LYNYRD SKYNYRD   JARED JAMES NICHOLS  
28.04.2015 @ Gasometer


Wer kennt sie nicht die Südstaatenlegende LYNYRD SKYNYRD, die 1964 in Jacksonville (FL) gegründet wurde und mit Hits wie „Simple Man“, „Freebird“ und natürlich „Sweet Home Alabama“ die Lebensweise des eher hart arbeitenden und einfachen Durchschnittsbürgers der USA besingen?

Die meisten kennen auch die tragische Bandgeschichte rund um den Flugzeugsabsturz 1977, bei dem Gründer Ronnie Van Zant und weitere Mitglieder der Band sowie ihr Manager ums Leben kamen. 1987 zum zehnten Jahrestag des Absturzes formierte Johnny Van Zant die Band neu und hält seit dieser Zeit das Vermächtnis seines Bruders in Ehren.

Und eben diese Legende gab sich am Dienstagabend im ausverkauften Wiener Gasometer die Ehre, um hier ihr Südstaaten-Flair zu verbreiten. Der Support in Form von JARED JAMES NICHOLS fiel leider den Staus und Baustellen zwischen Linz und Wien zum Opfer.





Für das buntgemischte Publikum aus Altrockern, Bikern aber auch einem großen Anteil an jüngeren Leuten fiel mit AC/DCs „Thunderstruck“ (wer weiß, warum LYNYRD SKYNYRD diesen Song als Intro verwenden, darf es mir bitte mitteilen, ich hab darüber nichts gefunden) kurz vor 21 Uhr der Startschuss zu einem Feuerwerk der guten Laune. Mit „Workin‘ For MCA“ starten LYNYRD SKYNYRD ihr Set und heizen dem Publikum von der ersten Minute ordentlich ein. Es soll eine 90 Minuten Best OF-Reise werden diesen Abend, da die Band nur Klassiker wie „That Smell“, „Simple Man“, „Tuesdays Gone“ oder „Call Me The Breeze“ aus dem Ärmel zaubert. Es befand sich kein einziger Langweiler oder ein Stück aus den Veröffentlichungen nach 1977 auf der Set Liste. Nur „good ole“ Southern Rock!


Und nach „Sweet Home Alabama“ und dem 13-minütigen „Freebird“ als Zugabe schlug auch das letzte Herz im Saal in den Farben Rot, Weiß und Blau. Und auch der letzte Zweifler war überzeugt, dass diese Band auch mit Wiederbelebung und zahlreichen Besetzungswechseln seine Daseinsberechtigung als Live-Band hat. Einziger Kritikpunkt in der momentanen Besetzungsliste ist der Bassist Johnny Colt. Er macht zwar seinen Job an den vier Saiten als Ersatz für den im Jahre 2009 verstorbenen Ean Evans ausgezeichnet, ich frage mich aber, ob er es notwendig hat, den 2001 verstorbenen Leon Russell Wilkeson genannt Mad Hatter zu imitieren, in dem er nach jeder dritten Nummer seine Kopfbedeckung wechselt?
Und ein paar weniger Gebete gen Himmel zum verstorbenen Bruder und Anhimmlungen der Südstaaatenflagge würden auch gut tun. Aber so kennt man sie halt und und Johnny hat zum Schluss dann auch noch die Österreichfahne ausgepackt.





Setlist:

Intro: Thunderstruck (AC/DC)
Workin’ For MCA
I Ain’t The One
Call Me The Breeze (J.J. CALE Cover)
What’s Your Name
That Smell
Saturday Night Special
The Needle And The Spoon
I Need You
Simple Man
Mississippi Kid
Tuesday’s Gone
Gimme Three Steps
Sweet Home Alabama
-
Free Bird

Alles in allem ein wirklich gelungener Konzertabend, der gerne eine Wiederholung oder auch zwei erfahren darf. Die Erkenntnis des Abends eines Freundes will ich euch auch nicht vorenthalten:
Originalton: „Jetzt kenn ich den Unterschied zwischen einer Metal-Band und einer Southern Rock-Band: Man braucht die Metal Horns nur gegen das Kreuzzeichen und das Wort „Motherfucker“ gegen „God bless you“ austauschen!!“



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Beitrag vom 30.04.2015
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