SYLOSIS   WOVENWAR  
21.05.2015 @ Szene

Ich muss ja zugeben, dass ich SYLOSIS bis vor kurzem nicht auf meinem Radar hatte. Doch durch das hartnäckige Lobbying eines Kollegen für die Briten ließ ich mich dann doch überzeugen auf das Konzert in der Szene mitzukommen. Auch weil als Vorband die AS I LAY DYING-Nachfolgeband WOVENWAR am Start war.

Dass diese nichts mehr mit der Metalcore-Band gemein hat, deren Sänger schon seit geraumer Zeit im Gefängnis sitzt, war klar. Aber was WOVENWAR dann an belanglosem Alternative-Metal von sich gab war leider eine große Enttäuschung. Zu amerikanischer Mainstream-Metal, eintöniges Songwriting, zu bemüht radiotauglich nur um ab und zu ein bisschen Härte einzubauen um tough zu wirken. Nach wenigen Songs war man dann an der Bierbar oder im gemütlichen Hof der Szene besser aufgehoben.

Zwar setzte ich gewisse Erwartungen in den Auftritt von SYLOSIS, was aber dann in den darauffolgenden gut 60 Minuten an einem progressiven Trash Metal-Feuerwerk gezündet wurde war kurz gesagt, ganz, ganz großes Livekonzert-Kino. Schon der Opener „Where The Wolves Come To Die“ machte keine Gefangenen und binnen Sekunden war die Energie der Band auch auf das Publikum übergesprungen. Die Band rund um Sänger, Gitarrist und Mastermind Josh Middelton agierte enorm tight und auch die Setlist ließ weder Wünsche offen und hielt das Energielevel der Anwesenden stetig auf höchstem Niveau. So wurden Kracher wie „Fear The World“, „Mercy“ oder „Leech“ feilgeboten.

Das Ende des äußert kurzweiligem Auftritts wurde durch das großartige „Empyreral“ eingleitet. Aber ganz ohne Nachschlag ließ das begeisterte Publikum SYLOSIS dann doch nicht von Dannen ziehen und so folgte als Zugabe noch „Conclusion Of An Age“.





Setlist SYLOSIS:

Where The Wolves Come To Die
Fear The World
Dormant Heart
To Build A Tomb
Mercy
Teras
Servitude
Leech
All Is Not Well
Altered States Of Consciousness
Empyreal
-
Conclusion Of An Age

Damit ging ein grandioser Auftritt einer großartigen Band zu Ende, der keine Wünsche offen ließ. Das nächste Mal mögen die Herrschaften aber bitte eine bessere Vorband mit auf Tour nehmen. Denn WOVENWAR kann SYLOSIS in absolut keinem Belang, auch nur irgendwie das Wasser reichen. Das britische Quartett spielt da vergleichsweise in einer ganz anderen Liga.

sylosis.com
wovenwar.com


tsunemoto
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Beitrag vom 31.07.2015
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