ROCK IN VIENNA: KISS   SABATON   LIMP BIZKIT   AIRBOURNE   HEAVEN SHALL BURN   OPETH   COAL CHAMBER  
06.06.2015 @ Donauinsel

Viele Diskussionen gab es im Vorfeld zum neuen Mammutprojekt Rock In Vienna, das dieses Jahr zum ersten Male auf der Donauinsel stattfand. Neue Maßstäbe wollte man setzten – die fand man dann auch gleich in Ticketpreise von 200,-. Eine Woche vor dem Nova Rock zu starten, nur begrenzt Camping, das zudem nochmal 20 Öcken zusätzlich kosten sollte, waren schon mal eher abschreckend als einladend. Die Headliner MUSE, METALLICA und KISS waren auch kein Unbekannten und eine Besucherzahl von 150.000 war auch recht mutig prognostiziert. Dazu kommt noch, dass man im Gegensatz zu den deutschen Schwester-Veranstaltungen Rockavaria und Grüne Hölle ein viel schmaleres LineUp präsentierte und Highlights wie JUDAS PRIEST, FIVE FINGER DEATH PUNCH oder KREATOR weg ließ.

Dennoch waren wir mehr als neugierig und suchten uns mit Samstag den für uns interessantesten Tag zum Reinschnuppern aus. Warum man aber zwischen Donnerstag mit METALLICA, TESTATEMENT und FAITH NO MORE und Samstag mit KISS, LIMP BIZKIT, HEAVEN SHALL BURN oder AIRBOURNE einen eher alternativen Tag (MUSE, INCUBUS, THE HIVES) quetschen musste, was für die Kuttenträger und „Laungzodatn“ wohl eher uninteressant sein dürfte, bleibt wohl ein Rätsel.

Egal, wir kamen am Samstag gerade rechtzeitig zum Auftritt von COAL CHAMBER auf der Donauinsel an und waren sofort positiv überrascht. Von der U-Bahn Station waren wir ohne große Schwierigkeiten oder irgendwelche Wartezeiten nach nur wenigen Minuten auf der Insel, an der Abendkasse, am Einlass vorbei und schon vor der Bühne. Erschreckend klein erschien an diesem Zeitpunkt die Besucherzahl vor den beiden beeindrucken großen Stages (Soul Stage und Mind Stage), doch knapp 25.000 sollten es an dem Tag insgesamt dann doch werden. Sollte aber nicht weiter stören, denn so hatte man immer schön Platz und leichten Zutritt im Wave-Breaker oder den Getränkeständen. Leider gingen sich Truppen wie HELLYEAH, THE DEAD DAISIES, BOON und PUNGENT STENCH für uns nicht aus.





Bei erbarmungslos herunterbrennendem Sonnenschein schafften es aber doch einige mutige Metalheads vor die Stage, um der verloren geglaubten Nu Metal-Legende COAL CHAMBER, die von Dez Fafara (DEVILDRIVER) nach fast eineinhalb Dekaden reanimiert wurde, zu lauschen. Nach kurzem Intro ballerten die Kalifornier auch gleich mit „Loco“ ihren größten Hit ab, ehe man auch ein paar Songs vom aktuellen Werk „Rivals“ sowie weitere Klassiker servierte. Dez war gut gelaunt und gut bei Stimme, während der Sound doch eher schwammig daher kam – aber wer DEVILDRIVER schon live gesehen hat, sollte das ja sowieso gewohnt sein. Ebenso wie „Rivals“, fand ich den Auftritt zwar souverän, aber nicht essentiell – da hat Dez´ andere Band einfach mehr Bums und COAL CHAMBER waren wohl nicht zufällig damals schon die Helden in zweiter Reihe im Nu Metal-Bereich. Außerdem wirkt die Musik nicht mehr sonderlich zeitgemäß. Aber genug genörgelt – COAL CHAMBER sind einen Live-Besuch allemal wert und zum Aufwärmen perfekt geeignet.






