HORNA   TORTORUM   FIDES INVERSA   PORTAE OBSCURITAS  
08.05.2015 @ ESCAPE Metalcorner

Alle paar Jahre finden die Finnischen Schwarzmetaller HORNA den Weg nach Österreich – am 8.5.2015 war es wieder einmal so weit und viele waren gekommen um sie auf der Bühne zu erleben. Für diesen Abend gab es auch einige namhafte Support-Bands, sodass einem tollen Konzerterlebnis nichts mehr im Wege stand.

Als ich kurz vor 20 Uhr den Konzertkeller im Escape betrat, konnte ich auf Anhieb erkennen, dass ich hier an der richtigen Adresse war. Auf der Bühne war ein Tisch aufgebaut und darauf standen jede Menge Kerzen, davor lagen drei Totenschädel und ein Buch. Obwohl ich mich sehr für die Österreichische Metalszene interessiere, hatte ich bis zu diesem Event noch nie etwas von den Innsbruckern PORTAE OBSCURITAS gehört. Sie traten mit Mönchskutten und schaurigem Corpsepaint auf und haben von Anfang an eine sehr düstere Stimmung erzeugt. Ihre Spielweise war sehr druckvoll und dazu gab es variantenreichen Gesang. Zu Beginn mancher Titel gab es beschwörende Einleitungen, die live gesungen wurden, was den düsteren Eindruck noch zusätzlich verstärkt hat. Für mich haben sie einen rundum gelungenen Auftritt hingelegt und ich werde sie sicher weiterverfolgen.





Als nächste Band waren FIDES INVERSA aus Italien an der Reihe. Ich hab mich sehr darüber gefreut, sie binnen kurzer Zeit wieder auf der Bühne erleben zu können – sie waren zuletzt im November in Traun aufgetreten. Der Tisch mit den düsteren Utensilien war verschwunden, aber es standen ein paar kleine Kerzen vor dem Drumset. Auch sie betraten mit Corpsepaint die Bühne und waren in kurze Kutten mit Kapuzen gehüllt die mit derben Stricken zusammengebunden waren. Das Markenzeichen von FIDES INVERSA ist ja, dass der Drummer den Gesang übernimmt, was sicher eine sehr anstrengende Sache ist. Sie haben von Anfang an Vollgas gegeben und dem zahlreichen Publikum ihren harten und hämmernden Black Metal um die Ohren geschmettert. Zwischendurch gab es Einspielungen, die sich nach Kirchenmusik angehört haben, aber live haben sie sich von der extrem harten Seite gezeigt und das mit vollem Einsatz, der alle im vollen Saal mitgerissen hat.





Setlist FIDES INVERSA:

Decollatio
III
IV
II
Homicidium

TORTORUM hatte ich heuer bereits einmal auf der Bühne erlebt – in ihrer Heimat Bergen in Norwegen beim Blastfest. Auch sie sind Vertreter des sehr düsteren und harten Black Metal. Beim Bühnenaufbau hatten sie sich bereits mit Corpsepaint gezeigt, danach sind sie noch kurz verschwunden und kamen mit Blut besudelt zurück. Dem Geruch nach hat es sich um Tierblut gehandelt und nachdem ich zwecks Fotos ganz vorne stand, wurde mir immer übler von dem Gestank. So habe ich den Großteil ihres Auftrittes von ganz hinten erlebt – da war es kein Problem. TORTORUM haben eine betont harte und aggressive Spielweise dargeboten, die beim Publikum sehr gut ankam. Sie haben an diesem Abend sicher einige neue Fans dazugewonnen und es würden sich sicher einige freuen, wenn sie bald wieder einmal den Weg nach Österreich finden würden.





Setlist TORTORUM:

Zazaz
Aeonscourge
Kindling The World Conflagration
Into The Sixth Coil
For The Ruin Of All
Grace Of Hatred
Beyond The Earth And Air And Sun

Dieser Konzertabend hat sich durch besondere Pünktlichkeit beim Ablauf ausgezeichnet und so begannen pünktlich um 23.10 Uhr die Headliner HORNA ihren Auftritt zu zelebrieren. Bei ihrem Auftritt war das Escape voll und die Fans haben von Anfang an ordentlich mitgefeiert. Alle Musiker erschienen mit Corpsepaint und Sänger Spellgoth war wie üblich in eine lange Kutte mit Kapuze gehüllt und mit Ketten behängt, die Rosenkränze mit Pentagramm darstellen sollten, die er auch am Mikroständer befestigt hat. HORNA sind Vertreter des extrem schaurigen Black Metal und ihre Musik ist durch Satanismus und Okkultismus geprägt, was ihnen so manche Probleme eingebracht hat, aber sie ließen sich davon niemals beirren und sind immer eisern ihren Weg weitergegangen. Bei manchen Konzerten kommt es vor, dass sich Sänger Spellgoth von seiner Kutte befreit und nackt weitermacht – trotz der Hitze im Saal ist das an diesem Abend nicht passiert, aber ich denke, dass es dem Live-Erlebnis keinen Abbruch getan hat.





Setlist HORNA:

Kuoleva Lupaus
Kun Synkkä Ikuisuus Avautuu
Sodan Roihu
Sanojesi Äärelle
Baphometin Siunaus
Amadriada
Nekromantia
Hiidentorni Huokui Usvansa
Ars Laternarum
Pimeys Yllä Pyhän Maan
Örkkivuorilta

Das Aftershowritual “Come To The Sabbath” habe ich dann leider nicht mehr miterlebt, aber mein Magen hat sich nicht mehr erholt und so bin ich lieber heimgefahren.

Trotz allem war es ein feiner schwarzmetallischer Abend, der nur knapp nicht ausverkauft war und man kann nur hoffen, dass bald wieder ein ähnliches Event auf die Beine gestellt wird – so viele Black Metal Abende gibt es ja in Österreich leider nicht, und da ist man als Fan wirklich froh, wenn jemand etwas veranstaltet.

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Beitrag vom 16.05.2015
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