METALDAYS 2015 - ARCH ENEMY   FEAR FACTORY   DARK FORTRESS   MOONSPELL   DIABLO BLVD.   SLOMIND   KRYN   DESOLATE FIELDS   MOONCRY   MALEVOLENCE   DARK FORTRESS   AVATAR   NE OBLIVISCARIS   DR LIVING DEAD   UVM.  
19.07.2015 @ Tolmin, Slowenien

Bereits zum achten Mal bin ich dieses Jahr nach Tolmin/Slowenien gefahren, um dort einen Campingurlaub mit Musik zu verbringen. Ich habe mich wieder auf den Weg über den Passo de Predil Richtung Tolmin begeben und natürlich bin ich wie immer auf der Passhöhe stehen geblieben, um den wunderbaren Ausblick zu genießen. Der Triglav-Nationalpark ist einfach traumhaft und lädt ein zum Verweilen.

Im letzten Jahr waren die Metaldays eher verregnet, aber für dieses Jahr war viel Sonnenschein prognostiziert – mit so einer gewaltigen Hitzewelle hatte ich jedoch nicht gerechnet. Um einen guten Campingplatz zu bekommen, bin ich bereits am Freitag davor angereist, dafür wurden noch zusätzlich € 25,00 Campinggebühr verrechnet und weitere € 20,00 waren pro Auto für die ganze Woche für das Parken fällig.

Es wurde auch eine Müllgebühr in Höhe von € 10,00 eingehoben, die nach Abgabe der beiden gefüllten Müllsäcke wieder rückerstattet wurde. Wer während des ganzen Festivals warm duschen und wassergespühlte Toiletten nutzen wollte, der hatte die Möglichkeit für € 10,00 ein Bändchen zu erwerben, mit dem das jederzeit möglich war.

Für diejenigen die sich diesen Luxus nicht gönnen wollten gab es auf dem Gelände ausreichend Dixies und zwei Freiluft-Duschplätze. Und für die Hartgesottenen war auch ein Bad in den beiden Flüssen So?a und Tolminka möglich, deren Temperatur sich jedoch nur knapp im zweistelligen Bereich bewegt hat.

Die Metaldays erstrecken sich immer über fünf Festivaltage, an denen auf zwei Bühnen gespielt wird. Die Bezahlung am Gelände erfolgt über PayCards, die man beim Tausch der Karte gegen das Festivalbändchen erhält. Man kann sie immer wieder aufladen und damit die Konsumation bezahlen. Es wurden viele verschiedene Speisen angeboten und auch für die Veganer gab es Angebote. Beim Metalmarkt galt diese PayCard jedoch nicht. Nachdem letztes Jahr ein riesiges Verkaufszelt vom Supermarkt Mercator aufgestellt war, wurde dieses Jahr der an das Gelände anschließende Hofer-Markt in das Festival eingebunden und dort hatte man sich sehr gut auf den Ansturm der Metalfans eingerichtet.

Es gab auch die Möglichkeit besondere Freizeit-Aktivitäten zu buchen: Tandem-Paragleiten, Kanufahrten, Rafting usw. und auch geführte Höhlentouren.
Zusätzlich zu den beiden Bühnen gab es auch immer Programm an der Beach-Bar beim Zusammenfluss von So?a und Tolminka – dort gab es rund um die Uhr Programm. Tagsüber Fitness-Training, Beach Volleyball von Herren in knappen Tangas, Oben Ohne-Badminton der Damen, dazu jede Menge Musik und nachts gab es noch eine Feuershow und Striptease – also wer nicht schlafen wollte, für Unterhaltung war stets gesorgt.

Die Beginnzeiten für die Konzerte waren zwischen 14.00 und 15.00 Uhr und die Auftritte gingen immer bis 3.15 Uhr nachts. Viele haben danach noch an der Beach-Bar weitergefeiert, die meisten sind aber doch ins Zelt gekrabbelt.

Dann kommen wir einmal zum ersten Festivaltag. Durch die große Hitze habe ich mich dieses Mal auf wenige Bands beschränkt, aber wie immer hab ich versucht, möglichst alle Österreichischen Bands zu sehen.