Setlist COAL CHAMBER:

Loco
Big Truck
I.O.U. Nothing
Something Told Me
Rowboat
Clock
Rivals
I
Rivals
Sway

Nun musste man sich nur ein paar Meter bewegen, um freien Blick auf die andere Stage zu bekommen und kaum fünf Minuten später ging es auch schon mit Mikael Åkerfeldt´s OPETH los. Dass die Proggies eine starke Live-Band sind, braucht man nicht anzuzweifeln, aber auf einem Festival, das doch eher die breite Masse ansprechen möchte OPETH am Nachmittag in die Sonne zu stellen, kann einfach nicht funktionieren. Entweder Late-Night Special oder im Club, denn in der kurzen Spielzeit und am helllichten Tag können die Schweden mit nur fünf Songs sich nicht wirklich entfalten. Viele suchten daher den Schutz in den wenigen Schattenplätzen – da muss man dem Veranstalter schon die gleichen Vorwürfe machen wie dem Nova Rock – ist es wirklich zu viel verlangt das eine oder andere Bierzelt aufzustellen, welches vor Sonne und Regen schützt? Das ist sogar auf Mini-Metal Festivals schon Gang und Gebe – vor allem da das Rock In Vienna so mit Komfort warb. Fans von OPETH kamen trotzdem halbwegs auf ihre Kosten, denn Sound, Stimme und Performance waren absolut in Ordnung. Auch die Ansagen von Mikhael, der als erster und nicht letzter auf BABYMETAL hinstichelte, waren wieder sehr unterhaltsam.






Setlist Opeth:

Eternal Rains Will Come
Cusp Of Eternity
The Drapery Falls
The Devil´s Orchard
The Grand Conjuration

Weitere Kritik gilt der Getränke-Preispolitik. Man kann ja sagen, dass das schon „normal“ ist, doch 5€ für ein Bier ist nichts weiter als Abzocke. Gut, dann trinkt man halt nur ein oder zwei Bier, hat der Veranstalter weniger zu tun, aber auch weniger Umsatz. Leider laufen die Leute dennoch hin und regen sich zwar auf, aber unterstützen das Ganze trotzdem. Mag auch sein, dass 5€ fürs Bier dem einen oder andern nicht weh tun, doch exakt so viel für einen halben Liter Soda zu verlangen ist nicht nur Abzocke sondern extrem lächerlich. Zumal überall Wasserspender auf der Donauinsel zu finden sind.

Genug Gejammer, wir sind schließlich wegen der Musik da und nicht um uns volllaufen zu lassen (was manche dennoch nicht abhielt). So viele Verrückte Saufnasen wie am Nova Rock fand man dann aber zum Glück nicht und so blieb alles sehr ruhig und ohne große Probleme. Auch die Securities und das Großaufgebot an Polizei hatten demnach nicht viel zu tun und alles im Griff.

Doch zu diesem Zeitpunkt war der absolute Tiefpunkt dieses Festivals erreicht. BABYMETAL – echt jetzt? Das ist doch dieser Spaß, der auf Youtube seine Runde machte. Kurz darauf wurde aber leider klar, dass dieses grauenvolle Projekt Wirklichkeit ist und sogar um den Gobus turnt. Die aus Japan stammende Marketing-Maschine BABYMETAL ist eine Backing-Band, die mit stupiden 0815-(Thrash)Riffs, bei denen sich SLAYER, ANTHRAX, EXODUS und Co. zu Tode lachen, grauenhaften Synthies sowie überzogener Rhythmik auf sich aufmerksam machen wollen. Traurig, dass hier sogar der Gitarrist von GALNERYUS zu der Casting-Band gehört, ist dieser doch ein wirkliches Talent. Die werden aber eh alle zu Statisten degradiert, denn im Vordergrund stehen drei bewusst minderjährige Japanerinnen mit Pieps-Stimmen, die auf der Bühne zum Playback rumhüpfen als wären sie frisch einem Sailormoon-Comic entsprungen.

Viele wussten echt nicht, ob sie lachen, weinen oder einfach davonlaufen sollten. Doch das Schlimmste daran - die Leute fressen diesen Marketing-Müll und haben Spaß am Pop-Wolf im Metalschafspelz. Und Aussagen wie, "die Musik ist doch gut" sind bei diesem zwar technisch gut präsentierten, aber stupide auf Eingängikeit getrimmte Musik absolut nicht von Relevanz. Als Youtube-Gag ganz unterhaltsam, aber live wie ein Autounfall mit blutigen Leichen, wo man nicht hinsehen möchte, aber trotzdem immer wieder muss. Bitte RiV lasst in Zukunft solche Slots ernst gemeinter Musik.

