RAGNARöK-FESTIVAL 2015 TAG1 - NARGAROTH   BEHEMOTH   EQUILIBRIUM   FINSTERFORST   HARAKIRI FOR THE SKY  
10.04.2015 @ Stadthalle

Das Ragnarök-Festival gab es heuer schon zum zwölften Mal und ich selbst hab mich bereits zum siebten Male auf den Weg in die Korbmacherstadt Lichtenfels gemacht, um mir tolle Pagan und Black Metal Bands anzusehen. Es findet traditionellerweise immer am Wochenende nach Ostern statt. Es ist das größte Festival für Freunde dieser Genres und so verwundert es nicht, dass man dort immer jede Menge Leute trifft.

Da es um diese Zeit immer noch sehr kalt sein kann, sind die Hotels und Pensionen in der Stadt total ausgebucht. Viele Hartgesottene stellen ihr Zelt auf dem Campingplatz neben der Stadthalle auf, die Veranstalter stellen aber auch eine Schlafhalle zur Verfügung, für die man die Plätze im Voraus buchen muss.

Dieses Jahr konnte man die Camper auf den ersten Blick erkennen – der Wettergott hat es dieses Jahr ausnehmend gut gemeint mit den Festivalbesuchern und die doch schon starke Sonne hat bei vielen für Sonnenbrand gesorgt.

Beim Ragnarök sind immer zwei Bühnen nebeneinander aufgebaut, so dass zwischen den Auftritten nur sehr geringe Pausen entstehen, was äußerst angenehm ist.
Es geht auch immer genau nach Zeitplan – auf einer Anzeige können die Bands sehen, wieviel Spielzeit sie noch zur Verfügung haben.

Leider stand der erste Tag für mich unter keinem besonders guten Stern und ich konnte mich erst nachmittags auf die 600 km weite Reise machen, sodass ich leider am ersten Tag einige Bands verpasst habe. Die fränkische Pagan Metal Band DELIRIUM, die Österreicher BIFRÖST, die Bayrischen Bands NOTHGARD und THULCANDRA sowie die Schweizer BÖLZER hab ich leider nicht geschafft.
Als ich endlich in der Halle war, war es dort verdächtig ruhig – eigentlich hätte die Thüringer Pagan/Folk Metal Band GERNOTSHAGEN spielen sollen, aber aufgrund einer Erkrankung ihres Keyboarders konnten sie nicht auftreten.

So war die erste Band des Abends für mich die Folk Metal Band FINSTERFORST aus Baden-Württemberg. Nachdem ich sie erst zwei Wochen zuvor in Wien beim Paganfest gesehen hatte, war ich dieses Mal nicht so erstaunt über ihr neues Outfit mit den dreckigen Hemden – die Gesichter sind aber nach wie vor schwarz angeschmiert. FINSTERFORST haben Anfang des Jahres ein neues Album mit dem Titel „Mach Dich Frei“ veröffentlicht, aus dem sie an diesem Abend einiges präsentiert haben. Die Stimmung war bei ihrem Auftritt sehr gut – sie haben sicher viele Fans im zahlreich erschienenen Publikum gehabt, dem sie mit ihrer druckvollen Spielweise eine tadellose Show geboten haben.





Setlist FINSTERFORST:

Zeit Für Hass
Untergang
Mach Dich Frei!
Fremd

Auch die nächste Band hat perfekt zum Ragnarök gepasst! EQUILIBRIUM aus Bayern haben eine ziemlich wechselvolle Bandgeschichte hinter sich, aber es haben sich immer wieder begeisterte Musiker gefunden, die nur allzu gerne bei dieser Folk/Viking Metal Band mitmachen. Ihren hohen Beliebtheitsgrad konnte man an der sehr gut gefüllten Halle erkennen und während ihres Auftritts gab es immer wieder Moshpits und einige haben sich auch vom Crowdsurfen nicht abhalten lassen. Sänger Robse hat sich öfters zu launigen Ansagen hinreißen lassen und als er eine Wall of Death eingefordert hat, waren die Fans nur allzu gerne dazu bereit. Somit war diese Show für die Band und die Fans ein besonderes Ereignis und verschwitzt aber zufrieden haben sich die meisten danach in Richtung Getränkestände begeben.