Opener um 15.20 Uhr auf der Second Stage waren REEK OF INSANITY aus der Steiermark. Es war zu dieser Zeit noch sehr heiß, aber bei der kleinen Bühne war es durch die hohen Bäume doch einigermaßen erträglich. Bei einem tollen Intro betraten sie die Bühne und haben gleich von Anfang an Vollgas gegeben. Mit ihrem sehr harten Industrial Death/Thrash Metal konnten sie doch einige Leute vor die Bühne bannen. Was etwas seltsam war, dass die Drums vom Laptop kamen – ob dies immer so ist oder der Drummer nur ausgefallen war - keine Ahnung. Aber sie haben große Spielfreude gezeigt und auch wenn nicht sehr viele Leute da waren so haben sie doch ihre Chance genützt.





Auf der Mainstage waren SLOMIND aus Deutschland an der Reihe, die sich in musikalischer Hinsicht dem Southern/Stoner Metal/Rock widmen. Sie haben eine angenehme Spielweise dargeboten und dazu gab es den passenden Gesang. Durch die gleißende Sonne waren noch nicht sehr viele Leute da, aber als sich einige Wolken vor die Sonne schoben wurde es deutlich voller. Das Publikum ging bei den eher rockigen Klängen sehr gut mit und so wurde der Auftritt doch ein sehr positives Erlebnis für alle.





Auf der Second Stage waren dann die Kroaten KRYN an der Reihe und an dem gut gefüllten Platz vor der Bühne konnte man deutlich erkennen, dass viele Fans dieser Band die Gelegenheit genützt haben, um sie live zu erleben. Ihre Spielweise war teilweise sehr hart aber zwischendurch gab es auch einige melodische Einlagen. Von den Fans wurde das alles mit einem heftigen Moshpit abgefeiert und der Auftritt von KRYN wurde zu einer rundum gelungenen Sache.





In der Zwischenzeit hatte es kurz aber heftig geregnet, aber als DESOLATE FIELDS die Second Stage betraten, hatten sich die Regenwolken wieder verzogen. Sie haben sehr ruhigen und atmosphärischen Black/Death Metal dargeboten der auch einige härtere Phasen aufwies und dazu gab es wechselweise Klargesang und tiefes Growling. Alles zusammen war ein sehr intensives musikalisches Erlebnis von dem sich die Anwesenden nur allzu gerne in ihren Bann ziehen ließen.





Eher auf der düsteren Welle war die nächste Band MOONCRY aus Deutschland. Ihre Spielweise war sehr dynamisch und das anwesende Publikum ging sehr gut mit. Leider begannen bei ihnen die Probleme auf der Second Stage was den Sound betrifft. Der Sänger war zu Beginn einfach nicht zu hören und erst nach einer Weile wurde das behoben. Direkt vor der Bühne waren mehrere große Lautsprecher aufgebaut und durch die wurde man von den wummerenden Bässen regelrecht vollgepumpt, sodass es unerträglich war, bei der Second Stage direkt vor der Bühne zu stehen. Es war schade für die Bands, weil dadurch die Leute einfach zurückgewichen sind – da wäre eine Änderung im nächsten Jahr unbedingt nötig.





Ebenfalls auf der Second Stage waren die Briten MALEVOLENCE zu Gange. Sie haben eine sehr harte, bretternde Spielweise an den Tag gelegt und gleich zu Beginn war kriegerisches Sirenengeheul zu hören. Und auch ihre Präsentation war sehr aggressiv und fordernd, aber dem zahlreichen Publikum hat es offenbar gut gefallen – mir war es eindeutig etwas zu hart.





Auf der Mainstage standen FEAR FACTORY auf der Bühne und obwohl sie schon sehr lange aktiv sind habe ich sie bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal gesehen. Der Platz vor der Mainstage war sehr gut gefüllt und mit variantenreichem Getrommel betraten sie die Bühne. Der Gesang wechselte zwischen Growling und Klargesang und hat sich gut in den hämmernden Sound eingefügt. Für US-Bands mag ja der Ausdruck „Fuck You“ durchaus üblich sein – nachdem der Sänger das mehrfach vom Stapel gelassen hat, hab ich es persönlich genommen und bin zur Second Stage abgezischt.





Dort waren die Deutschen Melodic Black Metaller DARK FORTRESS an der Reihe. Ich hatte mich schon sehr auf diesen Auftritt gefreut, aber leider ging auch bei ihnen zu Beginn alles in die Binsen. Vorne war kein Gesang zu hören und das Wummern der Lautsprecher vor der Bühne hat einen in die Flucht geschlagen. Erst nach einer Weile konnte man den Gesang hören und weiter hinten konnte man auch ihre tollen Melodien einigermaßen genießen. Also war es zur Hälfte ein gelungener Auftritt – DARK FORTRESS hätte jedoch ein besseres Ambiente verdient.