Wer sich noch immer nicht vom Schock erholt hatte, der konnte sich im Anschluss zum Glück mit den Münsteranern HEAVEN SHALL BURN die Birne frei blasen. Die Jungs fuhren trotz einer spärlichen Spielzeit von 60 Minuten ganz große Geschütze auf – im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Bühnenbild mit Sandsäcken, Panzersperren, Papp-Soldaten und vielem Schnickschnack machte schon einiges her. Umso sympathischer, dass die Herren selbst den Soundcheck durchführten und kurz darauf wie gewohnt wie ein Orkan über das Festival hinwegfegten. „Counterweight“ und „Profane Believers“ erzeugten gleich einen mächtigen Moshpit, gute Stimmung und irgendwie dachte keiner mehr an die gefühlten 80°C vor der Bühne. Matze gab sich gut gelaunt wie eh und je und die Band war bestens drauf, auch wenn der Sound nicht perfekt, aber absolut annehmbar war. Weitere Highlights waren natürlich „Combat“ und „Hunters Will Be Hunted“, zu dem es auch eine mächtige Wall Of Death gab. Erneut war das Hauptaugenmerk auf die aktuelle Platte „Veto“ gerichtet und so gab es mit dem Opener „Godiva“ sowie dem starken „Voice Of The Voiceless“, mit dem sie eben mal zwei Generatoren putzten, zwei weitere Sturmböen. Stromlos mussten die Deutschen auf der Bühne mit der Schulter zucken und gute Miene zum bösen Spiel machen. Nach einiger Zeit konnten sie dann doch noch „Endzeit“ abfeuern – drei Songs mussten sie aber, leider inklusive dem genialen „Black Tears“, das es live normal immer zu hören gibt, streichen.





Setlist HEAVEN SHALL BURN:

Counterweight
Profane Believers
Land Of The Upright Ones
The Omen
Combat
Hunters Will Be Hunted
Forlorn Skies
Godiva
Voice Of The Voiceless
-
Endzeit

Ersatzgeneratoren wurden gestartet und das war auch bitter nötig, weiß man doch, dass auch AIRBOURNE so einiges an Volt brauchen für ihren brachiale Rock-Show. Und mit was wurde gestartet?, genau mit dem Gänsehaut Intro von Terminator 2. Auch nach dem gefühlten zwanzigsten Auftritt immer noch phantastisch. Oberkörperfrei stürmte Sänger Joel O’Keeffe und seine Crew auf die Bühne. Hat der Bursche überhaupt ein Shirt? Songtechnisch feuerten die Aussies gleich zu Beginn zwei Kracher aus den Rohren, die klar machten, heute gibt’s hier nur Party. „Ready To Rock“ und die Mitgröhl - Hymne „Too Much, Too Young, Too Fast“ sorgten für ausgelassene Stimmung und AIRBOURNE bleiben die Partyband schlechthin. Jeder denkt sich, das hab ich doch schon Mal wo anders gehört und trotzdem geht jeder mit. Kaum eine Band ist so viel in der Weltgeschichte unterwegs und das merkt man an der Routine der vier Jungs.
Joel ließ es sich auch diesmal nicht nehmen und erklomm die Bühne fast bis ganz nach oben um im Gerüst eine Solo abzuzocken. Jede Menge Bier und diesmal auch Wein sind sowieso fixer Bestandteil und auch die handbetriebene Sirene durfte nicht fehlen. „Black Dog Barking“ und „Stand Up For Rock´n´Roll“ heizten die verschwitzen Zuseher noch mehr an, ehe „Runnin Wild“ ein souveränes aber nicht überraschendes Konzert beendeten. AIRBOURNE sind einfach AIRBOURNE - recht viel mehr braucht man zu dieser Band nicht sagen.
[AndyVanHalen]





Setlist AIRBOURNE:

Ready To Rock
Too Much, Too Young, Too Fast
Chewin The Fat
Blonde, Bad And Beutiful
GIrls In Black
Cheap Wine & Cheaper Women
Black Dog Barking
Bottom Of The Well
Stand Up For Rock´n´Roll
Livin It Up
Runnin Wild

