem Einstieg von Nick Holmes als Sänger haben sie sich für mehrere Liveauftritte verpflichtet. Wenn man Nick Holmes mit PARADISE LOST kennt, würde man nie vermuten, dass er zu solch hartem Gesang fähig ist. Blutverschmiert stand er auf der Bühne und hat seinen Beitrag zur manchmal rasanten und manchmal melodischen Musik geleistet. BLOODBATH waren ein perfekter Abschluss eines abwechslungsreichen Festivals!





Setlist BLOODBATH:

Let The Stillborn Come To Me
Mental Abortion
So You Die
Breeding Death
Anne
Cancer Of The Soul
Weak Aside
Soul Evisceration
Unite In Pain
Like Fire
Mock The Cross
Eaten
Cry My Name

Das wars mit dem Inferno Festival 2015! Auch nächstes Jahr wird es eines geben – wie immer zu Ostern! Man darf gespannt sein welche Bands dann nach Oslo eingeladen werden!


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Beitrag vom 19.04.2015
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