Danach hab ich mich in mein Zelt verkrochen und von dort aus hab ich noch SAXON zugehört, aber ich war einfach zu müde um noch an der Bühne zu bleiben.

Auch am nächsten Tag wurde ich von strahlendem Sonnenschein aus dem Zelt geholt und dann hab ich bis zur ersten Band des Tages versucht, irgendwie in der Hitze zu überleben. Opener auf der Mainstage waren an diesem Tag die Steirer REST IN FEAR, die schon mehrfach bei den Metaldays gespielt haben. Die Hitze war extrem, aber für das Publikum gab es auf Wunsch eine kalte Dusche durch die Securties – ich hab mir die auch gegönnt. Bei einem tollen Intro betraten die Melodic Death Metaller die Bühne und sie haben keinerlei Schwächen gezeigt und dem Publikum eine mitreißende Show dargeboten und vor der Bühne fanden sich immer mehr Fans ein, die REST IN FEAR tatkräftig unterstützt haben. So wurde aus dem schweißtreibenden Gig doch noch ein Fest für alle Anwesenden.





Für die eher an Kälte gewöhnten Schweden namens AVATAR muss der Gig in Tolmin eine echte Herausforderung gewesen sein, aber sie haben sich keine Sekunde lang anmerken lassen, dass es ihnen zuviel geworden wäre. Trotz der frühen Stunde waren sehr viele Leute gekommen um sich die Horror-Show im Sonnenschein anzusehen und AVATAR haben wirklich von Anfang an Vollgas gegeben. Besonders der gruselig geschminkte Sänger ist wie ein Wilder auf der Bühne herumgetobt und sie haben wirklich das Publikum in ihren Bann gezogen und es sogar zum Mithüpfen gebracht – und das alles bei fast 40 °C - phänomenal.





Um nach dieser schweißtreibenden Angelegenheit ein bisschen Schatten zu haben, bin ich danach zur Second Stage gegangen, um mir AEONS CONFER aus Hamburg anzusehen. Ich kannte die Band bis dorthin nicht, aber bei Symphonic Dark Metal werde ich immer hellhörig und bei einem sehr stimmungsvollen Intro betraten sie die Bühne. Sie haben eine ziemlich rasante Spielweise an den Tag gelegt und dazwischen gab es kurze melodische Einlagen. Darüber hat sich der ziemlich harte Gesang gelegt und das Endergebnis war doch eine etwas düstere Darbietung – trotz des hellen Nachmittages.





Ich hab mich danach wieder auf den Zeltplatz zurückgezogen und wollte einige Zeit später wieder zur Mainstage zurückkehren, um MOONSPELL auf der Mainstage zu erleben, aber seltsamerweise wurde deren Auftritt auf die Second Stage verlegt und auf das Gedränge auf dem kleinen Platz hatte ich dann doch absolut keine Lust, also bin ich am Zeltplatz geblieben und habe dort gewartet bis es endlich weit nach Mitternacht war. Um 1.35 war endlich eines meiner persönlichen Highlights an der Reihe. Ich hatte die Australier NE OBLIVISCARIS zuletzt am Tuska Open Air in Helsinki gesehen und war restlos begeistert. Leider war ihr Auftritt von Beginn an von großen Soundproblemen geprägt - ein Sänger war ziemlich lange gar nicht zu hören – und auch sonst hat kaum etwas gepasst. So viele waren aufgeblieben um dieser Band zu lauschen und immer mehr bestürmten den Sound-Menschen doch etwas zu unternehmen, leider gelang es erst nacheiner Weile, aber dann konnten wir doch noch ein einigermaßen gelungenes Konzert erleben – an der Band hat es nicht gelegen – die waren motiviert und haben vollen Einsatz gezeigt, was ihnen auch jede Menge Beifall eingebracht hat. Das Konzept mit den beiden Sängern und dem gelegentlichen Geigenspiel ist einfach faszinierend und ich hoffe sehr, dass ich sie bald wieder einmal unter besseren Bedingungen auf der Bühne erleben kann.