Die Herren von LIMP BIZKIT sind ja Stammgäste auf Großevents wie Nova Rock, Seerock oder Rock Im Park – so ließen sie sich auch fürs Rock In Vienna nicht lange bitten und gaben auch hier eine Stunde Vollgas. Nachdem Wes Borland die letzten Jahre mit genialem Bodypaint in Schwarz-Silber im wahrsten Sinne des Wortes glänzte, musste man sich an jenem Tag echt fragen, was in ihn gefahren ist. Das Outfit war einfach nur lächerlich und peinlich. Dafür hat Fred Durst seinen komisch glänzenden Goldhandschuh endlich wieder in der Schublade verstaut, doch Rauschebart und Rosa Base-Ball Cap lassen ihn immer noch fremd erscheinen. Umso vertrauter waren natürlich die Klänge von Hits wie „My Generation“, „My Way“ sowie das unverzichtbare „Faith“, die live sowieso immer knallen. Fred scherzte munter, Wes posierte und DJ Skeletor, der erst seit 2012 zur Truppe gehört, sorgte für einige sehr unterhaltsame Interludes. Auch Fred ließ sich einen Seitenhieb an die Japaner nicht entgehen und überzeugte noch mit Tanzeinlage zum Outro „Staying Alive“. Kurz und knackig war das Set der Amis, doch man brachte noch „Break Stuff“, „Take A Look Around“ und den Titeltrack des aktuellen Werkes „Gold Cobra“ unter. Natürlich fehlten da unzählige Hits, doch das unerträgliche „Behind Blue Eyes“ sparte man sich zum Glück endlich mal. Zwischendurch wurden dafür Klassiker von MEGADETH, PANTERA und RAGE AGAINST THE MACHINE angespielt, woraufhin Fred Wünsche entgegen nehmen wollte. Passiert zwar nicht, dafür erstürmte HELLYEAH / PANTERA Drummer Vinnie Paul das Drum-Kit und zerlegte dieses im kurzen Jam mit Borland.

Nach dem immer wieder gern gehörten Mission Impossible II Soundtrack „Take A Look Around“ beendete man mit „Rollin´“, bei dem natürlich alle Hände vor der Bühne in die Höhe flogen zum Lenkrad-Posen, das kurzweilige und unterhaltsame Set. LIMP BIZKIT sind zwar optisch in die Jahre gekommen, zum alten Eisen gehört man aber noch lange nicht! Immer wieder gerne.





Setlist LIMP BIZKIT:

Thieves (MINISTRY)
Hot Dog
My Generation
Livin´ It Up
My Way
Break Stuff
Faith (GEORGE MICHAEL)
Gold Cobra
Take A Look Around
Rollin´ (Air Raid Vehicle)

Bassist Pär Sundström nahm den Mund reichlich voll als er kürzlich im Interview erzählte, dass Wien etwas Besonderes werden würde, doch entgegen aller Erwartungen, schaffte er es doch noch bei meinem zwölften SABATON-Live-Besuch, dass mir die Kinnlade runterfiel. Neben dem sowieso schon schicken Panzer, nahm nämlich ein komplettes und nicht unbekanntes Orchester Platz auf der Bühne. Das Bohemian Symphony Orchestra aus Prag ist Metal-Fans dank HELLOWEEN, Rock Meets Classic und vielen weiteren Künstlern kein unbekanntes. So hatten Klassiker wie „Ghost Divison“ oder „The Art Of War“ gleich einen ganz anderen Sound. Wer braucht schon ein Keyboard, wenn er ein ganzes verdammtes Orchester haben kann? Wobei mir dieses dann doch etwas zu sehr in den Hintergrund geschoben vorkam. Dafür durften sie „The Final Solution“ im Alleingang präsentieren, was schon fast Gänsehaut erzeugte, trotz immer noch gut 30 Grad im Schatten. Natürlich ließ es sich Joakim trotz kurzer Spielzeit nicht nehmen ein paar Bier ex zu kippen, die Gitarre umzuhängen um mit Tobbe und Chris rum zu blödeln und so manch Witzchen zu erzählen. So sollte er auf der letzten MICHAEL JACKSON Tour die Gitarre schwingen, denn Joakim kam mit ihm bereits als Kind in Berührung. Gut, der war unter der Gürtel-Linie aber funktionierte wunderbar. Die Musik sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen und so wurde neben dem opulenten „Carolus Rex“ auch reichlich neues Material geboten, ein paar Anekdoten in Bezug auf „Primo Victoria“ und dem 6. Juni (D-Day und Schwedischer Saatsfeiertag) und mit der „Metal Crüe“ zum Schluss nochmal richtig der Partyzug angeworfen. Auch nach unzähligen Auftritten wirken SABATON noch immer frisch, sympathisch und unverbraucht. Den Co-Headliner Posten haben sich die Schweden redlich verdient. Etwas mehr Spielzeit wäre aber auch noch nett gewesen.





