ANGANTYR   SVARTA   DEATHSTORM   LICHTBLICK  
18.04.2015 @ Kunstfreiraum Papierfabrik

Manchmal entstehen Konzerte unter seltsamen Bedingungen. Vor wenigen Wochen wurde angekündigt, dass ANGANTYR aus Dänemark je ein Konzert in Regensburg und in Graz spielen würden. Da man nicht so oft die Gelegenheit hat ANGANTYR in Österreich zu erleben war ich sofort interessiert daran, aber irgendwie ging nichts weiter. Dann haben Nino Black Death und Cursed Records das Ruder übernommen und trotz aller Widrigkeiten das Konzert auf die Beine gestellt!
Als Location wurde letztendlich der Kunstfreiraum Papierfabrik gefunden – ein Ort wo ich auch bis dahin noch nie war.

Die Veranstalter haben dann noch weitere Bands für dieses Konzert gewinnen können und so stand einem düsteren Abend in Graz nichts mehr im Wege.
Der Eintritt war mit € 14,- wohlfeil und obwohl ich eine Freikarte bekommen hätte, hab ich natürlich zur Unterstützung der Veranstaltung bezahlt.
Nino lässt sich immer auch einige Schmankerl für die Besucher einfallen, und so gab es Krischmet, etwas alkoholreiche Cocktailkirschen und seine weithin berühmten Speck-Cookies für alle! Eine steile und schmale Treppe hat in den Keller geführt, wo es in einer Ecke Merch zu kaufen gab. Im Raum gab es eine Bar an der zu sehr vernünftigen Preisen Getränke angeboten wurden.
Am Anfang waren noch ziemlich wenig Leute da, aber im Verlauf des Abends sind dann doch noch einige gekommen – mehr wäre schön gewesen, aber leider waren einige scheinbar doch nicht zu motivieren!

Erste Band des Abends waren die Oberösterreicher LICHTBLICK. Sie waren erst sehr kurzfristig engagiert worden und ich hatte mich darauf gefreut, sie nach ihrem Auftritt am Julfest so schnell wiederzusehen. Sie hatten leider einige Soundprobleme aber sie haben dennoch ein beeindruckendes Set abgeliefert. Leider war das Licht bei ihrem Auftritt grauenvoll, sodass ich kaum vernünftige Fotos zusammengebracht habe. LICHTBLICK sind Vertreter des Depressive Black Metal und haben sich an diesem Abend in neuer Version nur zu dritt präsentiert. Ihre Spielweise war sehr ruhig und atmosphärisch und dazu gab es intensiven Gesang, der von Flüstern bis Schreien alles zu bieten hatte. Sie haben an diesem Abend auch neue Titel präsentiert und sind gerade dabei, ein neues Album aufzunehmen. Man kann sich also auch in Zukunft einiges von LICHTBLICK erwarten!





Setlist LICHTBLICK:

Schmerz Reinigt
Trauer
The Last Border
Akustik
Feel Free To Lose Your Life


Als Zweite waren die Grazer DEATHSTORM an der Reihe und auch sie haben etwas mit technischen Problemen gekämpft. Sie sind an und für sich Vertreter des Thrash Metal, haben aber an diesem Abend ein bisschen versucht, sich den anderen Bands etwas anzupassen und auch teilweise Death-lastige Musik dargeboten und damit die große Vielfalt ihres musikalischen Schaffens demonstriert. DEATHSTORM sind bereits seit fünf Jahren aktiv und haben in dieser Zeit auch einiges veröffentlicht. Ihren Beliebtheitsgrad konnte man an der großen Anzahl von Besuchern ablesen, die vor der Bühne ordentlich abgefeiert hat.





Setlist DEATHSTORM:

Tales Of The Undead
Nihilistic Delusion
Burial
Visions Of Death
Winter
Ferlanz
Massgrave
Rest
Prepare For The Slaughter


Dritte Bands des Abends waren SVARTA, die innerhalb der Österreichischen Black Metal Szene mittlerweile ein Fixpunkt geworden sind. SVARTA stammen aus Oberösterreich, sind seit 2009 aktiv und haben auch schon einiges veröffentlicht. Sie sind Vertreter des sehr atmosphärischen Black Metal und auch an diesem Abend haben sie eine sehr angenehm düstere Stimmung erzeugt. Alle Musiker traten mit extrem schaurigem Corpsepaint auf und die Bühne war bei ihrem Auftritt mit brennenden Fackeln und einem großen Tierschädel mit leuchtenden Augen dekoriert – all das hat die Wirkung ihrer Musik noch intensiviert und zusätzlich für Stimmung gesorgt. Da auf ihrer Setlist ein neuer Song ohne Titel zu finden war, kann man davon ausgehen, dass sie wohl dabei sind etwas Neues zu schaffen – man darf gespannt sein.





Setlist SVARTA:

Der Spiegelmensch
Zerbrochener Lapislazuli
„New Song“
Welk
Die Fürchterlichste Nacht


Mit etwas Verspätung, die durch die vorherigen Bands durch deren technische Probleme geschaffen wurde, betraten ANGANTYR die Bühne! Der Drummer war mit schwarz/weißem Corpsepaint am Werk, aber die beiden Frontleute hatten sich mit braun/grauem Lehm „verziert“. Besonders beim einen war es extrem, er hatte sich zusätzlich noch nass gemacht und damit so ziemlich alles versaut – inklusive Instrument und Dänischer Fahne am Gürtel. Meine Kamera konnte ich gerade noch in Sicherheit bringen, obwohl er den Dreck beim Headbangen ausgiebig verteilt hat. Die Dänen ANGANTYR können schon auf eine sehr lange Bandgeschichte zurückblicken und haben auch viele Alben produziert, so haben sie an diesem Abend einen Überblick über ihr musikalisches Werk zum Besten gegeben. Gleich von Anfang an hatten sie das Publikum voll im Griff und überall konnte man die Mähnen fliegen sehen. Ich bin mir sicher, dass ANGANTYR eine gute Erinnerung an Graz mit nach Hause nehmen und vielleicht auch gerne wiederkommen.





Setlist ANGANTYR:

Intro
Laenket
Endelos
Slettes Skal Mindet
Nattens Kraefter
Danermordet
Ni Lange Neatter
Knaekkede Knogler Braekkede Ben
Svig
Stormen Fra Nord
Outro


Ich möchte hiermit noch einmal den Veranstaltern und besonders unserem Nino für seine großen Bemühungen danken, dieses Konzert auf die Beine zu stellen! Ich wünsche ihm weiterhin die Kraft und Energie für seine Unternehmungen und dass sich in Zukunft noch mehr einfinden, wenn er zu einer Veranstaltung ruft – ohne unsere Unterstützung wird er vielleicht irgendwann den Mut verlieren und das wollen wir wohl alle nicht!


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Beitrag vom 20.04.2015
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