Setlist EQUILIBRIUM:


Ankunft
Was Lange Währt
Waldschrein
Uns´rer Flöten Klang
Blut Im Auge
Karawane
Wingthors Hammer
Met
Apokalypse
Unbesiegt

Das Ragnarök hatte dieses Jahr auch einen ganz besonderen Headliner zu bieten – die Polen BEHEMOTH haben sich im Zuge ihrer laufenden Tour auch nach Lichtenfels begeben. Ich hatte sie eine Woche zuvor bereits beim Inferno Festival in Oslo gesehen und so hab ich mich schon sehr auf ihren Auftritt gefreut. BEHEMOTH zählen im Moment sicher zu den beeindruckendsten Livebands und auch in Lichtenfels haben sie ihren Auftritt regelrecht zelebriert. Sie haben zwar ein bisschen verspätet begonnen, da aber gleich mit einem feurigen Einstand. Zwischendurch wurde man eingeräuchert und auch Kreuze und Mikroständer wurden mit Flammen dekoriert. Aber nicht nur optisch waren sie ein einziger Genuss, auch in musikalischer Hinsicht haben sie Perfektion gezeigt. Wer also noch nicht die Gelegenheit hatte, BEHEMOTH in ihrer derzeitigen Hochform zu erleben, der sollte das auf jeden Fall nachholen. Kleines Detail am Rande: BEHEMOTH hatten zum Finale einen Regen aus schwarzem Flitter auf das Publikum niedergehen lassen, der am nächsten Tag über das ganze Gelände und auch in der Stadt verteilt war.





Setlist BEHEMOTH:

Blow Your Trumpets Gabriel
Ora Pro Nobis Lucifer
Conquer All
Decade Of Therion
Messe Noire
Christians To The Lions
Ov Fire and the Void
Ben Sahar
Alas, Lord Is Upon Me
At the Left Hand Ov God
Slaves Shall Serve
Chant For Eschaton 2000
O Father O Satan O Sun!

Also vorletzte Band des Abends waren NARGAROTH an der Reihe. Die Black Metaller aus Sachsen sind ein Fixpunkt in der deutschen Szene und so war es nicht verwunderlich, dass auch bei ihrem Auftritt die Halle sehr gut gefüllt war. Der Beginn einer NARGAROTH-Show ist immer sehr dramatisch – es stehen zusätzlich fünf Männer mit Sturmhauben auf der Bühne, die demonstrativ die Faust ausgestreckt haben, zwei davon hatten eine schwarze Flagge in der Hand. Sänger Ash kam mit einem brennenden Leuchtkörper in der Hand auf die Bühne, der dann in den Fotograben geschmissen wurde. Als Fotograf hat man es bei NARGAROTH ohnehin nicht leicht – gleich danach kam ein düster geschminkter Typ auf die Bühne und hat über uns hinweg Feuer gespuckt – wir waren nur noch am Ausweichen. Viele waren auch wegen ihnen da und sie haben ihren Fans eine gute Show geboten und alle zufrieden gestellt.





Setlist NARGAROTH:

Black Metal Ist Krieg
Sommer
The Day Burzum Killed Mayhem
Mother North (SATYRICON)
Possessed By Black Fucking Metal
Seven Tears Are Flowing To The River

Kurz nach Mitternacht hat die letzte Band des Abends die Bühne betreten und mich hat es gefreut, dass die Österreicher HARAKIRI FOR THE SKY zum Ragnarök eingeladen worden waren. Diese Post Black Metal Band hat in den letzten Jahren viele neue Fans dazugewonnen und so war es nicht verwunderlich, dass trotz der späten Stunde noch ziemlich viele Besucher anwesend waren, denen sie einen tadellosen Auftritt geboten haben. Wer sie am Ragnarök verpasst hat der hat noch bei weiteren Festivals die Gelegenheit sie live zu erleben.





So ging der erste Festivaltag stimmungsvoll zu Ende und die meisten verkrochen sich in ihre Schlafstätten um für den nächsten Tag fit zu sein – manche haben aber auch durchgefeiert!


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FOTOS + E-CARDS
www.ragnaroek-festival.com

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Beitrag vom 27.04.2015
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