Setlist SABATON:

Ghost Division
To Hell And Back
40:1
Carolus Rex
The Art Of War
The Final Solution (Orchestra only)
Resist And Bite
Night Witches
Primo Victoria
Metal Crüe

Das Beste kommt zum Schluss - ist ja nicht erst sei Jack Nicholson eine alte Weisheit, traf aber an diesem Abend leider nicht zu, doch vorn vorne. Am ersten Tag schaffet es METALLICA 30 Minuten zu spät auf die Bühne zu kommen und so dem Veranstalter eine Stange Geld durch Überziehen der fixen Deadline zu kosten. Wurde hier noch von technischen Gebrechen gemunkelt, glaubte man diesem Grund am letzten Tag bei KISS nicht mehr. Schafften es die New Yorker doch 40 Minuten die Menge vor der Bühne warten zu lassen. Wer Gene Simmons kennt der weiß, dass der Bursche etwas abgehoben ist und das diese Aktion wohl kalkuliert war. Echt traurig aber was solls, dachte sich so mancher, wenn man die ersten Töne vernahm und die echt großartige Bühnendeko betrachtete. KISS haben echt dick Kohle gemacht in ihrer Karriere, und das sieht man an tonnenweise Pyro, ausfahrbaren Kränen oder dem gigantischen Banner. Die vier geschminkten Herren wissen wie man sich präsentiert. Gestartet wurde fulminant mit „Detroid Rock City“, der Bandhymne und „Deuce“. KISS erwischten nicht den besten Tag, denn es reichten zwei Hände nicht aus, um die Fauxpässe an den Äxten mitzuzählen. Hallo was ist denn hier los - waren die ersten Gedanken. Doch die Herren Stanley, Simmons, Thayer und Criss steigerten sich mit Fortdauer und lieferten eine perfekt inszenierte Show ab. Wer die Jungs bisher noch nicht live erleben durfte, war von den Socken, was auch die Stimmung am Gelände wiedergab. Auch bei meinem dritten Besuch der Rocker stellten sich kleine Ermüdungserscheinungen ein, besonders bei der Blutshow von Gene Simmons in luftiger Höhe. Dass das Bass-Solo dann auch noch unter jeder Sau war, lass ich dann Mal weg. Doch nun zu positiveren: „War Machine“, „Do You Love Me“ oder das feuchte und geile „Lick It Up“ funktionieren auch in hundert Jahren noch. „Love Gun“ und "Black Diamond" sorgten dann noch für ein gutes Ende ehe die Herren hinter die Bühne verschwanden.





Doch recht lange ließen sich The Starchild, The Demon, The Catman und The Spaceman nicht bitten um noch reichlich Zugaben abzufeuern, im wahrsten Sinne des Wortes. Mehr Feuerwerk und Knallkörper geht echt nicht. Das unverzichtbare und tausend Mal gehörte „I Was Made For Lovin´ You“ durtfe ebenso wenig fehlen wie „Rock And Roll All Nite“ bei dem eine sehr starker Tommy Thayer brillierte. Sicher der Lichtblick der Combo. Da man etwas überzog, gab es „God Gave Rock´n´Roll To You“ nur noch vom Band, was vielleicht ganz gut war, da auch Mr. Stanley stimmlich nicht seinen besten Tag erwischte.

KISS konnten mich heute nur teilweise überzeug, doch wer die Amerikaner das erste Mal sah, hatte bestimmt seine Freude, da man einfach optisch überflutet wird wie bei keiner anderen Band. Doch musikalisch ist bestimmt oder hoffentlich noch mehr drinnen in der Formation, sonst beginnt der Lack abzublättern.
[AndyVanHalen]

Setlist KISS:

Detroid Rock City
Deuce
Psycho Circus
I Love It Loud
War Machine
Do You Love Me
Hell Of Hallelujah
Calling Dr. Love
Lick It Up
God Of THunder
Parasite
Love Gun
Black Diamond
-
Shout It Oud Loud
I Was Made For Lovin´ You
Rock And Roll All Nite
(God Gave Rock´n´Roll To You)

Für einen ersten Anlauf konnte das Rock In Vienna abgesehen von der Preispolitik in allen Belangen überzeugen. Die Donauinsel ist eine fantastische Location, alles lief reibungslos und abgesehen von heiß gelaufenen Generatoren und ein paar kleineren Defiziten, passten sowohl Sound als auch der Schedule. Außerdem wirkt das RiV im Gegensatz zum Nova Rock um einiges erwachsener und gesitteter. Bei einem passenden LineUp sind wir im nächsten Jahr gerne wieder dabei.
www.rockinvienna.at

maxomer
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Beitrag vom 11.06.2015
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