Nach einer sehr kurzen Nacht hab ich mich am Tag 3 wieder in der ärgsten Hitze zur Bühne geschleppt, aber was soll man machen, wenn bereits um 15.00 eine Band spielt, die man unbedingt sehen will. In diesem Fall waren es die Belgier DIABLO BLVD., die ich zufälligerweise über ihr letztes Album „Follow The Deadlights“ für mich entdeckt hatte und da wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, sie mir live anzusehen. Es waren bereits relativ viele Leute da und auch Belgische Fahnen waren gehisst. Auch DIABLO BLVD. haben sich von der Hitze nicht kleinkriegen lassen und einen mitreißenden Auftritt hingelegt. Die angenehm rockigen Klänge gepaart mit der tollen Stimme von Alex Agnew, haben keinen kalt gelassen. Er hat dann auch gefragt, wer im Publikum aus Belgien stammt und fast alle haben aufgezeigt, da hat er gemeint, um vor einem Belgischen Publikum zu spielen, hätten sie nicht nach Slowenien kommen müssen – ich war aber doch froh dass sie es getan haben, mir haben sie live auch sehr gut gefallen.





Als nächste Band auf der Mainstage war THE DEVIL aus UK an der Reihe, die als Dark Metal Band angekündigt waren. Was dann geschah war mehr als eigenartig. Es kamen mehrere Musiker auf die Bühne, in schwarze Hosen und Jacken gekleidet und dazu trugen sie lächelnde Venezianische Masken, was beinahe ein bisschen absurd gewirkt hat. Zur durchaus stimmungsvollen und druckvollen Musik gab es keinen Gesang, sondern nur Nachrichtentexte vom Band. Den tieferen Sinn dahinter hab ich erst begriffen als ich mich auf den Hang gesetzt habe um mir den Auftritt von dort anzusehen. Auf den Videowalls wurden die Filme zu den Nachrichtentexten eingespielt. Dabei ging es um die Ermordung Robert Kennedys, den 11. September usw. – eine interessante Idee.





Danach bin ich noch zur Second Stage gegangen wo die Österreicher DAEDRIC TALES an der Reihe waren, die sich in musikalischer Hinsicht dem Symphonic Power Metal widmen. Leider wurde man wieder ganz vorne von der Bass-Drum umgehauen, sodass ich bald nach hinten geflüchtet bin. Sie waren teilweise sehr schön gekleidet und zur äußerst symphonischen Musik gab es angenehmen Gesang. Es waren trotz der frühen Stunde relativ viele Leute da und für DAEDRIC TALES war dieser Auftritt sicher ein erfolgreicher Schritt auf der Karriereleiter.





Leider musste ich dem Schlafmangel der vergangenen Nacht Tribut zollen und ich habe alle Auftritte des Abends sausen lassen und mich lieber ausgeschlafen.

Auch der Tag 4 hat mit Sonnenschein begonnen und wieder hab ich mich relativ früh durch die Hitze geschleppt, um eine weitere Österreichische Band auf der Bühne zu erleben. Die Tiroler SILIUS hatten das gleiche Schicksal wie alle Opener auf der Second Stage – die meisten waren zu der Zeit wohl noch am und im Wasser, aber einige hatten sich doch eingefunden, um sich den Thrash Metal der Jungs um die Ohren knallen zu lassen. SILIUS haben dennoch sehr große Spielfreude gezeigt und wurden dafür auch von einigen Headbangern belohnt – das beste Zeichen dafür, dass es gefallen hat.





Auf der Mainstage war alles fest in Mexikanischer Hand – auch wenn NUCLEAR CHAOS genauso wie alle anderen Nachmittagsbands in der Sonne spielen mussten, sind ihnen die Temperaturen wegen ihrer Heimat doch wahrscheinlich eher etwas vertrauter. Sie spielen harten Melodic Death Metal und gleich zu Beginn waren einige Hartgesottene direkt an der Bühne und im Verlauf des Auftrittes fanden sich immer mehr ein, was die Band sichtlich mit Freude erfüllt hat, und der Sänger hat sich extra noch einmal dafür bedankt, dass sie bei den Metaldays spielen durften.





Auf der Second Stage waren die Kroaten FLESH an der Reihe und die Nähe zu Slowenien konnte man an der für diese Zeit unüblichen, großen Zuschauerzahl ablesen. Sie haben sehr flotten Heavy Metal präsentiert und der Sänger hatte sich passenderweise in eine rote Hose gequetscht, um zusätzlich für etwas Glamour zu sorgen. Sie haben eine tadellose Show abgeliefert und nicht nur die Fans gingen ordentlich mit sondern auch diejenigen, die sich eher zufällig eingefunden hatten.





Danach hab ich mich wieder auf den Zeltplatz zurückgezogen und bin erst zu ARCH ENEMY wieder zur Bühne gepilget. Es wurde extrem voll bei ihrem Auftritt und ab dem Intro gab es in der Menge kein Halten mehr. Viele wollten die neue Sängerin aus der Nähe sehen, die in weißen Lederklamotten über die Bühne gefegt ist, was zu großem Gedränge geführt hat. Bereits beim ersten Titel entstand ein Moshpit und die Crowdsurfer kamen auch in Massen daher, deshalb bin ich dann zur Second Stage geflüchtet.





Dort haben drei düstere Gesellen aus Finnland gerade ihr Equipment aufgebaut. Ich hatte ARCHGOAT heuer schon einmal in Wien gesehen und sie hatten mir da schon ganz gut gefallen, deshalb hab ich die Chance genützt um sie noch einmal zu sehen. Der Platz vor der Bühne war gut gefüllt – es gab dieses Mal nicht sehr viele Black Metal Bands bei den Metaldays, und so waren wohl die Fans des Genres ganz froh über diesen Auftritt. Und ARCHGOAT haben die Erwartungen voll erfüllt, der Sound war auch einigermaßen gut und sie haben mit ihrer harten Spielweise und dem düsteren Growling alle vor die Bühne bannen können. Ein gelungener Abschluss des Abends.





Nach einer Woche unsäglicher Hitze hatte ich mich entschlossen, noch am Abend des fünften Festivaltages heimzufahren. Aber bei ein paar Bands war ich dann doch noch.

Die erste Band auf der Second Stage war ZOMBIE RODEO aus Finnland. Wie immer um diese Zeit waren nur wenige Leute da, aber davon haben sich die Finnen nicht irritieren lassen und zu rockigen Klängen hat ein blondes Mädel ihre kräftige Stimme erklingen lassen. Während ihres Auftrittes sind dann doch noch einige Leute dazugekommen, was sie sich auch verdient hatten.





Danach waren auf der Mainstage MANNTRA an der Reihe, deren Musik als Balkan Rock angekündigt war. Dieser Begriff hat mich neugierig gemacht und so bin ich hinüber gegangen. Einige Fans hatten sich vor der Bühne eingefunden und MANNTRA haben stampfenden Sound mit Kroatischem, hartem Gesang dargeboten. Viele haben mitgefeiert aber ich weiß jetzt noch immer nicht, was genau man unter Balkan Rock versteht.





Auf der Second Stage wurde es danach folkig. Die Italiener M.A.I.M. waren die einzige Folk Metal Band des ganzen Festivals und nachdem ich diese Art von Musik gerne mag, war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde. Teilweise waren die Musiker auch im Folk-Style gekleidet, allerdings war die Sonnenbrille des Gitarristen nicht ganz stilecht. Der Sänger hatte schwarz umrandete Augen und hat wie der Rest der Band großen Einsatz gezeigt. Die Folk-Elemente kamen jedoch in erster Linie von der Querflöte aber den zahlreichen Fans hat es doch gut gefallen.





Die letzte Band die ich mir angeschaut habe hatte ich zuletzt in Finnland am Tuska Open Air gesehen. Die Schweden DR. LIVING DEAD! treten immer mit Totenkopf-Masken auf und das war bei diesen Temperaturen eine ziemliche Herausforderung. Der Sänger hatte nach wie vor ein Gipsbein aber sie haben sich davon nicht beeinflussen lassen. Es waren deutlich mehr Leute bei ihrem Auftritt und bereits nach kurzer Zeit war der erste Moshpit im Gange. Also hat sich für die Schwedischen Jungs der schweißtreibende Auftritt doch gelohnt.





Das war es für mich mit den Metaldays. Für alle diejenigen die hier die großen Bands vermissen – die habe ich großteils ausgelassen, weil über die ohnehin bis zum Abwinken berichtet wird. Außerdem waren die Metaldays mein Campingurlaub mit Musik – also stand die Entspannung im Vordergrund.

Natürlich hab ich mir mein Ticket für die Metaldays 2016 bereits beim Festival gekauft – ich kann ja doch nicht ohne diese Woche in Slowenien sein!


FOTOS + E-CARDS
www.metaldays.net

Metalmama
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Beitrag vom 21.08.2015
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